Live at Eden Project 25 / 07 / 2023 The Who
Album info
Album-Release:
2026
HRA-Release:
29.05.2026
Album including Album cover
- 1 Overture (Live) 05:56
- 2 1921 (Live) 03:03
- 3 Amazing Journey (Live) 05:18
- 4 Sparks (Live) 02:33
- 5 The Acid Queen (Live) 03:51
- 6 Pinball Wizard (Live) 03:25
- 7 We're Not Gonna Take It (Live) 08:40
- 8 Who Are You (Live) 08:12
- 9 Eminence Front (Live) 06:39
- 10 The Kids Are Alright (Live) 02:26
- 11 You Better You Bet (Live) 06:24
- 12 Anyway, Anyhow, Anywhere (Live) 02:28
- 13 Substitute (Live) 03:54
- 14 I Can't Explain (Live) 02:47
- 15 My Generation (Live) 03:38
- 16 Cry If You Want (Live) 03:17
- 17 Won't Get Fooled Again (Live) 09:23
- 18 Behind Blue Eyes (Live) 03:56
- 19 The Real Me (Live) 04:01
- 20 I'm One (Live) 03:07
- 21 5:15 (Live) 06:43
- 22 The Rock (Live) 06:49
- 23 Love, Reign O’er Me (Live) 09:10
- 24 Baba O’Riley (Live) 05:32
Info for Live at Eden Project 25 / 07 / 2023
Nur wenige Bands haben die Rockmusik mit solcher Kraft und Beständigkeit geprägt wie The Who. Seit fast sechs Jahrzehnten hallen ihr Sound, ihr Geist und ihre unverwechselbare Energie über Generationen hinweg nach und beeinflussen Künstler und Publikum auf der ganzen Welt. Im Jahr 2026 fügt die Band ihrem Vermächtnis mit „Live at the Eden Project“ ein bemerkenswertes neues Kapitel hinzu – eine bahnbrechende Live-Aufnahme, die die rohe Kraft, emotionale Tiefe und den künstlerischen Ehrgeiz ihres unvergesslichen Auftritts im Juli 2023 im legendären Eden Project in Cornwall einfängt.
In einer der nachhaltigsten und visuell beeindruckendsten Veranstaltungsstätten Großbritanniens – einem atemberaubenden Netzwerk von Biomen inmitten der Landschaft von Cornwall – ist das Konzert nicht nur ein Zeugnis der musikalischen Entwicklung von The Who, sondern auch ihrer anhaltenden kulturellen Relevanz. Begleitet vom Heart of England Philharmonic Orchestra lieferten die Gründungsmitglieder Pete Townshend und Roger Daltrey eine Performance, die die Intensität des Classic Rock mit orchestraler Pracht verband. Die natürliche Akustik und die geschlossenen Strukturen des Eden Project schufen eine warme, detailreiche Klangumgebung, die eine Klarheit und Intimität bot, die von traditionellen Stadionumgebungen unerreicht ist.
Die Aufnahme spiegelt diese einzigartige Atmosphäre wider. Fans schätzen seit langem die „Special Location“-Shows von The Who, und Eden zählt zu den unvergesslichsten – eine einmalige Verschmelzung von Musik, Umgebung und künstlerischer Vision. Die geringere Kapazität förderte eine tiefere Verbindung zwischen der Band und dem Publikum und ermöglichte eine intensivere Interaktion, eine größere emotionale Resonanz und das Gefühl, Teil der Performance zu sein, anstatt sie aus der Ferne zu beobachten. Diese Intimität, kombiniert mit dem raffinierten orchestralen Ansatz der Band, fängt The Who in einem entscheidenden Moment ihrer modernen Ära ein.
„Live at the Eden Project“ präsentiert zudem eine der stärksten und fokussiertesten Setlists aus der orchestralen Phase von The Who. Neben beliebten Hymnen wie „Baba O’Riley“ und „Pinball Wizard“ enthält das Album selten gespielte Perlen wie „Cry If You Want“, „Anyway, Anyhow, Anywhere“ und „The Rock“ und schafft so eine Reise durch die gesamte Karriere, die Hits, weniger bekannte Stücke und orchestrale Meisterwerke mit bemerkenswerter Leichtigkeit in Einklang bringt.
Pete Townshend, Gitarre, Gesang
Roger Daltrey, Gesang, Gitarre
Simon Townshend, Gitarre, Hintergrundgesang
Loren Gold, Keyboards
Emily Marshall, Keyboards
Jon Button, Bass
Zak Starkey, Schlagzeug
Billy Nichells, Backing-Gesang
Katie Jacoby, Violine
Audrey Q Snyder, Cello
Helen Fitzgerald, Dirigentin
The Heart of England Philharmonic Orchestra
THE WHO
Als Roger Daltrey, Pete Townshend, John Entwistle und Keith Moon 1964 unter dem Namen The Who zusammenrotteten, hätten sie sich wohl kaum vorstellen können, dass sie zehn Jahre später als lauteste Rockband ins Guinness Buch der Rekorde eingehen würden und sämtliche Newcomerbands ihre destruktive Bühnenpräsenz zum Vorbild nehmen könnten. Vermutlich hätte sich auch Pete Townshend zu diesem Zeitpunkt nicht erträumt, dass er im Laufe seiner Karriere 3000 Gitarren zerschmettern und Keith Moon mal ein weltweites Hausverbot bei Holiday Inn provozieren würde, weil er einen Rolls Royce in deren Pool versenkte.
Die Geschichte von The Who beginnt viel harmloser. Im Westen Londons lernen sich Pete Townshend und John Entwistle auf der High School kennen. Die Schulfreunde fangen an, Musik zu machen. Als Townshend später die Kunsthochschule besucht, trifft er auf Roger Daltrey, einem Blechschweißer. Mit ihm gründen sie die Gruppe The Dertours. Die Drei orientieren sich am musikalischen Geschmack der Londoner Mod-Szene, doch der fabrizierte Skiffle führt zu keinem Erfolg. Erst mit der Umbenennung in The Who und einem Neuzugang bekommt die Sache Schwung. Ein charismatischer Typ namens Keith Moon stößt zu ihnen, indem er sich bei seinem 'Bewerbungsgespräch' durch die Zerlegung seines Schlagzeugs hervortut. Die Jungs sind sofort begeistert, genau dieses anarchistische Element hatte Townshend und seinen Kollegen gefehlt, nun konnte es losgehen. 'I Can’t Explain“ heißt die Single, die The Who das erste Mal in die Charts befördert, ein Fernsehauftritt, bei dem sie ihr gesamtes Equipment zerdeppern, hilft ihren Bekanntheitsgrad schlagartig zu erhöhen. Besonders die jungen Fernsehrzuschauer sind fasziniert von den rebellischen Londonern.
'I Can’t Explain“ ist Teil der 1965 veröffentlichten Debüt-LP 'My Generation“, dessen Titeltrack zur Hymne der englischen Jugend avanciert. Songs wie 'Substitute“, 'The Kids Are Alright“ und 'Happy Jack“ sichern den vier Revoluzzern ausverkaufte Tourneen und beste Chartsplatzierungen. Mit dem zweiten Album 'The Who Sell Out“ glauben The Who, sich endlich einen Logenplatz in der Manege des Rockzirkus gesicherte zu haben, doch Fehlanzeige: die neue LP verkauft sich nur mäßig und es wird eng für die Band. Die exzessiven Live-Auftritte, bei denen sämtliche Instrumente zerlegt werden, verschlingen fast das komplette Budget. Mit Moon und Entwistle sehen sich die ersten Who-Mitglieder bereits nach lukrativeren Bandprojekten um, als Pete Townshend plötzlich der zündenden Einfall für seine Rockoper 'Tommy“ ereilt. Das Konzeptalbum, in dessen Mittelpunkt ein blinder, taubstummer Junge steht, wird 1974 als Film auf die Leinwand gebracht und Roger Daltrey übernimmt an der Seite von Musikern wie Tina Turner, Elton John, Eric Clapton und Schauspieler Jack Nicholson die Hauptrolle.
Auftritte beim Woodstock-Festival und das Konzert-Album 'Live At Leeds“ (1970) sanieren schließlich das marode Bankkonto von The Who. Ob underground oder konventionell - die komplette Musikpresse feierten den musikalischen Quantensprung der Hitmaker und das neue Album 'Who’s Next“ wird den Recordshop-Besitzern förmlich aus der Hand gerissen. Wie zeitlos die Songs der Platte sind zeigen Limp Bizkit 2004, die mit der Coverversion von 'Behind Blue Eyes“ und dem dazughörigen Video, in dem Halle Barry Fred Durst küsst, für Aufmerksamkeit sorgen.
Doch zurück zu The Who. Einige zertrümmerte Gitarren nach dem Release von „Who’s Next“ schieben Townshend, Daltrey, Entwistle und Moon den Themen- Longplayer 'Quadrophenia“ (1973) an den Start. Er erzählt die Geschichte eines jungen Adoleszenten, der mit dem Erwachsenwerden kämpft, was oft mit der unglücklichen Jugend des Songwriters Townshend gleichgesetzt wird. Auch die Lyrics des Folgealbums 'The Who By Numbers“ rücken die Gedanken und Gefühle des Gitarristen in den Mittelpunkt. Seine immer stärkende Drogensucht belasten die Zusammenarbeit mit seinen Kollegen zunehmend, auch Keith Moon ist durch massive Alkoholprobleme zum Hemmschuh geworden. Äußere Einflüsse wie der Aufschwung von Punk und New Wave machen The Who zu schaffen, der Konkurrenzdruck steigt stetig. Während Townshend und Moon immer weiter im Drogensumpf versinken, versucht sich Daltrey als Schauspieler und Entwistle als Solomusiker. Doch beide Karrieren verlaufen im Sand und so kommt es, dass sich The Who drei Jahre später wieder im Studio zusammenfinden.
Die Studioarbeit trägt Früchte. 1978 hat die Band 'Who Are You“ zusammengezimmert. Erwachsener und optimistischer präsentierten sich The Who darauf, doch es sollte der vorerst letzte große Erfolg der Band werden. Im September stirbt Keith Moon an einer Überdosis Medikamenten, der angeheuerte Ersatz, Ex-Faces-Member Kenny Jones tut sich schwer, seinen charismatischen Vorgänger zu ersetzen. Nach den Alben 'Face Dances“ (1981), 'It’s Hard“ (1982) und der Live-LP 'Who’s Last“ geben die legendären Rocker 1983 ihre Auflösung bekannt. Doch ihre Farewell Tour sollte nicht das Aus der Band sein.
Zwei Jahre später schafft es das Projekt Live Aid, Townshend, Enwistle, Daltrey und Jones wieder auf die Bühne zu locken. 1988 unterbrechen sie erneut ihren Dornröschenschlaf für eine Performance anlässlich einer Ehrung der British Phonograhphic Industry, die Townshend und Co. für ihr Lebenswerk auszeichnete.
Pete ist das einzige Member, das konstant vorfährt, Musik auf den Markt zu bringen. Ihm ist es zu verdanken, dass die Who-Fans weiter mit ihren Ikonen rechnen konnten. 2001 treten The Who bei einem Charity-Gig zugunsten der Opfer für die 9/11 Opfer in New York auf. Ein Jahr später touren sie wieder über den Erdball, was allerdings vom tragischen Tod John Entwistle überschattet wird.
In ihrer 'Jetzt-erst-recht“-Stimmung stürzen sich die Gründungsmitglieder Roger Daltrey und Pete Townshend in die Komposition neuer Stücke. 2006 ist es soweit: ein neuer Output verlässt das CD-Presswerk! 'Endless Wire“ steht auf dem Cover des ersten Studioalbums nach 23 Jahren stehen und die dazugehörige Welttournee beweist: Auch mit 23 Jahren Bandgeschichte kann Pete Townshend immer noch wie eine Windmühle in die Seiten hauen.
This album contains no booklet.
