The Boys of Dungeon Lane Paul McCartney

Album Info

Album Veröffentlichung:
2026

HRA-Veröffentlichung:
29.05.2026

Label: Capitol Records

Genre: Rock

Subgenre: Modern Rock

Interpret: Paul McCartney

Das Album enthält Albumcover

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  • 1 As You Lie There 04:45
  • 2 Lost Horizon 03:03
  • 3 Days We Left Behind 03:18
  • 4 Ripples in a Pond 02:43
  • 5 Mountain Top 03:39
  • 6 Down South 02:23
  • 7 We Two 03:01
  • 8 Come Inside 03:13
  • 9 Never Know 04:15
  • 10 Home to Us 03:11
  • 11 Life Can Be Hard 03:15
  • 12 First Star of the Night 02:57
  • 13 Salesman Saint 03:20
  • 14 Momma Gets By 04:04
  • Total Runtime 47:07

Info zu The Boys of Dungeon Lane

⁠„The Boys of Dungeon Lane“ ist nicht nur das erste neue Soloalbum, das Paul seit über fünf Jahren veröffentlicht; es ist eine Sammlung seltener und aufschlussreicher Einblicke in bisher nie geteilte Erinnerungen, ergänzt durch einige neu inspirierte Liebeslieder.

Mit „The Boys of Dungeon Lane“ richtet Paul McCartney den Blick nach innen und kehrt zu den prägenden Jahren zurück, die sein Leben geformt haben. Paul erzählt nun die persönlichste Geschichte von allen: seine eigene. „The Boys of Dungeon Lane“ ist sein bisher introspektivstes Album und führt den Hörer zurück zu den Anfängen.

In diesen neuen Songs zeigt sich Paul offen, verletzlich und tief nachdenklich; er schreibt offen über seine Kindheit im Liverpool der Nachkriegszeit, die Widerstandsfähigkeit seiner Eltern und frühe Abenteuer, die er mit George Harrison und John Lennon teilte, lange bevor die Welt jemals von der Beatlemania gehört hatte.

Der Titel des Albums stammt von einem der bereits verfügbaren Titel, „Days We Left Behind“, einem reduzierten und zutiefst intimen Stück, das den emotionalen Kern des Projekts einfängt. Dungeon Lane ist ein Ort, den Paul noch immer vor Augen hat, wenn er nach Hause zurückkehrt: Nachmittage am Mersey, das Vogelbeobachtungsbuch in der Hand, „verrauchte Bars und billige Gitarren“ und Träume, die noch nicht gelebt wurden.

Über „Days We Left Behind“ sagte Paul: „Das ist für mich ein sehr erinnerungsreicher Song. Der Albumtitel, The Boys of Dungeon Lane, stammt aus einem Textzeile dieses Titels. Genau darüber habe ich nachgedacht, über die Tage, die ich hinter mir gelassen habe, und ich frage mich oft, ob ich nur über die Vergangenheit schreibe, aber dann denke ich: Wie kann man überhaupt über etwas anderes schreiben? Es sind einfach viele Erinnerungen an Liverpool. In der Mitte geht es ein bisschen um John und die Forthlin Road, die Straße, in der ich früher gewohnt habe. Die Dungeon Lane liegt in der Nähe. Ich habe früher in einem Ort namens Speke gewohnt, der ziemlich proletarisch ist. Wir hatten überhaupt nicht viel, aber das machte nichts, weil alle Leute toll waren und man gar nicht merkte, dass man nicht viel hatte.“

„The Boys of Dungeon Lane“ ist nicht nur voller ergreifender Reflexionen, sondern enthält auch neue Liebeslieder. Die Zuhörer können in eine Welt eintauchen, die existierte, bevor sich alles veränderte, und die Erinnerungen bietet, die noch nie zuvor mit außergewöhnlicher Ehrlichkeit geteilt wurden.

Über die Entstehung des Albums: „The Boys of Dungeon Lane“ entstand vor fünf Jahren, als Paul sich mit dem Produzenten Andrew Watt auf eine Tasse Tee und einen Gedankenaustausch traf. Während er während des Treffens auf der Gitarre herumspielte, stieß Paul auf einen Akkord, den selbst er nicht erkannte. Unbeirrt und getrieben von seiner experimentellen Ader änderte Paul eine Note nach der anderen, bis er eine Dreiklangfolge hatte, die Watt vorschlug, aufzunehmen.

Aus dieser Session entstand der Eröffnungstitel des Albums, „As You Lie There“. Ermutigt durch seinen neuen Produzenten arbeitete Paul den neuen Titel weiter aus und spielte dabei den Großteil der Instrumente selbst – ganz im Sinne seines Solo-Debütalbums „McCartney“ aus dem Jahr 1970. So begann die Reise zu dem, was schließlich Pauls 18. Studioalbum wurde, das ausschließlich auf Pauls Namen lautet.

Aufgrund von Pauls vollem Terminkalender wurde das Album in straffen und effizienten Sessions zwischen den Etappen einer fünfjährigen Welttournee aufgenommen, wobei zwischen Los Angeles und Sussex gewechselt wurde. Ohne Druck seitens der Plattenfirma und ohne Deadline konnten die beiden das Album nach ihrem eigenen Zeitplan und zu ihrer vollsten Zufriedenheit fertigstellen.

„The Boys of Dungeon Lane“ ist musikalisch vielseitig und zeigt Paul an einer Vielzahl von Instrumenten und in verschiedenen Stilen, wodurch er seine breite Musikalität unter Beweis stellt. Es gibt Rock im Stil von Wings, Harmonien im Stil der Beatles, Grooves im Stil von McCartney, zurückhaltende Intimität, melodiegetriebenes Storytelling und Charaktermusik.

Paul McCartney, Gesang, Produktion (alle Titel); Akustikgitarre (Titel 1–13), Bassgitarre (1–5, 7–14), E-Gitarre (1, 2, 4–7, 9, 10, 12, 13), Schlagzeug (1, 2, 4, 5, 7–9, 11–13), Klavier (1, 5, 8, 10), Synthesizer (1, 5, 11), Percussion (1, 5, 12), Cembalo (1, 5), Shaker (1, 11), Rhodes (1), Klavier (3, 9, 11, 14), Pumporgel (3), Maracas (4, 5, 11), Wurlitzer-E-Piano (5, 8, 9), Tonbandbearbeitungen (5, 9), Tamburin (5, 11–13); Bongos, Moog-Bass (5); Mellotron (7, 9, 11, 13), Handklatschen (8, 13); Orgel, Blockflöte (9); Spinett (13), Nylonsaitengitarre (14)
Andrew Watt, Produktion (alle Titel), E-Gitarre (1, 7, 9), Synthesizer (1), Wurlitzer-E-Piano (1), Mellotron (4), Synthesizer (4, 10, 11), Tamburin (4, 8, 9), Akustikgitarre (8, 10, 11), Maracas (8), Schlagzeug (9), Tonbandbearbeitung (9)
Ringo Starr, Tamburin (1, 10); Gesang, Schlagzeug (10)
Mike Davis, Trompete (4, 13)
Nancy McCartney, Spoken Word (5)
Chrissie Hynde, Backing Vocals (10)
Sharleen Spiteri, Backing Vocals (10)
Ben Foster, Dirigent, Co-Arrangement (11, 13, 14)
Giles Martin, Co-Arrangement (11, 13, 14)




Paul McCartney
Der Kinostart des Michael Jackson-Films "This Is It" beschäftigte Ende Oktober 2009 das Feuilleton noch einmal mit Fragen über den "King of Pop". Was war Jacksons Problem gewesen? Wurde er das Opfer seines eigenen Perfektionismus, seiner fixen Idee, sich selbst noch übertrumpfen zu müssen? Eine andere offene Frage bei Jackson ist: was passiert mit den Verlagsrechten des Beatles-Katalogs? 1985 hatte Jackson die Rechte über 200 Beatles-Songs ersteigert. Mit seinem Gebot von rund 48 Millionen Dollar übertrumpfte er damals Paul McCartney. Die freundschaftliche Beziehung der beiden - Jackson singt auf der McCartney-Single "Say Say Say" und McCartney kollaboriert auf Jacksons "Thriller"-Album bei "The Girl Is Mine" - sie bekam damals im Auktionshaus einen Knick. Im Frühjahr 2009 kolportierte AOL, Jackson hätte geplant, in seinem Testament McCartney die Rechte zurückzugeben.

In "The Girl Is Mine" buhlen die beiden um eine Frau. Irgendwann fragt McCartney, ob sie sich wegen ihr schlagen sollen und Jackson singt: "Paul, I think I told you, I´m a lover not a fighter". Sir Paul nimmt man dagegen den Kämpfer ab. Die stark behaarten Unterarme, gestählt von gut fünfzig Jahren des Gitarre- und Bass-Spielens. Die klaren festen Ritter-Augen im würdevoll gealterten Baby-Face. Früher galt John Lennon den Journalisten immer als der harte Beatle und McCartney als der Softie, als der Spießer. Er nahm ja nur vier LSD-Trips, die anderen Dutzende. "Ich bin heute ziemlich straight, ich weiß, was verrückt ist", sagte er allerdings 1986 Chris Salewicz vom Q-Magazine. An seinen Eskapaden hat McCartney die Welt eher wenig Anteil nehmen lassen. 1967 gehörten Underground-Autor William Burroughs, Kult-Kunsthändler Robert Fraser und die Rolling Stones zu seinem engeren Freundeskreis. "Als ich mit Kokain aufhörte, fing das gesamte Musikbusiness damit an", so McCartney. Unvergessen: seine zehn Tage in einem japanischen Gefängnis wegen Besitz von Marihuana oder der Prozess in Schottland, auch wegen Gras, wegen seiner Hanfplantage auf der Farm, die der Richter noch mal sehen wollte ("Ich weiß gar nicht, wie die Dinger aussehen"). Der Vorfall machte McCartney zum George Washington des Pop.

Die Freundschaft von McCartney mit John Lennon geht natürlich tiefer als die mit Michael Jackson, sie stammt aus Teenagerzeiten. Beide verloren als Kinder ihre Mütter, was sie sehr eng zusammenbrachte. "Wir haben da richtig drüber geredet, mit 16, 17. Darüber wie es sich anfühlt, wenn jemand fragt: Wie geht´s Deiner Mutter? Und wir dann sagten: Nun ja, sie ist tot. Das wurde fast schon eine Art Witz, so als würden wir uns gegenseitig sagen: Hey, ist schon OK. So, als wäre es gar nicht echt. Niemand mochte über die Realität sprechen. Wir hatten diesen Spruch: "Don´t get real on me, man." Danach schrieb McCartney "Let It Be".|Ein früher Song im Repertoire der Beatles war der Gene Vincent-Klassiker "Wedding Bells": "wedding bells are breaking up that old gang of mine" - Kirchenglockern lassen meine alte Clique zerbrechen. Realität wurde das, als Lennon seine japanische Hexe heiratete und McCartney seine Linda - von Mods verachtet als Zonen-Gabi des Pop. Die Fans tobten. Warum hatte McCartney bloß die Verlobung mit Schauspielerin Jane Asher (spielte 1966 mit Michael Caine in "Alfie") platzen lassen - sie hatte Glamour, sie passte. Allein McCartney war´s so was von egal, weil er keinen Glamour-, sondern mit Linda über die Felder Schottlands reiten wollte. Er war der einzige Beatle, der es wagte, nach Auflösung der Fab-Four eine richtige neue Band zu gründen: Wings, mit der McCartney selbst auch nicht so recht zufrieden war, wie er mal einräumte. Viele würden ihren rechten Arm hergeben für eine Karriere wie die von Wings. McCartney war auch fast egal, dass sein Auftritt bei "Live Aid" (1985) der wohl unprofessionellste seiner Karriere war. "Die gesamte P.A. war ausgefallen, ich konnte nichts hören. Schwamm drüber. Das war, als hätte man bei der Schlacht von Agincourt mitgemacht", sagte er danach Salewicz. "Davon erzählt man seinen Enkelkindern. Ich weiß, dass Paul Simon sich in den Arsch beißt, dass er damals abgelehnt hat."

So viel er auch auf seiner Farm in Schottland herumreitet, so sehr er sich auch für Robben und Marihuana engagiert, gegen Landminen und Fleischkonsum; so sehr er malt und Schafe hütet und Magrittes sammelt, und Filme über Grateful Dead dreht, den FC Everton unterstützt und mit Musikern von Killing Joke oder Super Furry Animals am Sampler herumfrickelt, Briefmarken designt, transzendental meditiert, Kinderbücher schreibt, "Shrek-4"-Figuren einspricht: McCartney ist die letzte lebende Legende des Rock´n´Roll. Und trotz oder gerade wegen seiner ganzen Spielereien: der Rekordhalter im Pop.

Das Guinness-Buch erklärt ihn zum erfolgreichsten Musiker und Komponisten der Popularmusik, mit Hundert Millionen verkaufter Singles und 60 Gold-Alben. 29 Nr.-1-Hits in den USA. 24 Nr.-1-Hits in Großbritannien. McCartney ist der einzige Künstler weltweit, der auf Nummer-1 sowohl als Solist kam ("Pipes of Peace"), als auch im Duo ("Ebony & Ivory" mit Stevie Wonder), Trio ("Mull of Kyntire", Wings), Quartett ("She Loves You" et cetera, Beatles), Quintett ("Get Back", Beatles mit Billy Preston) und verschiedenen Ensembles (Band Aid, Ferry Aid und andere). 3 Oscar-Nominierungen kann er als Score-Schreiber verbuchen, (davon einen gewonnenen), wie auch 2 Emmy-Nominierungen und 2 Golden Globes. Dann: 8 Awards der US-Royalties-Organisation BMI und 7 Grammy-Nominierungen, davon 2 gewonnen. Nicht zu vergessen die Medaillen des britischen Königshauses: 1965 ein "Member of the British Empire (MBE), 1997 gar ein "Knight Commander", die zweithöchste Auszeichnung. Zweimal induzierte man ihn auch in die Rock´n´Roll Hall of Fame: 1988 mit den Beatles, 1999 als Solo-Künstler. McCartneys Song "Yesterday" ist der am meisten gecoverte Song der Musikgeschichte (circa 3500 veröffentlichte Versionen). Der Wings-Hit "Mull of Kyntire" ist die erfolgreichste Brit-Single zwischen 1977 und 1984. McCartney spielte 1990 vor 184.000 Brasilianern in Rio de Janeiro und noch 2009 an drei Abenden vor 120.000 US-Amerikanern im ehemaligen Shea-Stadion - dort hatte er 1965 mit den Beatles einen Rekord aufgestellt: 70.000 Zuschauer an einem Abend.|Wer hätte das gedacht? Wenige. Keiner würde ihn so etwas wie den King of Pop nennen. Wahrscheinlich, weil McCartney eben ein Meister der Diskretion ist, ein Kämpfer, aber keiner im Blitzlicht der Paparazzi-Front. Das Schlüsselerlebnis hatte er womöglich, als ihm kurz nach John Lennons Tod ein Reporter das Mikrophon vor den Mund rammte und er, blauäugig, irgendwas sagte: "It´s a drag, isn´t it?" Ungefähr: Das ist wirklich das Letzte, oder? Das war ganz anders gemeint und kam ganz schlecht an. "Manche Politiker sind so erfolgreich, weil sie diesen kleinen Alarmknopf im Kopf haben, der ihnen vor einer Äußerung zeigt, wie das, was sie sagen wollen, wohl als Schlagzeile aussähe." McCartney perfektionierte das, schließlich ist ihm nur allzu klar, dass er sich selbst nicht wird übertrumpfen können. Warum auch, um Gottes willen?

Selbst das hartnäckige Gerücht, Paul McCartney wäre in Wirklichkeit schon längst tot, ändert nichts an seiner lebenden Legende. 1969 kolportierte man in der britischen Presse, Paul McCartney wäre 1966 nach einem Band-Streit aus den Abbey-Road-Studios gerannt, in seinen Aston Martin gestiegen und damit gegen einen Laternenpfahl gefahren, dabei gestorben. Danach hätte man den Beatle mit einem Double ersetzt. Demnach wäre der Mann, der in New York im Sommer 2009 Hundertzwanzigtausend Zuschauer von den Stühlen gerissen hat, auch nur ein Klon. Die Verschwörungstheorie hält sich bis heute, sie inspirierte einen Batman-Comic (Band 222, 1970), diverse Folgen der Simpsons oder den Film "Sleepless In Seattle" mit Tom Hanks. Er würde nichts unternehmen, um den Leuten den Spaß an "dieser Fantasie" zu nehmen, äußerte sich McCartney im Interview. Aber er sei noch sehr lebendig, so der heute 67jährige. (Quelle: Universal)

Dieses Album enthält kein Booklet

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