xAYb v8v dYAx Reza Askari & ROAR Quintet
Album info
Album-Release:
2026
HRA-Release:
24.07.2026
Label: Galileo Music Communication
Genre: Jazz
Subgenre: Contemporary Jazz
Artist: Reza Askari & ROAR Quintet
Album including Album cover
- 1 404 05:56
- 2 0 YxY 0 05:29
- 3 ADHS 07:19
- 4 Maining Part Three 09:24
- 5 H 21 Z 106 08:10
- 6 X A VwV A X 06:11
- 7 Maining Part Four 07:49
- 8 The Eye's Man 05:45
- 9 I OOO I 06:53
- 10 xAxDx 05:41
Info for xAYb v8v dYAx
Reza Askaris xAYb v8v dYAx wurzelt im Avantgarde-Jazz, bezieht seine Energie jedoch ebenso aus Metal und Punk. Deren Einfluss zeigt sich weniger an der Oberfläche als in der inneren Architektur der Musik: in ihrer körperlichen Wucht, ihren Brüchen und ihrer strukturellen Konsequenz. Da das Album vollständig akustisch besetzt ist und auf jede Form klanglicher Überwältigung verzichtet, erschließt sich diese Herkunft nicht unbedingt beim ersten Hören.
Reza sagt: „Man stelle sich ein improvisierendes Ensemble vor, das von der Logik des Extreme Metal heimgesucht wird: asymmetrische und symmetrische Zyklen, kollabierende Formen, obsessive Wiederholungen, abrupte Brüche und eine überwältigende körperliche Wucht, alles akustisch umgesetzt, ohne eine Verstärkerwand, hinter der man sich verstecken könnte. Die Musik speist sich gleichermaßen aus modernem kreativem Jazz, Reduktionismus, Noise, Kammermusik und der psychophysischen Wirkung von Bands wie Meshuggah, Car Bomb, The Melvins oder The Dillinger Escape Plan. Das Ergebnis ist kein Crossover, sondern die Transformation der architektonischen und emotionalen Sprache des Metal in einen hochdetaillierten improvisatorischen Kontext.“
Für die fünfte Veröffentlichung von ROAR kehren Rezas langjährige „Superhelden“ zurück: Stefan Karl Schmid an Klarinetten und Tenorsaxophon sowie Fabian Arends am Schlagzeug. Auch Christopher Dell ist für sein inzwischen drittes Album mit der Band wieder dabei und erweitert den Klangraum mit seinem Vibraphonspiel. Mit der großartigen Lina Allemano an der Trompete wächst die Formation erstmals zum Quintett heran.
Über die besondere Energie dieser Besetzung sagt Reza: „Für mich fühlt sich dieses Album weniger an wie die Präsentation ausgearbeiteter Kompositionen, sondern vielmehr wie die Dokumentation einer Gruppe meiner Lieblingsmusiker*innen, die gemeinsam an ihre Grenzen gehen. Genau diese Energie begeistert mich daran.“ Dies ist das erste Album, das Reza aufgenommen hat, seit er Vater und Professor geworden ist, zwei Rollen, die ihm nur wenig Zeit und geistigen Raum zum Komponieren lassen. Besonderen Dank richtet er an seine Frau und ihre Familie, die ihn unterstützt und ihm die Freiräume ermöglicht haben, die Arbeit an der Musik immer dann fortzusetzen, wenn es möglich war.
Die rebellischen Einflüsse der Vergangenheit verbinden sich hier mit seiner heutigen Lebensrealität. Passend dazu stammt das skizzenhafte Artwork des Albums vom größten kleinen Punk in Rezas Leben: seiner zweijährigen Tochter. „Sie bringt mir unglaublich viel über mich selbst bei: niemals wirklich erwachsen zu werden und unabhängig und frei zu bleiben. Das sind für mich einige der schönsten Aspekte dessen, was Punk ausmacht.“
Auf die Frage, wie er die Musik jemandem beschreiben würde, der sie noch nie gehört hat, antwortet Reza: „Es ist eine Form von kommunikativer Seltsamkeit, in der immer wieder Momente von Ordnung auftauchen und wieder zerfallen, geprägt von dynamischen Kontrasten und strukturellem Chaos.“ Vielleicht spiegelt sich dieses Chaos auch im kryptischen Albumtitel xAYb v8v dYAx sowie in den eigenwilligen, teilweise palindromischen Stücktiteln wider: „404“, „0 YxY 0“ oder „xAxDx“. Der einzige Weg, den Code zu entschlüsseln? Natürlich: indem man die Musik hört.
Stefan Karl Schmid, Saxophon, Klarinette
Reza Askari, Kontrabass
Fabian Arends, Schlagzeug
Sebastian Mueller, Gitarre, FX (Titel 11)
Aufgenommen im Juni 2014 im Loft Köln von Christian Heck und Hannes Plattmeier
Gemastert von Michael Fossenkemper im Turtle Tone Studio NYC
Reza Askari
wurde 1986 als Sohn eines aus dem Iran immigrierten Vater und einer deutschen Mutter in Fulda geboren und begann im Alter von fünf Jahren zunächst mit dem Klavierspiel. Mit elf Jahren entdeckte er die elektrische Bassgitarre für sich und begann seine musikalische Laufbahn früh in heimischen Punk- und Jazzbands.
Nach dem Abitur begann Askari 2006 sein Musikstudium mit Hauptfach E-Bass an der Hochschule für Musik und Tanz in Köln bei Marius Goldhammer und später auch am Kontrabass bei Dieter Manderscheid und Sebastian Gramss. Sein Studium in Köln schloss er 2012 mit Auszeichnung ab. Anschließend führte Askari seine Studien im Fach Master of Improvising Arts an der Folkwang Universität der Künste Essen bei Robert Landfermann fort und beendete diese 2014 ebenfalls mit „Summa cum laude“.
Von 2007 bis 2010 gehörte er dem Landesjugendjazzorchester Hessen an, von 2010 bis 2011 dem Bundesjazzorchester und der European Masterclass Big Band unter Leitung von John Ruocco.
Askari arbeitete auf Festiva- und Clubkonzerten mit Künstlern*innen wie Marc Ducret, Lee Konitz, Marc Ribot, Benny Golson, Hayden Chisholm, Jeff Hamilton, Barre Phillips, Mark Dresser, Peter Herbolzheimer, Mike Herting, Philipe Catherine, Ramesh Shotham, Frank Haunschild, Thomas Rückert, Frank Gratkowski, Heiner Wiberny, Gerd Dudek, John Hollenbeck, Jiggs Whigham, Gary Versace, Max Herre, Clueso, Sophie Hunger, Max Mutzke, Götz Alsmann, Wolf Biermann und Carolin Kebekus zusammen und bereiste Länder wie China, Japan, Südkorea, Vietnam, Indonesien, Indien, Türkei, Syrien, Jordanien, Libanon, USA, Kanada, Kolumbien, Panama und viele Länder Europas mit unterschiedlichen Formationen.
Mit seinem Ensemble „ROAR“, bestehend aus Stefan Karl Schmid, Fabian Arends und Askari legte er 2017 und 2020 zwei Alben im Trio, sowie 2022 und 2024 im Quartett mit dem Vibraphonisten Christopher Dell als Bandleader vor.
Seit Oktober 2023 ist Reza Askari Professor für Jazz-Bass an der Hochschule für Musik Würzburg.
This album contains no booklet.
