Cover Prokofiev: Symphony No. 7

Album Info

Album Veröffentlichung:
2026

HRA-Veröffentlichung:
17.04.2026

Label: LSO Live

Genre: Classical

Subgenre: Orchestral

Interpret: London Symphony Orchestra & Gianandrea Noseda

Komponist: Sergei Prokofiev (1891-1953)

Das Album enthält Albumcover Booklet (PDF)

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Formate & Preise

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FLAC 192 $ 12,80
  • Sergei Prokofiev (1891 - 1953): Symphony No. 7 in C-Sharp Minor, Op. 131:
  • 1 Prokofiev: Symphony No. 7 in C-Sharp Minor, Op. 131: I. Moderato 09:41
  • 2 Prokofiev: Symphony No. 7 in C-Sharp Minor, Op. 131: II. Allegretto 08:46
  • 3 Prokofiev: Symphony No. 7 in C-Sharp Minor, Op. 131: III. Andante espressivo 05:39
  • 4 Prokofiev: Symphony No. 7 in C-Sharp Minor, Op. 131: IV. Vivace 08:50
  • Total Runtime 32:56

Info zu Prokofiev: Symphony No. 7

Auf diesem neuen Album von LSO Live leitet der Erste Gastdirigent Gianandrea Noseda das London Symphony Orchestra in einer mitreißenden Aufführung von Prokofjews 7. Sinfonie. Die 1952 fertiggestellte 7. Sinfonie, die Prokofjew inmitten von Anfeindungen durch das sowjetische Regime und bei nachlassender Gesundheit komponierte, sollte sein letztes vollendetes Hauptwerk sein.

Prokofjews 7. Sinfonie, die im Auftrag der sowjetischen Kinderradioabteilung entstand und oft als „Kindersinfonie“ bezeichnet wird, ist eine nostalgische Reflexion über die Jugend. Doch trotz ihrer wehmütigen Melodien und kindlichen Unschuld liegt eine unterschwellige Traurigkeit darin. Mit durchgängigen melancholischen Anklängen und einem Ende, das an ein schlagendes Herz erinnert, mündet die Sinfonie in ein rätselhaftes Gefühl des Abschieds.

Prokofjews siebte und letzte Sinfonie entstand in einer Zeit der Unsicherheit, Verzweiflung und angeschlagenen Gesundheit des Komponisten. Die späten 1940er Jahre waren für russische Künstler eine bedrückende Zeit gewesen. Im Februar 1948 erließ das Zentralkomitee der Kommunistischen Partei ein Dekret, das Komponisten anprangerte, die einer als „formalistisch“ und volksfeindlich geltenden Strömung folgten. Ganz oben auf der Liste stand Prokofjew. (Dmitri Schostakowitsch wurde als Hauptschuldiger genannt.) Man warf ihnen vor, „antidemokratische Tendenzen … zu verbreiten, die dem sowjetischen Volk und seinem künstlerischen Geschmack fremd sind“. Ihre dissonante, chaotische Musik sei „erinnerte an die zeitgenössische modernistische, bürgerliche Musik Europas und Amerikas“. Prokofjew wurde praktisch auf die schwarze Liste gesetzt. Seine erste Frau, Lina, eine spanische Sängerin, wurde verhaftet und verbrachte acht Jahre in Arbeitslagern. Sein Einkommen schwand, und in den letzten fünf Jahren seines Lebens litt er unter gesundheitlichen Problemen.

Die Siebte Symphonie war Prokofjews letztes großes Werk. Vielleicht in der Hoffnung, dass es offiziell anerkannt würde, behauptete er, es werde „eine Symphonie für Kinder“ sein. Die Zeitung der Kommunistischen Partei, die „Prawda“, berichtete voller Begeisterung, das Werk sei in der Lage, „den ästhetischen Ansprüchen des künstlerischen Geschmacks des sowjetischen Volkes gerecht zu werden“. Wie bei vielen öffentlichen Äußerungen von Komponisten in Stalins Ära konnten Worte die Wahrheit verschleiern. Allerdings ist es auch wahr, dass Prokofjew bereits vor seiner Rückkehr nach Russland im Jahr 1936 bewusst nach einem melodischeren, weniger komplexen Musikstil suchte. Waren die klare Struktur und die zugänglichen Melodien der Siebten Symphonie ein Zeichen dafür, dass der stets anpassungsfähige Prokofjew sich sorgfältig an die Grenzen der offiziellen Kunstpolitik hielt, oder war es einfach das, was er schreiben wollte?

Der erste Satz beginnt mit einem dunklen, bewegenden Violinthema in den Streichern, das das Potenzial für Qualen birgt, doch bald wird es durch eine schnellere, fließende Begleitung aufgelockert. Dann folgt ein helleres Thema mit weitem Schwung. Dieses kehrt gegen Ende des Finales zurück, wird aber vorerst von einem knackigen, aber zarten Ballettthema unterbrochen, das von einer tickenden Begleitung mit klimpernder Celesta ergänzt wird. Der Großteil des Satzes basiert auf diesen drei Themen.

Der zweite Satz beginnt mit einem Hauch romantischer Wehmut, bevor er sich zu einem sanft schwingenden Walzer entfaltet, der eine ganze Bandbreite an Stimmungen durchläuft, darunter Nonchalance und Zurückhaltung, aber auch Festlichkeit. Es gibt ein paar gut gelaunte, raue Töne von Posaune und Tuba, bevor die Musik zu einem mitreißenden Finale schwebt.

Der zarteste und lyrischste Satz der Sinfonie ist der dritte, der damit beginnt, dass Streicher und Bläser sich abwechseln und die Sätze des jeweils anderen fortsetzen. Solobläsern – Fagott, dann Klarinette, dann Oboe – leiten einen Mittelteil ein, der zunächst ebenso lyrisch ist, doch eine rhythmischere Begleitung deutet einen Marsch an, der dann verschiedene Stimmungen annimmt.

Das Finale ist ein extrovertiertes Spektakel, dessen leuchtende Farbgebung und schnelle Schnitte an eine Begleitmusik für Stummfilme erinnern. Die weit ausholende Melodie aus dem ersten Satz taucht überraschend wieder auf. Das Ende ist sowohl durch kindlich klingendes Glockenspiel als auch durch den Eindruck geprägt, dass die Zeit einem sanften, aber unvermeidlichen Ende entgegenläuft.

London Symphony Orchestra
Gianandrea Noseda, Dirigent




Gianandrea Noseda
54, is widely recognized as one of the leading conductors of his generation. He was named the National Symphony Orchestra's seventh music director in January 2016, with a four-year term beginning in the fall of 2017 for the 2017–2018 season.

Noseda has served as Music Director of the Teatro Regio Torino since 2007, ushering in a transformative era for the company matched with international acclaim for its productions, tours, recordings, and film projects. His visionary leadership and ambitious global touring initiatives over the last decade have brought the opera house firmly into the realm of the leading international companies on the global stage, where it has become one of Italy's most important cultural ambassadors. Noseda took the Teatro Regio Torino on two major residencies recently: at the Edinburgh Festival in August 2017 which focused on Verdi with the Messa di Requiem and performances of two fully staged operas and at the Royal Opera House of Muscat, Oman with a production of Aida; the Edinburgh residency was among the longest by a visiting company in the Festival's history.

Noseda also serves as Principal Guest Conductor of the London Symphony Orchestra and the Israel Philharmonic Orchestra, Principal Conductor of the Orquestra de Cadaqués, and Artistic Director of the Stresa Festival in Italy.

In addition to eight weeks with the NSO, highlights of Noseda's 2017–2018 season include appearances with the Israel Philharmonic, New York Philharmonic, and Orchestre de Paris, and a tour of the Far East with the London Symphony Orchestra, in addition to concerts in London. In May 2018, he leads the Met Orchestra at Carnegie Hall for the first time.

Noseda is a frequent guest with the leading opera houses and orchestras in the world, including the Cleveland Orchestra, La Scala, Munich Philharmonic, New York Philharmonic, NHK Symphony, Orchestra dell'Accademia Nazionale di Santa Cecilia, Philadelphia Orchestra, Royal Opera House, Wiener Symphoniker and Zurich Opera. He made his debut with the Berlin Philharmonic in 2015 and at the Salzburg Festival in 2015 leading the Vienna Philharmonic with performances of Il Trovatore.

Noseda also continues to work with institutions where he previously held posts, including the BBC Philharmonic, which he led from 2002–2011; the Pittsburgh Symphony, where the Victor de Sabata Chair was created for him as principal guest conductor; and the Mariinsky Theatre, which appointed him its first-ever foreign principal guest conductor in 1997, a position he held for a decade. He was Principal Guest Conductor of the Rotterdam Philharmonic Orchestra from 1999-2002 and of the Orchestra Sinfonica Nazionale della RAI from 2003 to 2006.

Gianandrea Noseda has a cherished relationship with the Metropolitan Opera

The London Symphony Orchestra
resident at the Barbican Centre, is widely regarded as one of the world’s leading orchestras. The LSO works with an enviable family of artists, including Valery Gergiev, Michael Tilson Thomas and Daniel Harding, and has long-standing relationships with some of the leading musicians in the world. The orchestra enjoys residencies in New York, Paris and Tokyo, in addition to regular tours around the globe. The LSO is set apart from other international orchestras by the depth of its commitment to music education through LSO Discovery, reaching over 65,000 people each year and offering people of all ages opportunities to get involved in music-making. The orchestra is a world-leader in recording music for CD, film and events, and was the official orchestra of the London 2012 Olympic and Paralympic Games Ceremonies.



Booklet für Prokofiev: Symphony No. 7

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