Munich Radio Orchestra & Reinhard Goebel
Biography Munich Radio Orchestra & Reinhard Goebel
Eugene Nakamura
geboren 1985 in Windsor (Kanada), begann im Alter von vier Jahren mit dem Violinspiel und begeisterte fünf Jahre später bei seinem Solodebüt mit Orchester. Später erhielt er Privatunterricht bei Vladimir Landsman von der Université de Montréal. 2007 schloss er am Royal Northern College of Music in Manchester bei Wen Zhou Li den Bachelor of Music mit höchster Auszeichnung ab. 2009 begann er sein Studium an der Universität der Künste Berlin in der Klasse von Nora Chastain; 2012 absolvierte er dort sein Konzertexamen.
Als Solist war er mit bedeutenden Orchestern in ganz Kanada unterwegs: Er musizierte u.a. mit dem Orchestre symphonique de Montréal, dem Windsor Symphony Orchestra sowie der Kitchener-Waterloo Symphony. Eugene Nakamura ist Preisträger internationaler Wettbewerbe, wie etwa des OSM-Wettbewerbs 2001 in Montreal, des Concours Long-Thibaud-Crespin in Paris (Sonderpreis 2002) und des Fritz-Kreisler-Wettbewerbs in Wien (Finalist und Preisträger 2010). Er hat Stipendien von der Ontario Arts Council Foundation und dem Canada Council for the Arts erhalten.
Seit der Spielzeit 2016/2017 gehört Eugene Nakamura dem Münchner Rundfunkorchester an. Zunächst war er Stellvertretender Stimmführer der Zweiten Violinen, seit Beginn der Saison 2017/2018 ist er Stimmführer dieser Gruppe. Zuvor war er Mitglied der Orchesterakademie des Rundfunk-Sinfonieorchesters Berlin und dann an führender Position im Niedersächsischen Staatsorchester Hannover verpflichtet.
Stanko Madić
wurde 1984 in Belgrad geboren, wo er im Alter von 14 Jahren an der Musikakademie aufgenommen wurde und die Ausbildung 2002 als Jahrgangsbester abschloss. Im Anschluss begann er sein Magisterstudium in Novi Sad (wiederum bei Dejan Mihailović), das er mit nur 19 Jahren beendete. Von 2004 bis 2008 war er Assistent von Megumi Teshima an der Hochschule für Musik und Kunst in Novi Sad. Von 2010 bis 2012 folgte das Masterstudium bei Igor Malinovsky an der Hochschule für Musik Carl Maria von Weber in Dresden. Überdies nahm der Geiger an Meisterkursen u.a. bei Midori, Viktor Tretiakov und Leonid Peisahov teil.
Orchestererfahrung sammelte Stanko Madić zunächst bei den Belgrader Philharmonikern sowie von 2008 bis 2011 fest angestellt in der Staatskapelle Dresden. Seit 2012 ist er zudem Erster Konzertmeister im No Borders Orchestra. Dieselbe Funktion hatte er auch in der Jungen Deutschen Philharmonie und in der Jungen Israelischen Philharmonie inne. Ab 2011 fungierte er als Erster Konzertmeister der Staatsphilharmonie Nürnberg. Seit 1. September 2018 hat er diese Position im Münchner Rundfunkorchester. Weiterhin gehört Stanko Madić als Stellvertretender Konzertmeister dem Bayreuther Festspielorchester an.
Stanko Madić erhielt zahlreiche Auszeichnungen, darunter drei Preise beim Internationalen Violinwettbewerb Rodolfo Lipizer in Gorizia (Italien), mehrere Preise bei den Jeunesses musicales in Belgrad, der 2. Preis und als Sonderpreis ein Soloauftritt mit den Bremer Philharmonikern beim Wettbewerb „Violine in Dresden“ sowie der 2. Preis beim Wettbewerb Valsesia Musica in Varallo (Italien).
Als Solist absolvierte Stanko Madić Auftritte u.a. mit den Belgrader Philharmonikern, dem Slowakischen Kammerorchester, dem Johannesburg Philharmonic Orchestra, dem Orchestre national de Lorraine, der Staatskapelle Dresden, der Staatsphilharmonie Nürnberg, den Bremer Philharmonikern und dem Münchner Rundfunkorchester. Außerdem arbeitete er als Solist und Kammermusiker mit Künstlerpersönlichkeiten wie Zubin Mehta, Michael Sanderling, Philippe Jordan, Dmitry Sitkovetsky, Marcus Bosch und Bohdan Warchal zusammen. Der Geiger ist Mitglied im Ensemble Il terzo suono für Alte Musik. Seit 2020 musiziert er im Klaviertrio Bavaria gemeinsam mit Diana Al-Hassani (Klavier) und Emanuel Graf (Violoncello).
Reinhard Goebel
ist eine lebende Legende der Alten Musik und ein mitreißend lebendiger Dirigent moderner Orchester und Kammerorchester. Seit er als Jugendlicher seine Liebe zur Barockgeige entdeckte, hat er nie aufgehört, Fragen von Bogenstrich, Fingersatz und Artikulation bis zur letzten Note akribisch zu lösen – sei es mit altem oder „modernem“ Instrumentarium. Reinhard Goebel ist ein Fanatiker des durchstrukturierten Streicher-, Ensemble- und Orchesterklangs. Seit er vor einem halben Jahrhundert sein Ensemble „Musica Antiqua Köln“ gründete, hat er dadurch Gewohnheiten der Aufführungspraxis immer wieder in Frage gestellt und neue Standards gesetzt, was Brillanz, Esprit und Eloquenz der Musik betrifft. In den letzten beiden Jahrzehnten hat er diesen Ansatz auch auf dem Dirigentenpult moderner Orchester übertragen.
33 Jahre lang war „Musica Antiqua Köln“ sein Medium, das virtuoseste und einflussreichste Barockensemble, das jemals in Deutschland gegründet wurde. Die Zahl seiner klassischen Aufnahmen ist Legion. Zu ihrer Zeit waren sie bahnbrechend für einen neuen Höchststandard der historischen Aufführungspraxis, der nie übertroffen wurde: gnadenlos zusammen, sauber, laut und präsent, mit dem adäquaten Zugriff für jeden Komponisten von Biber bis Bach, durchgestaltet in jeder Note vom Continuo bis zur ersten Geige und dabei so voller Elan, dass einem die Aufführungen nicht weniger mitrissen als die CDs. Goebel gelang das Wunder, im Konzertsaal ebenso präsent und brillant zu klingen wie auf Tonträger – eine absolute Ausnahme unter den großen Namen der Alten Musik. Wer die „Musica Antiqua“ in ihrer besten Zeit gehört hat, wird den „Eclat triomphal“ des Klangs und den „Elan terrible“ der Tempi nie mehr vergessen können.
Schon kammermusikalisch rüttelte der Barockgeiger Reinhard Goebel die genügsame Welt der Achtziger Jahre gehörig wach: durch seinen leuchtenden Ton und den fantastisch vielfältigen Bogenstrich im „Musicalischen Opfer“ und den Geigen-Cembalo-Sonaten von Bach, bei Telemann und Couperin, aber auch bei Buffardin und Corrette. Die Nebengleise zu erkunden, die oft genug die Hauptbahnstrecken der Musikgeschichte waren, hat Goebel stets ein intellektuelles Vergnügen ohne Grenzen bereitet. Diese Lust wurde für das Publikum umso ansteckender, je mehr „Musica Antiqua“ zum Barockorchester mutierte: zuerst mit der „Hamburger Ebb‘ und Flut“ von Telemann samt einer französischen Ouvertüre ohne jede Überpunktierung; dann mit Bachs Orchestersuiten und den unfassbaren „Brandenburgischen Konzerten“; schließlich mit der unübertrefflichen „Tafelmusik“ von Telemann, den „Dresdner Concerti“ von Heinichen und viel italienischer Musik zwischen Valentini und Veracini. Große Sängerinnen wie Anne Sofie von Otter, Magdalena Kozena oder Christine Schäfer lösten die Barockstimmen früherer Aufnahmen ab, um mit Goebel Monteverdi und Vivaldi, Bach und Händel aufzuführen.
Schon in diesen Aufnahmen zeichnete sich ein Wandel zum mehr „traditionellen Klang“ ab. Im neuen Millennium steuerte Reinhard Goebel zwangsläufig auf ein neues Medium zu: auf das „moderne“ Kammer- und Sinfonieorchester. Was er in der Alten Musik, auf Darmsaiten und Traversflöten nicht mehr sagen konnte, weil er schon alles gesagt hatte, entfaltete er nun mit der gleichen Akribie und Kompromisslosigkeit im „großen“ Klang der Orchester. Die Tugenden der Alten Musik auf „moderne“ Streicher zu übertragen, wurde für den leidenschaftlichen Geiger zur neuen Berufung. Am Pult diverser Radiosinfonieorchester in Deutschland erweckte er Mannheimer Musik von Cannabich und Johann Christian Bach zu neuem, blühendem Leben. Danach mischte er die Wiener Klassik von Salieri bis Mozart auf und wies auf die vergessenen Italiener und Franzosen im Schatten Mozarts hin. Sofort wurde deutlich, dass er auch zu den bekanntesten Mozartwerken unerhört Neues zu sagen hat: zu den Violinkonzerten und zur „Idomeneo“-Chaconne, zur „Kleinen Nachtmusik“ und zur großen „Finalmusik“. Die Zahl der Orchester, die ihm auf diesen Entdeckungsreisen folgten, ist beständig gestiegen: Bayerische Kammerphilharmonie und Mozarteum Orchester, Karajan Akademie der Berliner Philharmoniker und hr Symphonieorchester. Auch im Ausland, in Frankreich und den Niederlanden, der Schweiz und Italien, hat Goebel mit seiner Wiener Klassik ohne Scheuklappen für Furore gesorgt. Dieser Weg gipfelte zum Beethovenjahr 2020 in seinem großen Zyklus mit Beethovens Zeitgenossen wie Romberg, Hummel, Voříšek, Salieri u.v.a. Daneben ist er auch der Barockmusik treu geblieben, verwandelt im Medium moderner Kammerorchester wie etwa der Berliner Barocksolisten. Auch wenn Reinhard Goebel mit modernen Orchestern Bachs Matthäuspassion dirigiert, bleibt er, was er immer gewesen ist: ein Forscher auf der Suche nach dem wahren Geist und Klang von Biber über Bach bis Beethoven.
Im Erkunden dieses Klangideals ist sich Reinhard Goebel stets treu geblieben. Dazu passt, dass er von 2010 bis 2025 an der Musikhochschule Mozarteum in Salzburg den Lehrstuhl für historische Aufführungspraxis bekleidet hat – beileibe nicht nur für Spezialisten auf Barockgeigen. Zum Dirigenten Reinhard Goebel wie zum Professor gehören Leidenschaft und kritischer Geist ebenso dazu wie unerbittliche Genauigkeit und die Abscheu vor verstaubten Konventionen, die sich nicht aus der Musik und der Stillehre der Zeit begründen lassen. Ein Intellektueller mit Feuer und Schwert in Gestalt von Geigenbogen und Partitur.
Seit 2021 ist Reinhard Goebel künstlerischer Leiter des aus Gewandhaus-Musikern bestehenden Neuen Bachischen Collegiums Leipzig.
In der Saison 2025/26 ist Reinhard Goebel mit drei Konzerten im Gewandhaus Leipzig mit dem Neuen Bachischen Collegium Musicum zu erleben; zudem kehrt er mit einem Mozartprogramm zurück zum Konzerthausorchester Berlin und zur Kammerphilharmonie Bremen. Er ist Gast beim Grafenegg Festival (Tonkünstler Orchester Niederösterreich) und dirigiert das WDR-Sinfonieorchester in Köln und beim Mozartfest Würzburg. Weitere Engagements führen ihn nach Turin und Teneriffa. Darüber hinaus ist Reinhard Goebel in dieser Saison Vorsitzender der Jury des Bach-Wettbewerbs in Leipzig.
Eugene Nakamura
born in 1985 in Windsor, Canada, he began playing the violin at the age of four and made his orchestral solo debut five years later. He later received private instruction from Vladimir Landsman at the Université de Montréal. In 2007, he graduated with highest honors from the Royal Northern College of Music in Manchester, where he studied with Wen Zhou Li. In 2009, he began his studies at the Berlin University of the Arts in the class of Nora Chastain; he completed his concert exam there in 2012.
As a soloist, he has performed with leading orchestras throughout Canada, including the Montreal Symphony Orchestra, the Windsor Symphony Orchestra, and the Kitchener-Waterloo Symphony Orchestra. Eugene Nakamura is a prizewinner of international competitions, including the OSM Competition 2001 in Montreal, the Concours Long-Thibaud-Crespin in Paris (Special Prize 2002), and the Fritz Kreisler Competition in Vienna (finalist and prizewinner 2010). He has received scholarships from the Ontario Arts Council Foundation and the Canada Council for the Arts.
Since the 2016/2017 season, Eugene Nakamura has been a member of the Munich Radio Orchestra. Initially, he was Assistant Principal Second Violin, and since the beginning of the 2017/2018 season, he has been Principal Second Violin. Previously, he was a member of the Orchestra Academy of the Berlin Radio Symphony Orchestra and then held a leading position in the Lower Saxony State Orchestra in Hanover.
Stanko Madić
was born in Belgrade in 1984, where he was accepted into the Music Academy at the age of 14 and graduated at the top of his class in 2002. He then began his master's studies in Novi Sad (again with Dejan Mihailović), which he completed at the age of 19. From 2004 to 2008, he was an assistant to Megumi Teshima at the Novi Sad Academy of Music and Arts. From 2010 to 2012, he pursued a master's degree with Igor Malinovsky at the Carl Maria von Weber University of Music in Dresden. The violinist has also participated in masterclasses with, among others, Midori, Viktor Tretiakov, and Leonid Peisahov.
Stanko Madić first gained orchestral experience with the Belgrade Philharmonic Orchestra and, from 2008 to 2011, as a permanent member of the Staatskapelle Dresden. Since 2012, he has also been First Concertmaster of the No Borders Orchestra. He held the same position with the Young German Philharmonic and the Young Israeli Philharmonic. From 2011, he served as First Concertmaster of the Nuremberg State Philharmonic. Since September 1, 2018, he has held this position with the Munich Radio Orchestra. Stanko Madić is also a member of the Bayreuth Festival Orchestra as Assistant Concertmaster.
Stanko Madić has received numerous awards, including three prizes at the Rodolfo Lipizer International Violin Competition in Gorizia, Italy; several prizes at the Jeunesses Musicales Competition in Belgrade; second prize and a special prize—a solo performance with the Bremen Philharmonic—at the "Violin in Dresden" competition; and second prize at the Valsesia Musica Competition in Varallo, Italy.
As a soloist, Stanko Madić has performed with orchestras including the Belgrade Philharmonic, the Slovak Chamber Orchestra, the Johannesburg Philharmonic Orchestra, the Orchestre national de Lorraine, the Staatskapelle Dresden, the Nuremberg State Philharmonic, the Bremen Philharmonic, and the Munich Radio Orchestra. He has also collaborated as a soloist and chamber musician with renowned artists such as Zubin Mehta, Michael Sanderling, Philippe Jordan, Dmitry Sitkovetsky, Marcus Bosch, and Bohdan Warchal. The violinist is a member of the early music ensemble Il terzo suono. Since 2020, he has performed in the Bavaria Piano Trio with Diana Al-Hassani (piano) and Emanuel Graf (cello).
Reinhard Goebel
is a living legend of early music and a captivatingly vibrant conductor of modern orchestras and chamber orchestras. Since discovering his love for the Baroque violin as a teenager, he has never ceased to meticulously resolve questions of bowing, fingering, and articulation down to the very last note—whether with period or "modern" instruments. Reinhard Goebel is a fanatic for highly structured string, ensemble, and orchestral sound. Since founding his ensemble "Musica Antiqua Köln" half a century ago, he has continually challenged established performance practices and set new standards in terms of musical brilliance, spirit, and eloquence. For the past two decades, he has also applied this approach to conducting modern orchestras.
Reinhard Goebel is a fanatic of highly structured string, ensemble, and orchestral sound.
For 33 years, Musica Antiqua Köln was his medium, the most virtuosic and influential Baroque ensemble ever founded in Germany. The number of its classical recordings is legion. In their time, they were groundbreaking, setting a new standard for historically informed performance practice that has never been surpassed: relentlessly tight, clean, powerful, and present, with the appropriate approach for every composer from Biber to Bach, meticulously crafted in every note from the continuo to the first violin, and so full of verve that the live performances were no less captivating than the CDs. Goebel achieved the remarkable feat of sounding as present and brilliant in the concert hall as on recordings – an absolute exception among the great names of early music. Anyone who heard Musica Antiqua at its best will never forget the triumphant éclat of the sound and the exhilarating tempos.
Goebel achieved the miracle of sounding just as present and brilliant in the concert hall as on recordings – an absolute exception among the great names of early music. Anyone who heard Musica Antiqua at its peak will never forget the triumphant éclat of the sound and the exhilarating élan of the tempi.
These recordings are a testament to Goebel's enduring power.
Even in his chamber music roles, the Baroque violinist Reinhard Goebel thoroughly shook up the complacent world of the 1980s: through his luminous tone and fantastically varied bowing in the "Musical Offering" and the violin-harpsichord sonatas by Bach, Telemann, and Couperin, but also by Buffardin and Corrette. Exploring the side tracks, which were often enough the main lines of music history, has always given Goebel boundless intellectual pleasure. This enthusiasm became all the more infectious for the audience the more "Musica Antiqua" transformed into a Baroque orchestra: first with Telemann's "Hamburg Ebb and Flow" including a French overture without any punctuation; then with Bach's orchestral suites and the incredible "Brandenburg Concertos"; Finally, with Telemann's unsurpassed "Tafelmusik," Heinichen's "Dresden Concerti," and a wealth of Italian music ranging from Valentini to Veracini. Great singers like Anne Sofie von Otter, Magdalena Kožená, and Christine Schäfer replaced the Baroque voices of earlier recordings, joining Goebel to perform Monteverdi and Vivaldi, Bach and Handel.
Even in these early recordings, a shift toward a more "traditional sound" was already evident. In the new millennium, Reinhard Goebel inevitably moved toward a new medium: the "modern" chamber and symphony orchestra. What he could no longer express in early music, on gut strings and transverse flutes, because he had already said it all, he now unfolded with the same meticulousness and uncompromising dedication in the "grand" sound of the orchestra. Translating the virtues of early music to "modern" strings became a new calling for the passionate violinist. At the helm of various radio symphony orchestras in Germany, he breathed new, vibrant life into the Mannheim music of Cannabich and Johann Christian Bach. He then revitalized Viennese Classicism, from Salieri to Mozart, drawing attention to the forgotten Italian and French composers overshadowed by Mozart. It immediately became clear that he also had something entirely new to say about Mozart's most famous works: the violin concertos and the "Idomeneo" Chaconne, "Eine kleine Nachtmusik" and the great "Finalemusik." The number of orchestras that followed him on these voyages of discovery has steadily increased: the Bavarian Chamber Philharmonic and the Mozarteum Orchestra, the Karajan Academy of the Berlin Philharmonic, and the hr Symphony Orchestra. Goebel's unbiased approach to Viennese Classicism has also caused a sensation abroad, in France and the Netherlands, Switzerland and Italy. This path culminated in his major cycle of works by Beethoven's contemporaries, such as Romberg, Hummel, Voříšek, Salieri, and many others, for the Beethoven Year 2020. Alongside this, he has remained true to Baroque music, transforming it through the medium of modern chamber orchestras, such as the Berlin Baroque Soloists. Even when Reinhard Goebel conducts Bach's St. Matthew Passion with modern orchestras, he remains what he has always been: a researcher in search of the true spirit and sound of everything from Biber to Bach to Beethoven.
Reinhard Goebel has always remained true to himself in his exploration of this sonic ideal. It is fitting, then, that from 2010 onwards...
