Asya Fateyeva, Eckart Runge, Andreas Borregaard


Biographie Asya Fateyeva, Eckart Runge, Andreas Borregaard


Asya Fateyeva
rückt das Saxophon neu in den Fokus des Musiklebens: mit innovativen Programmen und großem Können. Klassisch ausgebildet und vielfach ausgezeichnet, liebt es Asya Fateyeva, musikalisch verschiedenste Stile und Epochen zu erkunden.

Asya Fateyeva, geboren auf der Krim, widmet sich einem breiten Repertoire. Dazu gehören neben Originalwerken für ihr Instrument auch Werke aus dem Barock, der Klassik und der Romantik. Parallel erweitert sie ihr Repertoire und das Netzwerk jener Musikerinnen und Musiker, mit de-nen sie arbeitet, auftritt und an neuen Programmen tüftelt. Neben den klassischen Konzerten mit Orchester und Solo-Recitals probiert sie vor allem kammermusikalisch alles aus, was sie interessiert. Ob ein frühbarockes Programm oder Bachs Goldberg-Variationen, arrangiert für Violoncello, Akkordeon und Saxophon, ob Musik der 1920er-Jahre von Erwin Schulhoff und Zeitgenossen oder eine Begegnung von Orgel und Saxophon – alles ist möglich. Auch Projekte mit Jazz und Weltmusik. Asya Fateyeva versteht sich als multikulturell empfindende und arbeitende Musikerin. Ihr Spiel vereint diverse Einflüsse.

Die klassisch ausgebildete Saxophonistin gehört zu den herausragenden Vertretern ihres Fachs und ist vielfach preisgekrönt. Als erste Frau erreichte sie etwa 2014 das Finale des namhaften Internationalen Adolphe-Sax-Wettbewerbs in Belgien und erspielte sich den 3. Platz.


Asya Fateyeva tritt mit zahlreichen Orchestern auf. So etwa unter der Leitung von Robin Ticciati mit dem Deutschen-Symphonieorchester Berlin, Dirk Kaftan mit dem SWR Symphonieorchester, Michael Sanderling, Kristjan Jarvi mit MDR, John Axelrod, Sébastien Rouland, Christoph Mattias Müller mit den Göttinger Symphonikern, Vladimir Fedoseyev mit den Wiener Symphonikern im Musikverein Wien. Mehrfach musizierte sie mit den Moskauer Virtuosen unter der Leitung von Vladimir Spivakov. Sie gastierte außerdem bei dem MDR-Sinfonieorchester, dem Tschaikowski Rundfunksymphonieorchester und bei den Bochumer Symphonikern, bei der Dresdner Philharmonie sowie dem Sinfonieorchester in Wuhan. Hinzukommen Auftritte mit Orchestern aus Bonn, Frankfurt/Oder und Kassel.

Großen Anklang fanden ihre Konzerte bei Festivals in Luzern, Colmar, Moskau, Köln und Sankt Petersburg sowie bei den Festspielen Mecklenburg-Vorpommern und den Musikfestspielen Dresden, bei dem Schleswig-Holstein Musikfestival, bei dem MDR Musiksommer und dem Musikfest „Spannungen“ in Heimbach.


Mit insgesamt 17 Konzerten und Veranstaltungen – darunter sinfonische Werke, Kammermusik, Alte und Neue Musik sowie ein Workshop – ist Asya Fateyeva Portraitkünstlerin beim Schleswig-Holstein Musik Festival 2024.

Nach zwei Jahren als Jungstudentin bei Professor Daniel Gauthier an der Hochschule für Musik in Köln begann Asya Fateyeva mit 17 Jahren ihr reguläres Studium dort. Studienaufenthalte in Frankreich unter anderem bei Claude Delangle in Paris und Jean-Denis Michat in Lyon gaben wichtige Impulse. Außerdem der Aufbau-Studiengang Kammermusik an der Hochschule für Musik und Theater in Hamburg. Aktuell unterrichtet die Wahl-Hamburgerin klassisches Saxophon an der Hochschule für Musik und Theater Hamburg und der Musikhochschule in Lübeck.

Eckart Runge
hat sich als Cellist, Hochschullehrer, Kurator und Musikvermittler als einer der vielseitigsten Musiker seiner Generation etabliert.

Einem internationalen Publikum wurde er bekannt als Gründer des Artemis Quartetts, mit dem er dreißig Jahre weltweit konzertierte. Er prägte den charakteristischen Klang des Ensembles und andererseits prägte die Auseinandersetzung mit der großen Quartettliteratur künstlerisch wie menschlich auch ihn als Künstler. Die Alben seines Ensembles wurden mehrfach mit dem Diapason d’Or, dem Grammophone Award und viermal mit dem ECH0-Klassik ausgezeichnet. Die Beethoven Gesamteinspielung von 2011 wurde von ‚Die Zeit‘ zum Beethovenjahr als eine der vier Bedeutendsten geehrt.

2019 entschloss sich Eckart Runge, eigene künstlerische Wege zu gehen und sich seinen solistischen Projekten zu widmen, sowie seinem Duo Runge&Ammon, mit dem er seit 25 Jahren in Konzertserien, Festivals und Clubs gastiert. Seiner großen Leidenschaft, den Grenzgängen zwischen klassischer Musik und Jazz, Tango, Rock- und Filmmusik hat das Duo mehrere Einspielungen gewidmet. Exklusiv für das Label EDEL Berlin Classics erschienen 2021/22 die Alben ‚Baroque in Blue‘ und ‚Beethoven: Revolutionary Icons‘.

2020 erschien sein Debutalbum mit Orchester beim Label Capriccio. Die Ersteinspielung des jazzigen Cellokonzerts op. 85 von Nikolai Kapustin sowie des 1. Cellokonzerts von Alfred Schnittke wurde mit dem Preis der Deutschen Schallplattenkritik ausgezeichnet.

Eckart Runge ist der philharmonischen Gesellschaft Bermen und bei BASF Ludwigshafen Artist in Residence. Dort hat er 2022 mit der Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz unter Clemens Schuldt das 1. Cellokonzert von Nikolai Kapustin uraufgeführt. Weitere Engagements führen ihn in nächster Zeit u.a. zum Wiener Konzerthaus, dem Gewandhaus Leipzig, der Elbphilharmonie Hamburg, zum Beethobenhaus Bonn und dem IUC Rom.

In Heidelberg geboren, studierte Runge bei Edmond Baert in Brüssel und David Geringas in Lübeck, sowie beim Alban Berg Quartett in Wien. Weitere künstlerische Anregungen erhielt er von Walter Levin, Boris Pergamenschikow, Alfred Brendel und György Kurtag. Preise u.a. beim Premio-Stradivari Cremona, dem Concours International de Genève und dem ARD-Quartettwettbewerb München legten den Grundstein für seine vielseitige Konzerttätigkeit.

An der Universität der Künste Berlin, der Chapelle de la Reine Elisabeth in Brüssel, der Academia Stauffer in Cremona, sowie auf zahlreichen Meisterkursen gab er seine Erfahrungen an Studenten aus aller Welt weiter. Seit 2023 ist er Professor an der Robert Schumann Hochschule in Düsseldorf.

Sein künstlerisches Selbstverständnis sieht Eckart Runge auch im gesellschaftlichen Engagement und unterstützt durch regelmäßige Benefizkonzerte und Einsatz vor Ort u.a. Organisationen wie Jeunesses Musicales Deutschland, Yehudi Menuhins Life Music Now sowie Mit-Mach-Musik, ein Integrationsprojekt für Flüchtlingskinder.

Eckart Runge spielt ein klangschönes Cello von Matteo Goffriller von 1710, eine private Leihgabe eines anonymen Mäzens.

Andreas Borregaard
Geboren in Allerød, Dänemark. Im Rahmen einer umfangreichen Karriere als Solist und Kammermusiker vermittelt Andreas Borregaard einem breiten Publikum die faszinierenden Qualitäten und die Ausdrucksvielfalt des Akkordeons. Durch die Zusammenarbeit mit Komponisten aus ganz Europa nimmt er aktiv Einfluss auf die Entwicklung der Spielweise und des Repertoires dieses jungen Instruments – und erweitert dabei die Grenzen der künstlerischen Präsenz auf der Bühne.

In den vergangenen Jahren hat er eine beträchtliche Anzahl performativer Werke entwickelt und uraufgeführt (von Komponisten wie Jennifer Walshe, Simon Steen-Andersen, Philip Venables, Maja S. K. Ratkje, Laura Bowler und anderen) – teilweise im Zusammenhang mit seinem Promotionsprojekt im Bereich der künstlerischen Forschung „Just Do It! – exploring the musician’s use of bodily performance“ (Norwegische Musikakademie Oslo, 2018–23).

Andreas Borregaard ist Professor für Akkordeon an der Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover. Im Jahr 2025 wird er bereits zum zweiten Mal als Dozent bei den Darmstädter Ferienkursen tätig sein.



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