Album Info

Album Veröffentlichung:
2021

HRA-Veröffentlichung:
29.10.2021

Label: ACT Music

Genre: Jazz

Subgenre: Modern Jazz

Interpret: Adam Bałdych

Das Album enthält Albumcover Booklet (PDF)

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Formate & Preise

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FLAC 96 $ 13,50
  • 1Heart Beats03:56
  • 2I Remember06:09
  • 3Stars05:14
  • 4Teodor06:03
  • 5Poetry03:52
  • 6Hyperballad05:19
  • 7Wish04:52
  • 8Psalmody05:44
  • 9Birds03:38
  • 10Grace01:21
  • 11Open Sky06:47
  • Total Runtime52:55

Info zu Poetry

Der polnische Geiger Adam Bałdych ist ein einmaliger Virtuose seines Instruments im Jazz. Seine Virtuosität stellt er jedoch ganz und gar in den Dienst der Musik – mit kultiviertem Ton, einem starken Gefühl für Klang und Raum und einem Talent für eindringliche Melodien. Alles Eigenschaften, die ihn mit dem sardischen Trompeter Paolo Fresu verbinden, einem der erfolgreichsten Jazzmusiker Italiens, der auf „Poetry“ zu Bałdychs musikalischem Gesprächspartner in lyrischen musikalischen Konversationen wird.

Der polnische Geiger Adam Bałdych gehört nicht nur zu den einzigartigen Virtuosen, sondern auch zu den großen Poeten des aktuellen Jazz. Dass seine Musik eine besonders lyrische Ader hat, gespeist aus der klassisch-romantischen Tradition seines Instruments, aus den typischen Melismen der polnischen Volksmusik, aber auch durch die „Blue Notes“ des Jazz, darauf verweisen fast alle Laudatoren des schon vielfach Ausgezeichneten, ob beim ECHO Jazz, beim Grand Prix Jazz Melomani und dem „Frederyk“ – den wichtigsten polnischen Jazzpreisen -, bei der Ehrung mit dem Goldenen Verdienstkreuz der Republik Polen oder kürzlich beim BMW Welt Jazz Award. Es sind tatsächlich eher Gedichte denn Geschichten, die Bałdych mit allen ihm zur Verfügung stehenden Mitteln kreiert, vom Pizziccato und Battuto über butterweichen Bogenstrich bis zu Verfremdungen und Loops.

Es brauchte freilich erst noch einen Freund, der, nachdem Bałdych ihm einige seiner neuesten Kompositionen angespielt hatte, sagte: „Junge, du bist wirklich ein Poet auf der Geige“, bis der naheliegende Titel für sein neues Album gefunden war: „Poetry“. Weil Bałdych es seit jeher liebt, passende Partner in seine Projekte einzubinden - zunächst vor allem Pianisten wie Iiro Rantala, Yaron Herman und Helge Lien, zuletzt den Cellistenen Vincent Courtois – begab er sich auf die Suche nach einem Gast, der zur Beschreibung musikalischer Dichtung passt. Und kam auf jemanden, den man nach kurzem Nachdenken nicht nur als ebenfalls naheliegend, sondern geradezu als Traumbesetzung ansehen darf: den italienischen Trompeter Paolo Fresu, einem Meister des mediterran leuchtenden Jazz voller poetischer Kraft.

„Ich hatte Paolo schon vor einiger Zeit kennengelernt, als ich auf seinem Festival auf Sardinien spielte,“ erzählt Bałdych. „Schon im Gespräch erkannte ich damals eine Art Seelenverwandtschaft, und nach allem, was ich von ihm gehört hatte, konnte ich mir jetzt gut vorstellen, dass sein Sound perfekt passen und mein Album ideal erweitern könnte. Ich lud ihn ein und schickte ihm Material aus den Proben. Er antwortete sofort mit Demoaufzeichnungen, aus denen ich sehen konnte, dass er mühelos Raum gefunden hatte, sich auszudrücken. Bei den Aufnahmen spürte ich dann diese besondere Verbindung, noch bevor wir einen Ton gespielt hatten. Es war eine fantastische Zusammenarbeit.“

Wobei es sicher hilfreich war, dass Baldych den Bogen auf „Poetry“ diesmal weiter spannt als vielleicht je zuvor. So unverkennbar sein Geigenton und die hymnischen Qualitäten seiner Kompositionen sind, so vielfältig sind doch die Formen, Farben und stilistischen Einflüsse. Weit weniger „klassisch“ als noch auf „Sacrum Profanum“, als er heilige Musik vieler Jahrhunderte elegisch auflud. Vielfältiger auch deshalb, weil er sein polnisches Quartett – in dem vor allem Schlagzeuger Dawid Fortuna nun viel kräftiger und jazziger zu Werke geht - noch um den Saxofonisten Marek Konarski erweitert hat.

Schon die Titel der Stücke zeugen vom weiten Horizont. „Stars“, „Wish“, „Birds“, „Grace“ oder „Open Sky“ – große Themen und klare Begriffe sind es, die Baldych hier aus dem Spielen heraus imaginiert. Schon beim Opener „Heart Beats“, wenn kontinuierliche Doppelschläge an den Herzschlag denken lassen, der dann melodisch quasi vom Fluss des Bluts umspielt wird. Bei der Inkarnation des Heiter-Spielerischen, wie sie bei der Hommage an seinen Sohn „Teodor“ erklingt. Oder beim dramatisch rhythmisierten, aber gleichmäßig rollenden „Psalmody“, das tatsächlich die alten gregorianischen Gesänge in sich trägt. Auch bei dem von einer einfachen, aber kraftvollen „Hookline“ getragenen „Hyperballad“ von Björk, dem einzigen nicht selbst komponierten Stück des Albums.

Dass „Poetry“ so außergewöhnlich harmonisch und intim klingt, und dass Paolo Fresu wie ein langjähriges Bandmitglied wirkt, hängt auch mit der Aufnahme zusammen. „Wir sind alle zusammen ins Monochrom Studio im schlesischen Gniewoszów gefahren, ganz abgeschieden zu Füßen der Berge. Mir war wichtig, dass wir uns gerade in Corona-Zeiten frei bewegen konnten, dass wir diese Brüderschaft im Studio leben, uns ohne äußere Einflüsse gegenseitig inspirieren und neues entwickeln konnten. Musikalisch hatte ich alles sehr genau vorbereitet, umso besser konnten wir dann in den Fluss kommen.“ Das hört man, und so ist es alles andere als flapsig, wenn man feststellt: Dieses Album ist ein Gedicht.

Adam Bałdych, Violine, Renaissance Violine
Paolo Fresu, Trompete, Flügelhorn
Marek Konarski, Tenorsaxophon
Krzysztof Dys, Klavier
Michał Barański, Kontrabass
Dawid Fortuna, Schlagzeug




Adam Bałdych
At the age of 16, Adam started performing internationally (Germany, Poland, Serbia, Hungary, Indonesia, Spain, France, USA). First called "a child prodigy" evolved to being named one of the most interesting jazz violinists in Europe.

Bałdych: „has, without doubt, the greatest technique of any jazz violinist alive today”, but except his virtuosity, he is also appreciated for his original sound and compositions. Adam Bałdych consciously refers in his music to Polish tradition and blurs the differences between classical and jazz music.

Adam Bałdych recorded his first album for the prestigious label ACT MUSIC in 2012. Album "Imaginary Room" was produced by Siggi Loch and Nils Landgren and recorded with the leading European jazz Artists (Lars Danielsson, Jacob Karlzon, Verneri Pohjola, Marius Neset and Morten Lund). His second album for ACT “The New Tradition” was recorded together with Israeli pianist Yaron Herman and released on 30th of May 2014. Recently ACT released “Jazz at Berin Philharmonic IV - Accordion Night” which is a recording from the concert within the Jazz at Berlin Philharmonic series. 28th of August 2015 his third album for ACT was released – Adam Bałdych & Helge Lien Trio „Bridges”. “Brothers” – Bałdych’s fourth album for ACT recorded also with Helge Lien Trio and Tore Brunborg, will be released 25th of August 2017.

Adam is the winner of ECHO Jazz 2013 – the most important German music award bestowed on artists by the German music industry (he also got ECHO Jazz nomination in 2016); Grand Prix Jazz Melomani 2011 in the Jazz Hope category and Grand Prix Jazz Melomani 2012 as Artist of the Year. Adam was also nominated for the FRYDERYK Prize in 2013, 2015 and 2016 as an Artist of The Year in Jazz. Adam Bałdych received for the album “The New Tradition”, the award for Best Jazz Album 2014. This award is granted every year within the Gala Grand Prix Jazz Melomani by TVP Programme 2 and Jazz Melomani Society. In June 2016 Adam Bałdych was awarded with GOLD CROSS OF MERIT by President of Poland and MEDAL OF MERIT for his cultural achievements and successes.Among the musicians Adam Bałdych has worked with, there are not only extremely appreciated jazz musicians: Jim Beard, Iiro Rantala, Leszek Możdżer, Billy Cobham, Aaron Parks, Jacob Karlzon, Lars Danielsson, Joachim Kühn and Michel Portal, but also artists famous in pop music (Mika Urbaniak, L.U.C) and classical music (Paweł Hendrich, Andrzej Bauer, Cezary Duchnowski, Royal String Quartet).

A very important moment in Adam Bałdych’s career, was the time he spent in New York, where he was working with young jazz scene, played in legendary jazz clubs and got amazing reviews from American magazines. New York was the place where being among many cultures and their sounds, he “found himself” - as he described it. In his music, deriving from many elements, the Slavic melancholy and space, the strength and temperature of the Polish origins is his litemotive.

Often compared with the greatests: Michał Urbaniak, Zbigniew Seifert and Henryk Wieniawski.

Expelled from music school for inappropriate behavior and jazz aspirations, few years later Adam got scholarship at Berklee College of Music and graduated with honors jazz department at Music Academy in Katowice (Poland).

In 2007 he did a project with Grammy-Award winner - Jim Beard, presenting Adams' music combined with Jim's great compositions. Year after, he makes music with Leszek Możdżer and Lars Danielsson for movie "Arne Treasure". In 2009 he is recording album called "Tribute to Seifert" with most influential violinists nowadays such as: Didier Lockwood, Pierre Blanchard, Jerry Goodman, Krzesimir Dębski, Christian Howes and guitarist – leader of the project Jarosław Śmietana.

Adam Bałdych recently focused also on composing for bigger bands too: in 2014 he composed a special cycle „Mozaika” for orchestra and jazz quintet – referring to culture mixtures of alluvial population and drawing from their tradition. Also, in 2015 he composed „Mozaika - Impresje” – for improvised violin, vocal, piano, double bass, percussion and string orchestra for Baltic Neopolis Orchestra order.

Among concerts and career soloist Adam works as a composer of music for theater and collaborates with many theaters and directors (Raphael Matusz, Ellen Lande, Robert Czechowski, Przemysław Wisniewski, John Tomaszewicz).



Booklet für Poetry

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