Cover Praetorius dances

Album Info

Album Veröffentlichung:
2021

HRA-Veröffentlichung:
18.06.2021

Label: deutsche harmonia mundi

Genre: Classical

Subgenre: Chamber Music

Interpret: Capella de la Torre & Katharina Bäuml

Komponist: Michael Praetorius (1571-1621), Pierre Guedron (1565-1621), Claude Le Jeune (1528-1600), Thoinot Arbeau (1519-1595), Jehan Chardavoine (1537-1580), Adrian Le Roy (1520-1598), Clement Janequin (1472-1559)

Das Album enthält Albumcover Booklet (PDF)

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  • Michael Praetorius (1571 - 1621):
  • 1Praetorius: Terpsichore, Musarum Aoniarum: Ballet, TMA 26803:13
  • Pierre Guédron (1570 - 1641):
  • 2Guédron: Si tu veux apprendre les pas à danser03:36
  • Michael Praetorius:
  • 3Praetorius: Terpsichore, Musarum Aoniarum: Bransle simple de novelle, TMA 203:58
  • 4Praetorius: Terpsichore, Musarum Aoniarum: Bransle double de Poictu, TMA 903:22
  • Traditional:
  • 5Traditional: La bonne nouvelle03:58
  • Michael Praetorius:
  • 6Praetorius: Terpsichore, Musarum Aoniarum: Bransle de la Torche, TMA 1501:56
  • 7Praetorius: Terpsichore, Musarum Aoniarum: La Bourée, TMA 3204:01
  • Claude Le Jeune (1530 - 1600):
  • 8Jeune: Un gentil amoureux02:29
  • Michael Praetorius:
  • 9Praetorius: Terpsichore, Musarum Aoniarum: Pavane de Spaigne, TMA 3003:03
  • 10Praetorius: Terpsichore, Musarum Aoniarum: Ballet des Amazones, TMA 27002:15
  • Thoinot Arbeau (1519 - 1595):
  • 11Arbeau: Pavan: Belle qui tiens ma vie03:00
  • Michael Praetorius:
  • 12Praetorius: Terpsichore, Musarum Aoniarum: Gaillarde, TMA 28702:10
  • Jehan Chardavoine (1538 - 1580):
  • 13Chardavoine: Le recueil des plus belles et excellentes chansons: Une Jeune Fillette04:23
  • Michael Praetorius:
  • 14Praetorius: Terpsichore, Musarum Aoniarum: Ballet des Coqs, TMA 25402:40
  • 15Praetorius: Terpsichore, Musarum Aoniarum: Ballet des Matelotz, TMA 28002:00
  • 16Praetorius: Terpsichore, Musarum Aoniarum: Passameze, TMA 28303:33
  • Adrian Le Roy (1520 - 1598):
  • 17Roy: Si j'aime ou non, j'en dis rien02:21
  • :
  • 18Janequin: 19 chansons nouvelles a quatre parties, Livre 8, No. 4: Il estoit une fillette03:33
  • Michael Praetorius:
  • 19Praetorius: Terpsichore, Musarum Aoniarum: Volte, TMA 20102:17
  • 20Praetorius: Terpsichore, Musarum Aoniarum: Volte, TMA 21002:30
  • 21Praetorius: Branles et Les Gavottes, TMA 1: Gavottes 1-3 / Le receuil des plus belles et excellentes chansons: Vostre esprit recréatif02:24
  • Total Runtime01:02:42

Info zu Praetorius dances

Exzellentes Album zum 450. Geburtstag von Michael Praetorius: In seiner Werksammlung »Terpsichore«, benannt nach der Muse des Tanzes in der griechischen Mythologie, sammelte der deutsche Komponist Michael Praetorius (1571–1621) alle gängigen Tanz-Hits seiner Zeit und arrangierte sie für Instrumentalensemble. Die Sammlung von 312 Tänzen, die 1612 in Wolfenbüttel herausgegeben wurde, ist erstaunlicherweise nahezu komplett in Vergessenheit geraten. Nun präsentiert die Capella de la Torre unter der Leitung von Katharina Bäuml eine Auswahl der besten Werke aus »Terpsichore« – Musik, die auch heute noch die Füße zum Wippen bringt.

Zum 450. Jubiläum von Michael Praetorius hat das Ensemble aus der »Terpsichore« Branslen, Couranten, Ballette, Pavanen und Galliarden – so hießen die Tänze der damaligen Zeit – ausgewählt und bringen sie durch die Kombination von historischen Blasinstrumenten mit Laute und Orgel auf ganz neue Weise zu Gehör. Musik und die passenden Bewegungen bedingen und beeinflussen sich im Programm gegenseitig; Improvisationen wechseln sich mit aufgeschriebenen Sätzen ab. Neben Werken von Praetorius sind auf dem Album auch fröhlich-tänzerische Stücke von anderen Komponisten der damaligen Epoche zu hören, wie zum Beispiel von Claude Le Jeune, Thoinot Arbeau, Adrien le Roy und Clement Jannequin.

Mit »Praetorius Dances« transportieren Katharina Bäuml und ihr Ensemble »tänzerische« Gefühle und Stimmungen über alle Zeiten hinweg bis in die Gegenwart – in einer farbenreichen und überaus zeitgemäßen Aufführung.

Capella de la Torre
Katharina Bäuml, Leitung




Capella de la Torre
Die Capella de la Torre versammelt Musiker, die sich als Spezialisten für historische Aufführungspraxis einen Namen gemacht haben. Die reiche und bislang zu wenig beachtete Musik aus Mittelalter und Renaissance mit professionellem Anspruch zur Aufführung zu bringen und damit wieder direkt erfahrbar zu machen, bildet den Leitgedanken des Ensembles.

Der Name „de la Torre“ ist auf zweierlei Weise zu verstehen: Die Gruppe widmet sich im Besonderen der Musik für historische Blasinstrumente wie Schalmei, Pommer, Dulzian, Posaune und Zink, zeitgenössisch als „Capella Alta“ bekannt. Anfang des 16. Jahrhunderts komponierte der Spanier Francisco de la Torre das wohl berühmteste Stück für eine solche Besetzung, seine „Danza Alta“. Neben dieser Hommage an den Komponisten ist der Name aber auch ganz wörtlich zu verstehen: „De la Torre“ bedeutet übersetzt „vom Turme“. Bläsergruppen, in Spanien Ministriles genannt, musizierten häufig von Türmen oder Balkonen herab bei Festen und anderen offiziellen Veranstaltungen. So gibt es bis heute in vielen Städten die „Torres de los Ministriles“, und auch Francisco de la Torre hatte seinen Namen sicherlich nicht zufällig.

Capella de la Torre pflegt jedoch nicht nur die spanische Musik, sondern widmet sich den in ganz Europa verbreiteten „Hauts Instruments“, also den „lauten Instrumenten“. Mit „laut“ ist nach der mittelalterlichen Bedeutung weniger das Tonvolumen gemeint, als das Überwältigende und Eindrucksvolle. Die Macht der Musik ist es, die die Menschen von damals bis heute begeistert. In diesem Sinne will das Ensemble die musikalische Tradition von Ministriles, Piffari und Stadtpfeiffern wieder aufnehmen.

Zum virtuosen und gepflegten Spiel von Schalmei, Pommer und Dulzian gehört auch die Modulation der Lautstärke. Das Ensemble wird deshalb durch Gesang, Flöten, Orgel und Laute ergänzt. Zum Repertoire gehört, in verschiedenen Programmen realisiert, die weltliche und geistliche Musik des 14. bis 17. Jahrhunderts. So lassen die Spieler und Sänger den musikalischen Glanz ferner Zeiten wieder aufscheinen.

Die Besetzung der Capella de la Torre vorwiegend mit historischen Doppelrohrblattinstrumenten stellt eine in der heutigen Musikszene wenig gepflegte Praxis dar, die in Deutschland als einzigartig angesehen werden kann. Seit seiner Gründung im Jahre 2005 hat das Ensemble mehrere CD Einspielungen vorgelegt, außerdem gibt es zahlreiche Radiomitschnitte (DLR, RBB, MDR).

Katharina Bäuml
geboren in München, studierte zunächst moderne Oboe bei Klaus Becker, Hannover, Rainer Herweg, Hamburg, und Winfried Liebermann, Mannheim, wo sie ihr Diplom „mit Auszeichnung“ ablegte. Ihre Liebe zur Barockmusik und die Begeisterung für die historische Aufführungspraxis bewogen sie daneben zum Studium der Barockoboe und historischer Rohrblattinstrumente bei Renate Hildebrand (Hamburg) und Katharina Arfken (Schola Cantorum, Basel). Auch dieses schloss sie „mit Auszeichnung“ ab. In Meisterkursen u.a. bei Ku Ebbinge, Alfredo Bernardini, Paul Dombrecht und Bruce Haynes spezialisierte sie sich weiter in verschiedenen Bereichen der Alten Musik. Katharina Bäuml ist nicht zuletzt wegen ihrer großen Bandbreite, angefangen bei Renaissance-Instrumenten wie Schalmei und Pommer, über romantische, klassische und barocke bis hin zur modernen Oboe, eine gefragte Musikerin. So spielte sie z.B. unter Claudio Abbado, Pierre Boulez, Gottfried von der Goltz, Andrea Marcon, Marc Minkowski, Ludger Remy, Michael Schönheit und Monica Huggett, in Ensembles wie dem Orquesta Barroca de Sevilla, Musica Fiata, Les Musiciens du Louvre und der Akademie für Alte Musik Berlin. Ihr besonderes Interesse an der spanischen Renaissancemusik findet ihren Ausdruck in der Arbeit mit der Capella de Ministrers und den Ministriles de Marsias. 2005 gründete sie das Ensemble „Capella de la Torre“, welches sich besonders der Musik des 15.-17. Jahrhunderts widmet. Zahlreiche CD- und Radio-Produktionen mit verschiedenen Orchestern dokumentieren ihre große musikalische Bandbreite. Zusammen mit der Akkordeonistin Margit Kern gründete Katharina Bäuml 2011 das Duo Mixtura, das Musik der Renaissance mit zeitgenössischer Musik kombiniert www.ensemble-mixtura.de

Katharina Bäuml gibt Kurse an den Musikhoschschulen in Genf und Hannover und unterrichtet in Berlin.

Booklet für Praetorius dances

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