Hesitation Marks (Remaster) Nine Inch Nails
Album Info
Album Veröffentlichung:
2013
HRA-Veröffentlichung:
05.03.2026
Das Album enthält Albumcover
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- 1 The Eater of Dreams 00:52
- 2 Copy of a 05:23
- 3 Came Back Haunted 05:17
- 4 Find My Way 05:16
- 5 All Time Low 06:18
- 6 Disappointed 05:44
- 7 Everything 03:20
- 8 Satellite 05:03
- 9 Various Methods of Escape 05:01
- 10 Running 04:08
- 11 I Would For You 04:33
- 12 In Two 05:32
- 13 While I'm Still Here 04:03
- 14 Black Noise 01:29
Info zu Hesitation Marks (Remaster)
Hesitation Marks ist das achte Studioalbum der amerikanischen Industrial-Rock-Band Nine Inch Nails, das am 30. August 2013 von The Null Corporation veröffentlicht und in den Vereinigten Staaten von Columbia Records und in anderen Ländern von Polydor Records vertrieben wurde. Es war das erste Album der Band seit fünf Jahren nach The Slip (2008) und ihr einziges Album, das bei Columbia veröffentlicht wurde. Wie die vorherigen Alben wurde auch dieses Album von Frontmann Trent Reznor zusammen mit seinen langjährigen Mitarbeitern Atticus Ross und Alan Moulder produziert. Bis heute ist dies das letzte Album von Nine Inch Nails, das von Moulder co-produziert wurde.
Wie so oft bei Nine Inch Nails, muss man sich auf deren neuen Alben komplett einlassen. Dafür wird man aber fast jedes mal gnadenlos belohnt, auch mit "Hesitation mark" gelingt das wieder.
"Nine Inch Nails - Mastermind Trent Reznor macht es seinen Fans fast nie einfach: Geheime Botschaften, Rätsel und kryptische Aussagen pflastern meist den Weg, wenn es um ein neues musikalisches Lebenszeichen des Mannes geht. Nun konnte man bei „Hesitation marks“, HALO 28, fast schon von Nachsicht seitens Nine Inch Nails sprechen. Man verkündete kurzerhand, dass ein neues Album im Kasten ist und es den Titel „Hesitation marks“ bekommen wird. Geradezu unspektakulär für die Band, aber für Aufsehen sorgt ja auch die Musik. So schimmert ein „All time low“ mit atemberaubenden Klängen, leicht melancholisch und verloren daher, während „Came back haunted“ direkter und präziser auf den Punkt kommt. „Everything“ wirkt freudig und luftig, was man so von einem Nine Inch Nails-Song auch nicht erwartet hätte. Aber nun gut, der Reznor darf das. „Copy of a copy“ und „Satellite“ unterstreichen dann aber wieder das Sperrige, das wohl jeder NIN-Platte innewohnt. Sicherlich muss man sich bei „Hesitation marks“ auch komplett auf NIN einlassen. Dafür wird man aber gnadenlos belohnt." (Peter Kupfer, EMP Redaktion)
Trent Reznor, Gesang, Elektronik, Gitarre (Tracks 2–14), Percussion (Tracks 2–10, 12, 13), Bass (Tracks 3–13), Wurlitzer (Track 5), Dulcitone (Track 9), Wheelharp (Track 10), Klavier (Track 11), Saxophon (Track 13), Produktion
Weitere Musiker:
Alessandro Cortini, Elektronik (Tracks 1, 3)
Pino Palladino, Bass (Tracks 2, 5, 9, 13)
Ilan Rubin, Toms (Tracks 2, 3), Live-Schlagzeug (Track 11)
Lindsey Buckingham, Gitarren (Tracks 2, 12, 13)
Adrian Belew, Gitarren (Tracks 4, 5, 9, 12), Elektronik (Track 7), Backing Vocals (Tracks 7, 11)
Eugene Goreshter, Streicher (Track 6), Elektronik (Tracks 6, 11, 12), Violine (Track 11), Bass (Track 12)
Daniel Rowland, Elektronik, Gitarre, zusätzliches Sounddesign (Track 7)
Joshua Eustis, Backing Vocals (Track 11)
Digital remastered
Nine Inch Nails
Neun Zoll Nägel, ein komischer Name. “Fast jeder Bandname ist am nächsten Morgen bescheuert. Dieser lässt sich gut abkürzen, sieht gedruckt super aus und überstand den Zwei-Wochen-Test”, befindet Reznor. Die Kreuzigungsnägel standen also nicht wie so oft behauptet Pate. Und fortan machen die Nägel das, was sie am besten können: einschlagen. Seit den 90ern bis heute avanciert das Projekt zum Synonym für Industrial Rock. Industrial heißt so, weil nur eine kleine Nuance Industrielärm von Musik trennt. Throbbing Gristle und die Einstürzenden Neubauten sind die ersten Jungs aus der Krachmacher-Strasse, Ministry und Skinny Puppy die nächsten. Trent Reznor schafft es das Genre in den Mainstream und ins neue Jahrtausend zu tragen, die wütende Zerstörung und schreiende Verzweiflung gelegentlich sogar Dancefloor-tauglich zu machen. NINs erstes Album heißt “Pretty Hate Machine”, erreicht dreifach Platin und beschreibt den musikalischen Ansatz des Projekts schon im Titel präzise. Seine Hass-Maschine ist dabei wesentlich erfolgreicher als ihre Underground-Vertreter. Seit Gründung NINs 1988 in Cleveland, Ohio, verkauften sich acht Studioalben über 20 Millionen mal weltweit und aus elf Grammy-Nominierungen konnte Reznor zwei Awards nach Hause nehmen.
Aber über Geschmack lässt sich bekanntlich streiten. NINs Videos sind oft so Anstoß erregend, dass sie nicht öffentlich gezeigt werden können. Und Guantanamo-Verantwortliche halten NIN-Songs gar für eine hervorragende Foltermethode mit denen sie sich in als “Disco” bezeichneten Räumen in maximaler Lautstärke an ihren Häftlingen vergehen.
Selbstzerstörung, Wut, Gewalt und Depression – das klingt nach einer schweren Kindheit und steinigem Werdegang, der diesen Menschen zu dem Künstler seiner verstörenden Songs gemacht hat. Mitnichten. Michael Trent Reznor wächst zwar als Scheidungskind, aber gut behütet bei den Großeltern auf. Sein Klavierspiel ist schon als Knirps vielversprechend, seine schauspielerischen Versuche am College sind es auch. Reznor will einfach nur dem Mittelmaß von Mercer, Pennsylvania entfliehen, schmeißt mit 19 konsequent die Schule und hält sich in Cleveland mit Jobs im Plattenladen und als Toilettenreiniger über Wasser. Er und sein Freund, der spätere Live-Schlagzeuger Chris Vrenna, leben in einer WG und ernähren sich sparsam von Erdnussbuttersandwiches. Trent kennt sich aus mit Computern und findet schnell Gefallen an Synthesizern, die gerade für jedermann erschwinglich werden. Er wird Keyboarder in verschiedenen 80er-Synthie-Pop-Bands, unter anderem bei den Exotic Birds, die zumindest vom Namen her zu ihm passen. Die Kehrtwende kommt, als Reznor Assistent des Toningenieurs im Right Track Studio wird und dort die Leerzeiten für eigene Demos nutzen darf. Alle Instrumente bis auf Drums spielt der Multiinstrumentalist darauf selbst ein.|Bereits kurz nach Gründung NINs gibt der mittlerweile 23jährige erste Konzerte als Vorband von Skinny Puppy und unterschreibt einen Plattenvertrag mit TVT Records. Das Debütalbum “Pretty Hate Machine” erscheint `89 quasi im Spaziergang und wird von Produzentengrößen wie Flood und Adrian Sherwood überarbeitet. In Sachen schrulliger Größenwahn setzt Trent noch schnell einen drauf, indem er seine Veröffentlichungen fortan, wie Depeche Modes Bong oder beim Knöchelverzeichnis für Mozarts Werk, durchnumeriert mit dem vorangestellten Zusatz “Halo”.
Live steht Trent Reznor der zerstörerischen Energie seiner Platten in nichts nach. Als im Vorprogramm von Bauhaus, NIN auf ein stoisches Gothic Publikum treffen, bewirft Reznor sie kurzerhand mit kalter Pizza und zertrümmert anschließend seine Instrumente. Plötzlich ist ihm die geballte Aufmerksamkeit sicher und NIN-Merchandise geht an diesem Abend weg wie warme Semmel. Seither gehörte Gewalt – schlimmstenfalls auch gegen die eigenen Live-Musiker – zum festen Bestandteil der Bühnenperformance. Als Axl Rose NIN einlädt im Vorprogramm von Guns `N Roses durch Europa zu touren, wendet sich das Blatt: Jetzt ist es das Rocker-Publikum, das die Band mit allem nicht niet und nagelfesten bewirft. Legendär ist auch das `94er Woodstock Revival-Festival: Vor dem Auftritt wälzt sich die Band ausgiebig im Schlamm und verewigt sich so bei den 70.000 Festivalbesuchern und in den über 24 Millionen Köpfen, die die Übertragung im Fernsehen verfolgen. Zu dieser Zeit werden auch Gerüchte laut, dass Reznor ein Verhältnis mit der Kurt Cobains Witwe Courtney Love pflegt. Er äußert sich nicht dazu, sie hingegen lässt später verlauten, Reznor hätte seine Band nicht Nine Inch Nails nennen sollen, wo er selbst nur über drei Inch verfügt.
Völlig abzudrehen scheint der Soundfreak, als er ein neues Studio erwirbt, in dem das NIN-Album “The Downward Spiral” entsteht. 10050 Cielo Drive ist eine Adresse, die im allgemeinen amerikanischen Gedächtnis eingebrannt ist, aufgrund des 1969 hier stattgefundenen, grausamen Massenmords an der hochschwangeren Roman Polanski-Gattin Sharon Tate und vier ihrer Freunde durch die Gruppe um Charles Manson. Reznor nennt das Studio “Le Pig” nach den Worten, die an die Haustür mit dem Blut Tate’s geschrieben wurden. Schon 1993 verlässt er das Anwesen wieder, nicht ohne allerdings die Haustür mitzunehmen und in seinem neuen Nothing-Studio in New Orleans anzubringen.
“The Downward Spiral” (1989) wird der wegweisende Industrial Rock-Abräumer, auf dem der Sound-Handwerker Trent mit absichtlich verstimmten Instrumenten und gebrochenen Akkordfolgen arbeitet. Wie besessen sichtet Trent über 1000 Stunden Film, aus denen er Samples und Loops spinnt. Nach der anschließenden Tour, schließt sich der Sonderling ein und schreibt und produziert reichlich Soundtrackmaterial, darunter die Filmmusik zum Oliver Stone Movie “Natural Born Killers”. Unterdessen ist schick geworden sich mit NIN zu schmücken und so entstehen Kollaborationen mit zahlreichen namhaften Künstlern, darunter Bowie, QOTSA, A Perfect Circle, Peter Gabriel oder U2. Trent remixt sich und andere und veröffentlicht, produziert, fördert und signt auf seinem eigenen Label Nothing Records, unter anderem einen seiner Fan-Stalker namens Marilyn Manson. Fünf Jahr dauert diese Phase, in der er sich von seinen Labelverspflichtungen mit TVT, von Drogen und Alkohol befreit. 1999 erscheint “The Fragile” und stürmt die Billboardcharts auf Platz 1, wieder sechs Jahre gehen ins Land bis “With Teeth” folgt. Mittlerweile tanzt Reznor muskelbepackt und mit Tamburin über die Bühnen, Rehab sei Dank.|Für “Year Zero” (2007) entwirft der Mann mit den drei Brustwarzen ein umfassendes, futuristisches Konzept, das auf viralem Marketing basiert und Realität mit Albumfiktion wegweisend verschmelzen lässt. Vor dem Release werden USB-Sticks mit Songs wie zufällig bei Konzerten hinterlassen, Hinweise auf versteckte Websites auf Plakatwände oder T-Shirts gedruckt. Millionen Fans nehmen begeistert Teil an der Schnitzeljagd des findigen Künstlers. Reznor weist den Weg in die mediale Zukunft, auch als er wie Radiohead seine Alben “Ghosts I-IV” (2008) und wenig später “The Slip” über die eigenen Webseite kommuniziert und verfügbar macht, letzteres sogar als Gratisdownload. Von seinem letzten Verbündeten im Plattenbusiness Interscope hat sich der Mittvierziger unterdessen auch losgesagt. Die Musikindustrie kann mit den vorauseilenden Visionen Trent Reznors nicht mithalten, der die Original-Spuren zu “Year Zero” unentgeltlich verfügbar macht, damit seine Fans sich selbst als Remixer versuchen können.
Im September 2009 teilt Reznor seinen Fans mit, dass er beschlossen habe NIN als Liveact zu beenden. Erst jetzt ist der einst zerissene Trent Reznor glücklich am Ziel, da, wo andere Künstler nie hinkommen möchten, in seiner totalen Freiheit: ohne Konzerte, ohne Plattenvertrag, ohne Band, ohne Pläne.
Ganz ohne Pläne? Nein, die Asche glüht schon wieder. Im Oktober heiratete Reznor die Ex-West End Girl-Sängerin Mariqueen Maandig. Mit ihr zusammen öffnete er jüngst ein neues Kapitel und zerstört jetzt Engel. Und wie sich das anhört, kann man seit dem 1. Juni gratis unter www.howtodestroyangles.com herausfinden.
Dieses Album enthält kein Booklet
