Face2Face #2 Amaryllis Quartett

Album Info

Album Veröffentlichung:
2026

HRA-Veröffentlichung:
30.01.2026

Label: Berlin Classics

Genre: Classical

Subgenre: Chamber Music

Interpret: Amaryllis Quartett

Komponist: Rudolf Kelterborn (1931-2021)

Das Album enthält Albumcover

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  • Ludwig van Beethoven (1770 - 1827): String Quartet No.6 in B-Flat Major, Op. 18:
  • 1 Beethoven: String Quartet No.6 in B-Flat Major, Op. 18: I. Allegro Con Brio 05:37
  • 2 Beethoven: String Quartet No.6 in B-Flat Major, Op. 18: II. Adagio, Ma Non Troppo 07:32
  • 3 Beethoven: String Quartet No.6 in B-Flat Major, Op. 18: III. Scherzo. Allegro — Trio 03:12
  • 4 Beethoven: String Quartet No.6 in B-Flat Major, Op. 18: IV. La Malinconia. Adagio Allegretto Quasi Allegro 07:44
  • Rudolf Kelterborn (1931 - 2021): String Quartet No. 6 (2001):
  • 5 Kelterborn: String Quartet No. 6 (2001): I. 04:29
  • 6 Kelterborn: String Quartet No. 6 (2001): II. 04:59
  • 7 Kelterborn: String Quartet No. 6 (2001): III. 03:53
  • 8 Kelterborn: String Quartet No. 6 (2001): IV. 03:57
  • Ludwig van Beethoven: String Quartet No. 10 in E-Flat Major, Op. 74, "Harp Quartet":
  • 9 Beethoven: String Quartet No. 10 in E-Flat Major, Op. 74, "Harp Quartet": I. Poco Adagio - Allegro 09:35
  • 10 Beethoven: String Quartet No. 10 in E-Flat Major, Op. 74, "Harp Quartet": II. Adagio Ma Non Troppo 09:25
  • 11 Beethoven: String Quartet No. 10 in E-Flat Major, Op. 74, "Harp Quartet": III. Presto - Più Presto Quasi Prestissimo 05:07
  • 12 Beethoven: String Quartet No. 10 in E-Flat Major, Op. 74, "Harp Quartet": IV. Allegretto Con Variazioni 06:58
  • Total Runtime 01:12:28

Info zu Face2Face #2

Mit dem zweiten Album der Face2Face-Reihe setzt das Amaryllis Quartett seine künstlerische Vision fort, die Musikgeschichte als lebendigen Dialog zwischen Epochen und Stilen zu begreifen. Anlässlich seines 20-jährigen Bestehens widmet sich das Ensemble erneut Ludwig van Beethoven – und stellt dessen Werke diesmal dem Schaffen des Schweizer Komponisten Rudolf Kelterborn gegenüber, einem der faszinierendsten, aber in der breiten Öffentlichkeit kaum bekannten Komponisten des 20. Jahrhunderts.

Rudolf Kelterborn (1931–2021) war ein musikalischer Universalist im besten Sinne: Er wirkte als Komponist, Dirigent, Musikpädagoge, Musikwissenschaftler und Musikjournalist. Kelterborns Schaffen ist geprägt von einer außergewöhnlichen Offenheit und Neugier. Er scheute keine Experimente und ließ sich von unterschiedlichsten Stilen und musikalischen Strömungen inspirieren – von der Zweiten Wiener Schule über die Avantgarde bis hin zu postmodernen Ansätzen. Seine Kompositionen verweigern sich klaren Schubladen und sind von einem tiefen Ausdruckswillen, einer nuancierten Klangsprache und einer Lust an der Erkundung neuer musikalischer Räume geprägt. Kelterborn selbst beschrieb seine Haltung als „Anything goes – (fast) alles ist erlaubt“, was sich in der Vielseitigkeit und Spontaneität seiner Musik widerspiegelt.

Das Amaryllis Quartett hat zu Kelterborn eine besondere Beziehung: Nicht nur die Schweiz als gemeinsamer geografischer Bezugspunkt, sondern auch eine geplante – durch seinen Tod nicht mehr zustande gekommene – Zusammenarbeit, verbindet das Ensemble mit dem Komponisten. Mit großer Sorgfalt und Empathie nähert sich das Quartett nun Kelterborns 6. Streichquartett (2001), das auf dem neuen Album Beethovens Werken gegenübergestellt wird. Das Werk beeindruckt durch seine energetische Anlage, ungewöhnliche Spieltechniken und einen dramaturgisch dichten Aufbau. Schon der Beginn mit einer Solo-Kadenz der ersten Violine zieht die Hörer:innen in einen musikalischen Sog, der von expressiven Ausbrüchen bis zu zarten, fast schwebenden Klangflächen reicht. Kelterborns Musik ist nie Selbstzweck – sie ist immer ein Gespräch, ein Suchen nach neuen Ausdrucksmöglichkeiten und ein Infragestellen musikalischer Konventionen.

"Mit Face2Face II gelingt dem Amaryllis Quartett ein eindrucksvolles Plädoyer für die Vielfalt und Offenheit der Musikgeschichte. Die direkte Gegenüberstellung von Beethoven und Kelterborn macht erfahrbar, wie sich Fortschritt, Bruch und Kontinuität im Streichquartett manifestieren. Das Album lädt dazu ein, Rudolf Kelterborn als Komponisten neu zu entdecken – als einen Künstler, der die Musikgeschichte nicht nur fortschreibt, sondern immer wieder neu befragt und mit Leben füllt. So wird das Jubiläum des Quartetts zu einem Fest der musikalischen Neugier und Experimentierfreude – und zu einer Einladung, die Geschichte des Streichquartetts als lebendigen Dialog zwischen Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft zu erleben."

Amaryllis Quartett:
Gustav Frielinghaus, Violine
Lena Sandoz, Violine
Mareike Hefti, Viola
Yves Sandoz, Violoncello




Amaryllis Quartett
„Packend, ausdrucksvoll, vielschichtig“ (SZ) und mit einem „kommunizierenden Ensembleklang“ (nmz) begeistert das Amaryllis Quartett Publikum und Presse gleichermaßen und zählt mit seiner unkonventionellen Programmgestaltung und seinem breit gefächerten Repertoire seit vielen Jahren zu den interessantesten Streichquartetten seiner Generation.

Ein Hauptanliegen des Ensembles ist es, Klassiker der Quartettliteratur auf ungewöhnliche Weise mit Neuem zu kombinieren und dadurch neue Hörwelten zu eröffnen.

Diese Idee ist auch Kern der jüngsten Serie von Einspielungen, mit deren Start das Amaryllis Quartett im November 2024 sein 20jähriges Bestehen feiern möchte. Hier sollen Beethovens Streichquartette zentralen Werken der vergangenen 80 Jahre begegnen – von Angesicht zu Angesicht oder „face to face“, wie es der Titel der Reihe verheißt.

Die Suche nach Neuem prägt auch die Zusammenarbeit des Amaryllis Quartetts mit namhaften Komponisten unserer Zeit. Auf Anregung und im Auftrag des Ensembles entstanden in den letzten Jahren Werke von Heinz Holliger, David Philip Hefti, Fabián Panisello und anderen, die das Quartett gemeinsam mit den Komponisten erarbeitete und zur Uraufführung brachte

Die internationale Karriere des Amaryllis Quartetts, das bei Walter Levin in Basel, später dann beim Alban Berg Quartett in Köln und bei Günter Pichler in Madrid ausgebildet wurde, begann im Jahr 2011. Kurz nacheinander konnte das Quartett zuerst den Finalisten-Preis beim renommierten Premio Paolo Borciani in Reggio Emilia und nur vier Wochen später den ersten Preis und den Monash University Grand Prize bei der 6th International Chamber Music Competition in Melbourne gewinnen.

2012 folgte der ECHO Klassik für die CD „White“ mit Werken von Haydn und Webern, an die zahlreiche weitere von der Presse hochgelobte Aufnahmen anschlossen.

Inzwischen ist das Amaryllis Quartett ein regelmäßiger Gast bei Konzertreihen in der Alten Oper Frankfurt, der Tonhalle Zürich, dem Wiener Musikverein, dem Teatro della Pergola Firenze, dem Gran Teatro La Fenice di Venezia und der Dai-ichi Seimei Hall Tokio und bei Festivals wie dem Schleswig-Holstein Musik Festival, den Schwetzinger SWR Festspielen, dem Heidelberger Frühling, dem Rheingau Musik Festival und dem Lucerne Festival.

Außerdem rief das Quartett seine eigene Konzertreihe im Konzertsaal Solothurn ins Leben und gestaltet unter dem Motto „amaryllis 3×3“ einen Zyklus in der Laeiszhalle Hamburg, im Lübecker Kolosseum und im Bremer Sendesaal.

Die künstlerische Arbeit des Amaryllis Quartetts wird seit 2021 gefördert durch das Land Nordrhein-Westfalen.

Der Austausch mit anderen Musikern und Musikerinnen ist dem Amaryllis Quartett ein großes Anliegen. In den letzten Jahren trat es gemeinsam mit Künstlern wie Fabio di Càsola, Nobuko Imai, Volker Jacobsen, Alexander Krichel, Sebastian Manz, Jens-Peter Maintz, Ramón Ortega Quero und Lise de la Salle auf und arbeitete mit Komponisten wie Wolfgang Rihm und György Kurtág zusammen.



Dieses Album enthält kein Booklet

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