Debut - Jazz Thing Next Generation, Vol. 112 Alexander Rueß
Album Info
Album Veröffentlichung:
2026
HRA-Veröffentlichung:
27.03.2026
Das Album enthält Albumcover
- 1 Vogelbalz 03:45
- 2 Wild Mountain Thyme 04:21
- 3 Sangen Fra Havet 05:47
- 4 Für Opa 04:30
- 5 Interlude 03:01
- 6 No Surprises 03:50
- 7 Cornflower 02:21
- 8 Church Street Blues 04:05
- 9 China Calling 05:29
- 10 Sadness Is the Gladdest Way to Feel 05:17
Info zu Debut - Jazz Thing Next Generation, Vol. 112
Dieses Album ist eine Sammlung musikalischer Porträts – intime Skizzen, geformt von Erinnerung, Orten und menschlicher Verbundenheit. Es spiegelt die Klanglandschaft von Alexander Rueß’ Aufwachsen nahe der Ostsee wider, die Menschen, die ihn auf seinem Weg begleitet haben, sowie Eindrücke, die er durch Reisen und Begegnungen gesammelt hat.
Im Kern ist die Musik zutiefst persönlich. Für Opa ist Rueß’ Großvater gewidmet, der zwar nie ein Instrument spielte, seine musikalische Reise jedoch bedingungslos unterstützte, ihn zu unzähligen Unterrichtsstunden fuhr und voller Stolz für das Talent seines Enkels „mitverantwortlich“ sein wollte. Sangen Fra Havet ist eine Hommage an die Ostsee und die dänische Küste, deren stille Weite und wechselnde Stimmungen auf dem gesamten Album nachklingen. Cornflower lässt sich von der leuchtend blauen Kornblume inspirieren, die am Rand ländlicher Felder wuchs – eine Lieblingsblume von Rueß’ Großvater mütterlicherseits – und als Symbol für Erinnerung, Landschaft und Verwurzelung steht.
Das Album hält die Balance zwischen Komposition und Spontaneität. Interlude, das einzige vollständig improvisierte Stück, fängt das natürliche Zusammenspiel von Gitarre, Kontrabass und Schlagzeug ein und lässt die Energie der Musik im Moment organisch entstehen. Über das gesamte Album hinweg treffen lyrische Melodien auf offene Formen und schaffen Raum sowohl für erzählerische Klarheit als auch für kollektiven Ausdruck.
Aufgenommen in Berlin mit den langjährigen Weggefährten Luca Curcio und Sebastian Merk, wird der Trio-Sound von Vertrauen, subtiler Interaktion und geteilter musikalischer Intuition geprägt. Ein besonderes Highlight ist der Gastauftritt des Posaunisten Nils Landgren auf Für Opa – dessen Musik für Rueß’ Kindheit prägend war und dessen Präsenz dem Album eine unverwechselbare Wärme und Tiefe verleiht.
Letztlich ist diese Platte eine Widmung – an Familie, Mentorinnen, Freundinnen und Orte, die prägen, wer wir werden. Sie ist ein Ausdruck von Dankbarkeit und Zugehörigkeit, in Klang verwandelt.
Alexander Rueß, Gitarre
Nils Landgren, Posaune
Luca Curcio, Kontrabass
Sebastian Merk, Schlagzeug
Alexander Rueß
Der Wahl-Berliner Alexander Rueß ist freischaffender Gitarrist, Komponist und Produzent. Er spielte in der Konzertbesetzung des BundesJazzOrchesters (BuJazzO) 2018/19 und schloss ein Studium am Jazz-Institut in Berlin sowie dem Rytmisk Musikkonservatorium in Kopenhagen ab. Rueß’ tänzerisches Spiel ist von lyrischer Leichtigkeit geprägt und wird häufig von einer nordischen Melancholie kontrastiert. Konzerttourneen führten ihn quer durch Westeuropa sowie nach Japan, Kanada, Südkorea, China und in die USA.
Als Bandleader des Alexander Rueß Trios – mit Luca Curcio am Kontrabass und Sebastian Merk am Schlagzeug – arbeitet Rueß an seinem Debütalbum, das von Frank Möbus produziert wird. Rueß ist auch fester Gitarrist in der Band des Jazzsängers Atrin Madani, mit dem er regelmäßig auftritt. Auf Atrins Debütalbum Where Are We Now ist er ebenfalls zu hören, das 2024 für den Deutschen Jazzpreis nominiert wurde.
Darüber hinaus führt Rueß das Projekt MANKO, das 2018 ins Leben gerufen wurde und elektro-urbane Beats mit der Ehrlichkeit akustischer Instrumente verbindet. Das internationale Quintett setzt sich aus Philipp Gropper (Tenor), Otis Sandsjö (Tenor), Robert Lucaciu (Bass), Florian Lauer (Drums) und Asger Uttrup Nissen (Alto) zusammen und wird von dem schwedischen Bassisten Petter Eldh produziert.
Alexander Rueß wurde 2019 der Lübecker Jazzpreis verliehen. 2018 gewann er mit dem „Alexander Rueß Trio“ den Ensemblewettbewerb der HfM Dresden sowie als Mitglied des BuJazzO den Frankfurter Musikpreis. Zudem war er mit Atrin Madani 2024 für den Deutschen Jazzpreis nominiert.
Alexander Rueß, Jahrgang 1998, wuchs in Ostholstein auf und studierte bereits während der Schulzeit als Jungstudent an der Musikhochschule Lübeck bei Patrick Farrant. Nach dem Abitur studierte er zunächst an der Hochschule für Musik in Dresden und wechselte zwei Jahre später an das Jazz-Institut Berlin. Er war Mitglied im LJJO Hamburg und LJJO Schleswig-Holstein. Zu seinen Lehrern zählten Jazzgrößen wie Peter Bernstein, Sandra Hempel, Lage Lund, Paulo Morello, Håvard Wiik und Finn Wiesner.
Dieses Album enthält kein Booklet
