Play It Again Paul (Remaster) Paul Kuhn Trio

Album Info

Album Veröffentlichung:
2000

HRA-Veröffentlichung:
09.08.2016

Label: IN+OUT Records

Genre: Jazz

Subgenre: Vocal

Das Album enthält Albumcover

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Formate & Preise

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FLAC 44.1 $ 15,30
  • 1More02:43
  • 2Sugar Daddy04:35
  • 3'Deed I Do06:08
  • 4Falling in Love with Love04:25
  • 5A Child Is Born05:06
  • 6Anthropology03:42
  • 7A Foggy Day in London Town05:12
  • 8Don't Get Around Much Anymore04:17
  • 9Tenderly05:42
  • 10Prelude to a Kiss06:17
  • 11They Can't Take That Away from Me05:03
  • 12The Nearness of You05:11
  • 13Toots Thieleman's Solo Improvisations on 'the Nearness of You'00:51
  • 14Just Friends06:36
  • 15Polka Dots and Moonbeams05:44
  • 16You Make Me Feel so Young04:18
  • Total Runtime01:15:50

Info zu Play It Again Paul (Remaster)

Der “Charakter” des deutschen Jazz kann es einfach nicht lassen. Mit seinen “alten” Weggefährten Greetje Kauffeld und Toots Thielemans zeigt das Trio um Paul Kuhn - Willy Ketzer am Schlagzeug und Paul G. Ulrich am Bass - dass das musikalische Feuer in ihm noch lange nicht erloschen ist. Herausgekommen ist eine Studio-Aufnahme unter (beinahe) Live-Bedingungen - mit Publikum. Das macht Sinn: Nicht nur weil die beiden vorausgegangenen Alben im (nicht öffentlichen) Studio und in einem Club entstanden. Es macht erst recht Sinn, wenn es sich wie bei Paul Kuhn um einen Pianisten und Sänger handelt, der als Ikone der deutschen (gehobenen) Funk / Fernseh-Unterhaltung, als Entertainer par excellence mit der 'for-musicians-only'-Attitüde nichts, aber auch gar nichts anfangen kann. Er liebt nicht nur den Kontakt, er braucht ihn auch. Nicht ohne Hintergedanken hat er “seine” Freunde für dieses Album ausgewählt: Greetje Kauffeld hat eine warme, gefühlvolle Stimme (und Persönlichkeit), ist eine der besten Jazzsängerinnen Europas und eine der wenigen, die auch in USA gearbeitet haben und keine Geringeren als Ray Brown, Herb Ellis, Stan Getz und Phil Woods zu ihrem musikalischen Freundeskreis zählen darf. Und mit Toots Thielemans, dem ungekrönten König der Jazz-Mundharmonika, verbindet Paul Kuhn eines der längsten Verhältnisse innerhalb seines an Beziehungen reichen Musikerlebens. Es ist nicht nur ihr Spiel, das ihnen Zuneigung zuteil werden lässt, es ist auch und gerade ihre so natürliche und charmante Art: Hier der gerade noch verschmitzt giggelnde Toots, dessen Augen im nächsten Augenblick einen Anflug von Sentiment verraten; dort Pauls nie kalkuliert wirkendes Understatement, sein warmherziger Wortwitz, der einen traurig- melancholischen Blick nicht ausschließen muss. Erfahrene und mit allen Wassern des Showbusiness gewaschene Männer, frei vom Zwang, das manchild verbergen zu müssen. Doch zu diesem Gefühl tragen auch noch andere bei, jene Langzeitbeziehungen Kuhns, die fast täglich (respektive: abendlich, um nicht zu sagen: nächtlich) einer 'Belastungsprobe' ausgesetzt werden. Paul G. Ulrich, seit fünf Jahren an der Seite seines Namensvetters, mit vollem Ton und perfekter Intonation (und - damit zusammenhängend - einer der wenigen Jazzbassisten, die auch in gestrichenen Soli zu überzeugen wissen), und Willy Ketzer, nunmehr zwei Dekaden(!) in Diensten des Leiters, ein absoluter Garant für die Essenz dieser Musik, das Swingende, beinahe in allen Stilen und Formaten zuhause, jemand, der auch deshalb genau weiß, welche spezifischen Anforderungen das Trio-Genre mit sich bringt. Der Toningenieur Winnie Leyh ließ es sich nicht nehmen, mit seinem speziellen “Instrument” diese Stimmung einzufangen und zauberte einen wunderbar warmen Klang auf Band, der den Hörer an der besonderen Atmosphäre teilnehmen lässt.

'Sein variables Klavier- spiel und sein smarter Gesangsstil wecken Erinnerungen an die großen Alleinunterhalter, die in den amerikanischen Bars die Musikwünsche ihres Publikums perfekt erfüllten. Liebhaber des Genres dürften von der vorliegenden CD mit US-Standards und Eigenkompositionen begeistert sein.' (stereoplay)

„Wir sind ja so froh, dass wir ihn haben: 'Sugar Daddy' Paul Kuhn hat mit seinem bewährten Trio (Paul Ulrich, Bass, und Willy Ketzer, Drums) sowie den Gästen Greetje Kauffeld und Toots Thielemans eine Tradition wieder aufleben lassen, die in Deutschland meines Wissens Hans-Georg Brunner-Schwer bei MPS begründete: das Studio-Konzert vor geladenen Gästen. Es verbindet zwei Vorteile: den geschliffenen Sound und die Live-Atmosphäre - so auch auf 'Play It Again Paul'. Kuhn streicht durch Standards, die er sicherlich schon tausend mal gespielt hat, verpasst 'Don't Get Around Much Anymore' ein funky Treatment und inspiriert durch seine Version von 'The Nearness Of You' ein rührendes Harmonika-Solo von Toots Thielemans. Gehobene Unterhaltung für gehobene Stunden nach Mitternacht!“ (Rolf Thomas, Jazz thing)

Paul Kuhn, Klavier, Gesang
Paul G. Ulrich, Bass
Willy Ketzer, Schlagzeug
Toots Thielemans, Mundharmonika
Greetje Kauffeld, Gesang

Recorded live, July 6 & 7, 2000 at Klangstudio Leyh in front of an invited audience
Produced by Frank Kleinschmidt

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Paul Kuhn
die swingende Klavierlegende - ist einer der Wenigen, dessen Wurzeln in die Zeit eines Art Tatum, George Shearing oder Count Basie reichen. Wenn Paul Kuhn in die Tasten greift, sprudelt der Swing nur so aus ihm hervor, und mit seinen Arrangements baut er über diesen quirlig perlenden Strom eine Brücke, die damals und heute verbindet. Deswegen hat seine Musik etwas Zeitloses an sich. Obwohl einer der dienstältesten Musiker hierzulande, gehört Paul Kuhn und seine Musik zu den erfrischendsten Erscheinungen unserer Zeit. Wo sich die meisten zur Ruhe setzen, da bricht er in einen neuen Lebensabschnitt auf. Der Lebensabend seiner Karriere ist seiner großen Liebe, dem Jazz, gewidmet. Obwohl Paul Kuhn während eines Großteils seiner Karriere mit Pop- und Tanzmusik in Verbindung gebracht wurde, galt seine Zuneigung seit seiner Jugend dem Jazz. 1939 lauschte er auf einem alten Grammophon den Schellackplatten eines Glenn Miller und Benny Goodman. Kurz nach dem Weltkrieg war Kuhn der erste deutsche Jazzmusiker, der eine Anstellung beim amerikanischen Sender AFN bekam. Und dann ging es mit der Karriere schnell aufwärts.

Zwischen 1949 und 1955 spielte er mit genau den Musikern, die heute rückblickend als die Creme de la Creme des deutschen Nachkriegs-Jazz gehandelt werden. 1953 wurde er zum Jazzpianisten Nr. 1 in Deutschland gewählt. In dieser Zeit zeigte Paul, daß ein Jazzmusiker aber auch kommerziell erfolgreich sein kann, wenn er es will. Seine Songs ́Der Mann am Klavier ́, ́Die Farbe der Liebe ́, ́Butterfly Doll ́ und ́Es gibt kein Bier auf Hawaii ́ belegten vordere Plätze in der deutschen.Hitparade. Über die Schlager kam Kuhn als Pianist und Sänger auch in die populären Musikfilme der fünfziger Jahre. Von den Musikfilmen war es kein großer Schritt mehr zu den aufkommenden TV-Shows. Sie wurden zu einem festen Standbein in seinem Werdegang. ́Pauls Party ́, ́Die Sendung mit Paul ́, ́Hallo, Paulchen ́, und Gastauftritte in anderen TV-Shows machten Kuhn zu einem der bekanntesten Entertainer der Showbranche. 1972 wurde er mit der goldenen Kamera für seine TV-Arbeit ausgezeichnet.

Die Zusammenarbeit mit James Last und Max Greger machte ihn zum meistgefragten Arrangeur in Deutschland. 1968 konnte Kuhn als Arrangeur nochmals eins drauflegen. Er wurde zum Leiter des SFB- Tanzorchesters, das sich zur weltweit berühmten SFB-Bigband entwickelte.

Nach all diesen Trubeljahren bei Film, Funk und Fernsehen hat sich Kuhn auch als ein mutiger Arrangeur in bezug auf sein eigenes Leben erwiesen. Er stellte die Weichen von Bigband auf Trio, von Unterhaltungsmusik auf einen humorvoll gespielten Jazz um. Man muß gegen den Strom schwimmen, um zur Quelle zu kommen. Nun schließt sich für Paul Kuhn nach vielen Umwegen der Kreis. Er ist wieder an der Quelle seiner Inspiration, dem Jazz, angekommen. Nach dem Motto ́small is beautiful ́ kann man ́Kuhn pur ́ mit dem ex-Passport Schlagzeuger Willy Ketzer und dem Bassisten Martin Gjakonovski im Trio kennenlernen. Paul Kuhn ist einer der charismatischsten Musiker und Entertainer, die es hierzulande gibt. Wenn einer nach 50 Jahren Musikerlaufbahn das Prädikat ́lebende Legende ́ verdient, dann er.

Dieses Album enthält kein Booklet

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