Album Info

Album Veröffentlichung:
2022

HRA-Veröffentlichung:
27.05.2022

Label: ACT Music

Genre: Jazz

Subgenre: Vocal

Interpret: David Helbock & Camille Bertault

Das Album enthält Albumcover

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Formate & Preise

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FLAC 96 $ 13,50
  • 1Frevo05:07
  • 2Good Morning Heartache05:49
  • 3Lonely Supamen03:06
  • 4Etude for Piano in Cis Minor, Op. 2 No 103:02
  • 5Aide-Moi03:52
  • 6New World05:29
  • 7Das Fabelwesen05:03
  • 8Dans ma boite04:04
  • 9Ask Me Now05:12
  • 10Never Lived02:52
  • 11Bizarre04:23
  • 12Para Hermeto04:14
  • Total Runtime52:13

Info zu Playground

Camille Bertault und David Helbock, zwei Ausnahmekönner des jungen europäischen Jazz erkunden das unermesslich-wundersame Spielfeld des Jazz. Sie ist Frankreichs Rising Star des Jazzgesangs und der Österreicher einer der interessantesten Pianisten des Kontinents. „Playground“ ist ein Kaleidoskop der Klangfarben und Emotionen, mitreißend, spannend, immer überraschend.

Camille Bertault und David Helbock, zwei Ausnahmekönner des jungen europäischen Jazz erkunden das unermesslich-wundersame Spielfeld des Jazz. Sie ist Frankreichs Rising Star des Jazzgesangs und der Österreicher einer der interessantesten Pianisten des Kontinents. Auf den ersten Blick zwei Persönlichkeiten wie sie unterschiedlicher nicht sein könnten. Die quirlige, humorvolle Bertault und der besonnene, in sich ruhende Helbock wirken aber nur äußerlich verschieden, denn musikalisch ticken sie gleich: Beide sind sie beispiellos wandelbar und fesselnde Geschichtenerzähler mit einem tiefen Sinn für Klangfarben und großer Lust, die Grenzen ihres Metiers zu sprengen. „Playground“ präsentiert ein wesensgleiches Klavier-Gesangs-Duo, opulent und vielseitig.

Angebahnt wurde diese märchenhafte Konstellation 2019 bei den Ludwigsburger Schlossfestspielen. Getreu dem Festival-Motto „Song Conversation“ war die Vorgabe an die Eingeladenen, sich einen Wunschpartner auszusuchen, mit dem man noch nie gespielt hat. Helbock nannte Bertault, die wiederum den Trompeter Médéric Collignon – also spielten die drei dort erstmals zusammen. Und Helbock und Bertault merkten, wie gut sie harmonierten, wie viel sie gemeinsam haben: Beide kommen sie ursprünglich von der Klassik, Bertault studierte bis zu 20. Lebensjahr ebenfalls Klavier, bevor sie zum Gesang fand; beide lieben sie das ganze Spektrum der Musik und haben die verschiedensten Vorbilder und Favoriten aus allen Genres; beide sind sie Meister darin, deren Kanon kraft ihrer Persönlichkeiten und ihrem eigenen Stil in neuem Licht erstrahlen zu lassen.

Schnell war den beiden also klar, dass sie ihre Zusammenarbeit ausbauen würden. Wegen der vielen Corona-Pausen kam es erst im letzten Sommer beim INNtöne Jazzfestival zur begeistert aufgenommenen Live-Premiere ihres Duos. Die Grundlage für „Playground“: „Wir haben uns wie schon vor Ludwigsburg per E-Mail darüber ausgetauscht, auf was wir Lust haben, welche Stücke wir mögen“, erinnert sich Bertault. „Wir lieben beide Egberto Gismonti, Hermeto Pascoal, Björk und Thelonious Monk. Und wir wollten ein klassisches Stück dabeihaben,“ erzählt Helbock.

Und so bilden nun seine Hommage „Para Hermeto“, Gismontis „Frevo“, Björks „New World“, Monks „Ask Me Now“ und Alexander Scriabins Cis-Moll Etüde Op. 2 No. 1 das Grundgerüst des Albums… die Spielwiese, auf der das Duo ihre besonderen Qualitäten ausbreiten können: Camille Bertault ihre einzigartige Kunst der Vokalise, mit der ihre Stimme die Melodie wie ein Instrument trägt, mal artistisch und in rasender Geschwindigkeit, mal ganz sanft und fast nur gehaucht. Aber auch die Passion der charismatischen 35-Jährigen, die ja auch Schauspiel studiert hat, eigene Texte zu schreiben. David Helbock wiederum seine einzigartige Kreativität im Ausnutzen aller Klangmöglichkeiten seines Instruments, indem er nicht nur die Tasten, sondern auch die Saiten des Flügels dämpft und direkt bespielt, den Korpus als Perkussionsinstrument benutzt und die Klänge elektronisch verfremdet. „Erstmals habe ich hier auch viel mit Loops gearbeitet“, ergänzt er.

Eine fast orchestrale Begleitung ergibt sich so, die einer besonderen Stimme einen besonderen Rahmen verleiht. „Camille hat oft sehr konkrete Vorstellungen wie ein Stück aussehen und klingen soll. Es macht dann großen Spaß, mit ihr daran zu feilen.“ Voll ausleben konnten die beiden das bei den sieben eigenen Stücken (vier von Helbock, drei von Bertault), die sie eigens für das Album schrieben. Vom skurril bluesigen „Lonely Supamen“ und dem geheimnisvoll dräuenden „Das Fabelwesen“ über das chansoneske „Aide-moi“ bis zum ätherisch-melancholischen „Bizarre“.

„Playground“ ist ein Kaleidoskop der Klangfarben und Emotionen, mitreißend, spannend, immer überraschend. Getragen von atemberaubender Gesangs- und Spieltechnik, bei der doch das Wesentliche nie vergessen wird: „Es geht nicht darum, Stärke oder Virtuosität zu zeigen, sondern darum, die Wahrheit des Augenblicks auszudrücken,“ sagt Camille Bertault. Was sie und David Helbock auf jedem Stück spielend einlösen.

Camille Bertault, Gesang
David Helbock, Klavier, Percussion, Live-Loops, EFX




David Helbock
am 28. Jänner 1984 in Vorarlberg geboren, begann im Alter von sechs Jahren Klavier zu spielen. Nach einigen Jahren Klavierunterricht bei Nora-Calvo Smith an der Musikschule Feldkirch und bei Paul Winter am Jazzseminar Dornbirn wechselte er 1998 ans Konservatorium Feldkirch, um bei Prof. Ferenc Bognar klassisches Klavier zu studieren, wo er 2005 sein Konzertfach-Diplom mit Auszeichnung abschloss.

Zusätzlich nahm David Helbock von 2000 bis 2008 Unterricht beim New Yorker Jazzpianisten Peter Madsen (Stan Getz, Joe Lovano, Fred Wesley,…), der sein Lehrer, Mentor und Freund wurde und mit dem er auch heute noch z.b. in der gemeinsamen Band „Mistura“ oder in Peter Madsen „Collective of Improvising Artists (CIA)“ zusammenspielt. Ebenso absolvierte David Helbock eine vierjährige Schlagzeug-Ausbildung und nahm drei Jahre lang Unterricht bei Fuat Kent (einem Schüler des bekannten zeitgenössischen Komponisten George Crumb) im Inside Pianospiel. 2007 war er ein Jahr lang Schüler von Thierry Lang an der Swiss Jazz School.

David Helbock ist mehrfacher Preisträger beim Jugendwettbewerb „Prima la Musica“. (klassisches Klavier) und 2006 gewann er mit dem HDV Trio den Wettbewerb "New Generation“ in Straubing (DE), und im selben Jahr veröffentlichte das Trio eine CD in der „Next Generation“ - eine Reihe des Kölner Labels „Doublemoon Records“ in Zusammenarbeit mit der Zeitschrift „Jazzthing“.

David Helbock ist Preisträger beim weltgrößten Jazzpianosolo Wettbewerb des Jazzfestivals Montreux (CH) 2007 und 2010 und gewann dort außerdem den Publikumspreis. 2011 wurde ihm der „Outstanding Artist Award“, der wichtigste Förderpreis des Landes Österreich verliehen.

David Helbock ist seit Beginn seiner Musikerlaufbahn außerdem als Komponist sehr aktiv. Neben Auftragskompositionen für z.B. Streichorchester, Kammermusik, Chöre oder Big Bands (z.b. mehrere Kompositionen für das klassische „Ensemble Plus“ oder den „Landesjugendchor Voices“) zählt ein großes „Jahreskompositionsprojekt“, in dem er ein Jahr lang jeden Tag ein neues Stück geschrieben hat, (Anfang 2010 ist das "Personal Realbook" mit über 600 Seiten Musik erschienen) zu seinen Werken.

2018 durfte David Helbock im Auftrag des Konzerthauses Wiens eine Komposition für den jungen Cellisten Kian Soltani schreiben, die in vielen großen Konzerthäusern (Barbican London, Philharmonie Paris, Philharmonie Berlin) aufgeführt wurde.

Mittlerweile hat David Helbock knapp 20 CDs unter eigenem Namen als Leader veröffentlicht - fünf davon auf dem Berliner Label Traumton.

Seit 2016 ist David Helbock Exklusiv-Künstler beim renommierten Münchner Label „ACT- Music“ - die erste veröffentlichte CD war „Into the Mystic“ im August 2016, für welche David Helbock unter anderem für den deutschen „Echo-Jazz“ nominiert wurde, 2018 erschien die zweite CD mit „Random/Control“. Im Herbst 2019 folgte eine Solopiano CD - „Playing John Williams“ und das neuste Album-Projekt 2021 nennt sich „The New Cool“ mit den deutschen Jazzmusikern Sebastian Studnitzky und Arne Jansen.

Von der CD „Think of Two“ mit dem Ensemble „Random/Control“ war die brasilianische Musiklegende Hermeto Pascoal so beeindruckt, dass er extra für diese CD ein Stück komponierte und in Brasilien aufnahm. Außerdem trat David Helbock 2014, 2016 und 2019 als Solist/Sideman des „Jazz Composer ́s Orchestra“ von Michael Mantler auf mehreren CD Produktionen des Labels ECM in Erscheinung, wo er den Klavierpart von Cecil Taylor von Mantlers legendärer Aufnahme von 1968 übernahm.

Auf den bisher veröffentlichten CDs von David Helbock sind insgesamt über 100 Eigenkompositionen erschienen, die auf der ganzen Welt oft aufgeführt werden. David Helbock spielte Konzerte mit seinen eigenen Ensembles in Länder wie den USA, Kanada, Mexiko, Russland, Kasachstan, Kirgisistan, China, Mongolei, Südkorea, Philippinen, Indonesien, Malaysia, Singapur, Indien, Südafrika, Äthiopien, Kenia, Senegal, Marokko, Tunesien, Israel, Iran, Brasilien, Argentinien, Chile, Australien und überall in Europa. So präsentierte er seine Musik auf bekannten Festivals wie z.B. dem Montreux Jazzfestival, mehrmals auf dem Java Jazzfestival Jakarta, dem Jarasum Jazzfestival Seoul, dem Melbourne Jazzfestival, dem North Sea Jazzfestival, dem Eurojazzfestival Mexico City, dem Providencia Jazzfestival Santiago de Chile, allen großen Jazzfestivals in Kanada (Toronto, Montreal, Vancouver, Ottawa), den Jazzwochen Burghausen, dem Moers Festival, dem Jazzfestival Saalfelden - um nur einige zu nennen.

Camille Bertault
Nach ihrer Ausbildung am Konservatorium erhält Camille Bertault einen Preis für klassisches Klavier und studiert Oper, Theater und Tanz am Konservatorium von Nizza. Im Alter von 20 Jahren schreibt, bearbeitet und spielt sie in Theaterstücken für Kinder. Inspiriert von ihrem jazzbegeisterten Vater studiert sie Jazzgesang und Improvisation am Conservatoire de Paris. 2016 wird sie von einem New Yorker Label, Sunnyside Records, entdeckt, das ihr erstes Album "En vie" vertreibt und sie die New Yorker Jazzszene entdecken lässt. Dort lernt sie Dan Tepfer, Michael Leonhart, Jeff Ballard und Joe Sanders kennen, mit denen sie 2018 unter Sony France ihr zweites Album "Pas de Géant" aufnimmt, das eine hervorragende Presse erhält. Anschließend tourt Camille um die Welt und veröffentlicht 2020 ihr drittes Album "Le tigre" bei Sony. Derzeit arbeitet sie an ihrem neuen Album mit ACT, das 2022 erscheinen wird.



Dieses Album enthält kein Booklet

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