"...Famous Last Words..." (Remastered 2026) Supertramp
Album Info
Album Veröffentlichung:
1982
HRA-Veröffentlichung:
20.03.2026
Das Album enthält Albumcover
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- 1 Crazy (2026 Remaster) 04:45
- 2 Put On Your Old Brown Shoes (2026 Remaster) 04:20
- 3 It's Raining Again (2026 Remaster) 04:21
- 4 Bonnie (2026 Remaster) 05:37
- 5 Know Who You Are (2026 Remaster) 04:55
- 6 My Kind Of Lady (2026 Remaster) 05:12
- 7 C'est Le Bon (2026 Remaster) 05:32
- 8 Waiting So Long (2026 Remaster) 06:32
- 9 Don't Leave Me Now (2026 Remaster) 06:25
Info zu "...Famous Last Words..." (Remastered 2026)
...Famous Last Words… was released in October 1982 and is the final album to feature the band’s ‘classic line-up’ of Hodgson, Davies, Helliwell, Thomson, and Siebenberg. The album was a commercial success, reaching number 5 in the U.S. Billboard Album Charts and number six in the UK. Roger Hodgson left the band in 1983 after which the group continued as a quartet.
"...Famous Last Words... was the last album that Roger Hodgson made with Supertramp before seeking a solo career, and he made sure that radio would take kindly to his last hurrah with the band. Sporting an airy and overly bright pop sheen, ...Famous Last Words... put two singles on the charts, with the poignant "My Kind of Lady" peaking at number 31 and the effervescent smile of "It's Raining Again" going to number 11. The album itself went Top Ten both in the U.S. and in the U.K., eventually going gold in America. The songs are purposely tailored for Top 40 radio, delicately textured and built around overly bland and urbane choruses. Hodgson's abundance of romantically inclined poetry and love song fluff replaces the lyrical keenness that Supertramp had produced in the past, and the instrumental proficiency that they once mastered has vanished. Hodgson's English appeal and fragile vocal manner works well in some places, but the album's glossy sound and breezy feel is too excessive. Hodgson gave his solo album, 1984's In the Eye of the Storm, a mildly progressive feel, quite unlike his last appearance with his former group." (Mike DeGagne, AMG)
Roger Hodgson, guitar, keyboards, lead vocals (tracks 1, 3, 5, 7, 9)
Rick Davies, keyboards, harmonica, melodica (track 3), lead vocals (tracks 2, 4, 6, 8)
John Helliwell, saxophones, keyboards, backing vocals
Dougie Thomson, bass
Bob Siebenberg, drums
Additional musicians:
Richard Hewson, string arrangements (track 5)
Ann Wilson, backing vocals (tracks 2, 7)
Nancy Wilson, backing vocals (tracks 2, 7)
Claire Diament, backing vocals (track 9)
Digitally remastered by Miles Showell at Abbey Road Studios
Supertramp
Dass Supertramp zu Superstars ihrer Zeit wurden, ist ein mittelschweres Wunder. Bands wie King Crimson oder Jethro Tull hatten die bluesdurchtränkte Rockmusik zu Art-Rock sublimiert und eine Hörerschaft erzogen, die sich beim Tanzen in Woodstock verausgabt hatte und nun aufmerksam (und ganz in Ruhe) elaborierte Soli und virtuose Arrangements verfolgen wollte. Supertramp taten, was sie konnten. „Das war durchaus haarig“, erinnert sich Keyboarder Rick Davies in den Liner Notes. „Ich hatte gerade erst angefangen, Hammond zu spielen, und war mit dem Instrument noch nicht recht vertraut.“ Sein Spiel auf dem ersten, selbstproduzierten Album „Supertramp“ sei, wie er meint, optimierungsfähig gewesen.
Tatsächlich bietet das Frühwerk einige ungeahnte Einblicke. Die Verheiratung von Art-Rock mit Pop erforderte einige Flirts mit der Rhythm&Blues-Tradition und ein vorsichtiges Herantasten an komplexere Song- und Arrangementstrukturen. „Surely“, dem ersten Album entnommen und auf „Retrospectacle – The Supertramp Anthology“ in einer alternativen Version zu hören, steht noch deutlich in der Mersey-Beat-Tradition. Für „Land Ho“, einer der seltenen Songs von Supertramp, gilt dasselbe – allerdings bekommt man es hier mit einem flotten Shuffle zu tun, ein rhythmisches System, das erst unmittelbar zuvor von Led Zeppelin einer ersten Erprobung unterzogen worden war.
Die musikalische Entwicklung von Supertramp nachzuverfolgen, ist ein denkbar dankbares Unterfangen. Gegründet 1969 mithilfe einer Kleinanzeige im „Melody Maker“ („Musiker gesucht“), befanden sich Supertramp umgehend in einer privilegierten Situation. Rick Davies hatte die Bekanntschaft von Stanley August Miesegaes gemacht, einem holländischen Millionär. Sam, wie man ihn nach seinen Initialien nannte, wurde für eine Weile Manager und Gönner der Band, die er komplett finanzierte. So hatte Davies Gelegenheit, Line-ups auszuprobieren und die musikalische Richtung mal behutsam, mal drastisch zu wechseln.
1974 befanden sich Supertramp auf Kurs und nahmen mit der LP „Crime of the Century“ Fahrt auf. Das Line-up bestand nun aus der Doppelspitze Rick Davis (keys) und Roger Hodgon (git), die wechselweise sangen, John Helliwell (sax), Dougie Thomson (b) und Bob Siebenberg (dr). Das Songwriting wurde selbstbewusster, die Stilistik erschien klar konturiert. Supertramp gingen als Headliner auf Tournee, Mund-zu-Mund-Propaganda hatte die Band als heißen Act empfohlen. Supertramp sollten nicht enttäuschen.
Mit „Crisis? What Crisis?“gelang Supertramp 1975 der Sprung nach Amerika. Vom holländischen Millionär hatte man sich da längst getrennt: Miesegaes hatte zwar Geld, verstand aber nichts vom Musikbusiness. Supertramp schon: Für ihre Shows betätigten sie sich als Street-Promoter und verteilten auf offener Straße Konzerttickets an Passanten. Supertramp nahmen das Geschäft in die eigenen Hände – und sicherten sich so ein Höchstmaß an künstlerischer Freiheit.
Wohin die führt, ist auf Stücken wie „Dreamer“, „Crime of the Century“ und „Sister Moonshine“ nachzuhören. Nach „Even in the quietest Moments“ erschien dann 1979 das fulminante Werk „Breakfast in America“. Das brachte den endgültigen Durchbruch und eine ganze Menge Klassiker: „Goodbye Stranger“, „Take the Long Way Home“ und natürlich den „Logical Song“. Letzterer spiegelte den Zeitgeist der Post-Hippie-Epoche und die Herausbildung des Alternativen-Milieus. Die Lyrics finden sich daher in Englischlehrbüchern für die Oberstufe.
Die Entwicklung danach ist besonders spannend. Erst 1985 erschien mit „Brother where you bound“ die nächste Platte: Textlich deutlich politischer, näherten sich Supertramp wieder den Blues-Roots. Supertramp hatten sich vom selbstgeschaffenen Innovationsdruck befreit. Eine Lässigkeit hielt Einzug, die bis heute andauert. Und zu Abgeklärtheit und Bescheidenheit führt: „Wir lernen noch“, sagt Davies. „Wir sind immer noch dabei herauszufinden, wie die Dinge funktionieren.“ Dabei muss man eigentlich nur das von Davies persönlich zusammengestellte „Retrospectacle“ anhören. Dann weiß man, was geht.
Dieses Album enthält kein Booklet
