Zwiegespräche Heinz Holliger

Cover Zwiegespräche

Album Info

Album Veröffentlichung:
2019

HRA-Veröffentlichung:
24.05.2019

Label: ECM

Genre: Classical

Subgenre: Chamber Music

Das Album enthält Albumcover Booklet (PDF)

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  • György Kurtág (b. 1926) & Heinz Holliger (b. 1939):
  • 1… ein Brief aus der Ferne an Ursula02:45
  • 2Berceuse pour M.03:02
  • 3… für Heinz …02:53
  • 4Die Ros‘01:10
  • 5Die Ros‘01:45
  • Philippe Jaccottet (b. 1925) & Heinz Holliger: Airs – Sept poèmes:
  • 61. Une semaison de larmes… (Poème)00:27
  • 71. Une semaison de larmes…02:26
  • 82. L'œil… (Poème)00:23
  • 92. L'œil…01:57
  • 103. Ce qui brûle… (Poème)00:26
  • 113. Ce qui brûle…01:29
  • 124. Dans l'étendue… (Poème)00:19
  • 134. Dans l'étendue…01:49
  • 145. Ô compagne… (Poème)00:31
  • 155. O compagne…01:31
  • 166. Je marche… (Poème)00:14
  • 176. Je marche…02:55
  • 187. Oiseaux (Poème)00:26
  • 197. Oiseaux05:49
  • György Kurtág:
  • 20Schatten00:56
  • 21Rozsnyai Ilona in memoriam02:51
  • 22Einen Augenblick lang (Version for Oboe Solo)00:38
  • 23Versetto (apokrif organum)00:55
  • Heinz Holliger: Hommage à Elliott Carter:
  • 241. Capriccio01:25
  • 252. Arioso01:48
  • György Kurtág:
  • 26Kroó György in memoriam06:22
  • 27Désert01:27
  • 28„Der Glaube“02:46
  • 29… summaia a B.P.01:04
  • 30… ein Sappho-Fragment01:34
  • 31… (Hommage à Tristan)00:42
  • 32Einen Augenblick lang (Version for Contrabass Clarinet Solo)00:38
  • 33In Nomine – all‘ongherese (Damjanich emlékkö)04:58
  • Heinz Holliger: Sonate für Oboe solo:
  • 341. Präludium04:02
  • 352. Capriccio03:29
  • 363. Aria03:58
  • 374. Finale02:26
  • Total Runtime01:14:16

Info zu Zwiegespräche

„Zwiegespräche“ ist ein Treffen zweier Seelenverwandter. “Wir komponieren auf die gleiche Weise”, sagte György Kurtág zu Heinz Holliger über diese Aufnahme, die Werke für Oboe dieser beiden großen Komponisten hervorhebt. Beide beziehen sich in ihren Stücken auf die gesamte Musikgeschichte, beide arbeiten gern Widmungen und Botschaften an Freunde und Kollegen ins Gefüge ihrer Werke ein, und beide stützen sich auf die Literatur als Inspirationsquelle. Beide lieben zudem die Miniatur als ausdrucksstarke Form; kurze Stücke von Kurtág und Holliger sind miteinander verwoben. Holligers Sequenz ‚Airs‘ (2015/6) ist inspiriert von sieben Texten des Schweizer Dichters Philippe Jaccottet, dessen Stimme hier zu hören ist. Die Veröffentlichung von Zwiegespräche erfolgt zu einem besonderen Anlass: Heinz Holliger wird am 21. Mai 80 Jahre alt, seine Kreativität als Komponist und sein Einfallsreichtum als Instrumentalist sind ungebremst. Das Album endet mit Holligers Sonate für Oboe solo, komponiert 1956, die von ihrem Autor mehr denn je mit absoluter Autorität gespielt wird.

Heinz Holliger, Oboe, Cor Anglais, Klavier
Marie-Lise Schüpbach, Cor Anglais, Oboe
Sarah Wegener, Sopran
Ernesto Molinari, Bassklarinette, Kontrabass Klarinette
Philippe Jaccottet, Recitation




Heinz Holliger
gehört zu den vielseitigsten und außergewöhnlichsten Musikerpersönlichkeiten unserer Zeit. Geboren in Langenthal, studierte er in Bern, Paris und Basel Oboe (bei Emile Cassagnaud und Pierre Pierlot), Klavier (bei Sava Savoff und Yvonne Lefébure) und Komposition (bei Sándor Veress und Pierre Boulez).

Nach ersten Preisen bei den internationalen Wettbewerben von Genf und München begann für ihn eine unvergleichliche Karriere als Oboist. Einige der bedeutendsten Komponisten der Gegenwart widmeten ihm ihre Werke. Zugleich erweiterte er Spieltechnik und Ausdrucksmöglichkeiten seines Instruments und setzte sich auch für wenig bekannte und einseitig interpretierte Komponisten ein.

Als Dirigent arbeitet Heinz Holliger seit vielen Jahren mit weltweit führenden Orchestern und Ensembles zusammen. Seine Aufnahmen wurden vielfach mit Preisen u.a. Diapason d’Or, Midem Classical Award, Edison-Award, Grand Prix du Disque, mehrere Deutsche Schallplattenpreise ausgezeichnet.

Heinz Holliger ist einer der gefragtesten Komponisten von heute, dessen Werke exklusiv von Schott Musik International verlegt werden. Sein kompositorisches Schaffen umfasst alle Gattungen, von Bühnenwerken über Orchester-, Solo- und Kammermusikwerke bis hin zu zahlreichen Vokalstücken. Nahezu alle Kompositionen sind Zeugnis einer unermüdlichen Suche nach den Grenzen von Klang und Sprache. Seiner Musik geht vielfach eine intensive Auseinandersetzung mit Künstlerbeziehungsweise Dichterbiographien und lyrischen Texten voraus. Immer wieder fesseln ihn Künstler*innen am Rande der Gesellschaft oder an der Grenze des Lebens. An dieser Stelle ist der Scardanelli-Zyklus (1975-85) hervorzuheben, worin Holliger die letzten Gedichte Friedrich Hölderlins für unterschiedliche Besetzungen in einem Zyklus von 21⁄2 Stunden Dauer verarbeitet. Für dieses Werk erhielt der Komponist 1995 den Premio Abbiati der Biennale di Venezia. Im Werkstattkonzert am 5. Mai ist hieraus das Ostinato funebre zu erleben. Für die Bühne schuf Holliger die Oper Schneewittchen nach Robert Walser, die 1998 im Zürcher Opernhaus uraufgeführt wurde. Die ECM-Einspielung von Schneewittchen erhielt 2002 einen Grammy Award. Die Beschäftigung mit Texten von Samuel Beckett führte zur Komposition drei weiterer kurzer Bühnenwerke: Come and go (1976/77), Not I (1978-80) und What Where (1988).

Auch Holligers Konzertstücke beziehen sich häufig konkret auf Biographien oder auf literarische Vorlagen. Seit seiner Kindheit fasziniert ihn die Musik Claude Debussys, so erklingt im Sinfoniekonzert seine Auseinandersetzung mit Liedern des französischen Komponisten: die Trois Poèmes de Stéphane Mallarmé.

Zahlreiche kammermusikalische Werke, darunter Quintett für Klavier und vier Bläser (1989), zwei Streichquartette sowie Solostücke für beinahe jedes Instrument komplettieren sein Œuvre.

Heinz Holliger wurde vielfach mit Preisen und Auszeichnungen bedacht, stellvertretend seien genannt: der Komponistenpreis des Schweizerischen Tonkünstlervereins, der Frankfurter Musikpreis 1988, der Ernst von Siemens Musikpreis 1991, der Prix de Composition Musicale de la Fondation Prince Pierre de Monaco 1994, der Zürcher Festspielpreis 2007, der Rheingau Musikpreis 2008 und der Robert-Schumann-Preis der Stadt Zwickau 2017. Durch Projekte wie das von ihm mitbegründete Basler Musikforum und Kooperationen mit der Jungen Deutschen Philharmonie und dem Ensemble Modern engagiert sich Holliger in besonderer Weise für die Verbreitung Neuer Musik.



Booklet für Zwiegespräche

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