Album Info

Album Veröffentlichung:
1969

HRA-Veröffentlichung:
16.07.2014

Label: MPS Classical

Genre: Jazz

Subgenre: Mainstream Jazz

Das Album enthält Albumcover

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Formate & Preise

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FLAC 88.2 $ 12,80
  • 1Sally's Tomato03:08
  • 2Sunny03:29
  • 3By the Time I Get to Phoenix04:22
  • 4Wandering02:55
  • 5This Guy's in Love With You03:47
  • 6Wave06:04
  • 7Dreamsville02:58
  • 8Yesterday04:03
  • 9Eleanor Rigby03:06
  • 10Ode to Billy Joe02:40
  • Total Runtime36:32

Info zu Motions And Emotions

For Motions & Emotions, his 1969 orchestral recording for the MPS label, Oscar Peterson was perfectly paired with the magisterial talents of arranger Claus Ogerman. Born in Ratibor, Germany, on April 29, 1930, Ogerman studied music and piano and by the early 1950s, was writing and playing piano for German radio big bands. Upon moving to New York in 1959, Ogerman almost immediately began arranging for pop artists like The Drifters, Leslie Gore, Little Eva and Connie Francis, scoring hit after hit, and adding his uniquely identifiable and classically influenced orchestral sound to albums by Bill Evans, Stan Getz, Antonio Carlos Jobim, Wes Montgomery and Frank Sinatra.

Ogerman no longer recalls who was inspired to team the two together: “I assume that the impulse came from Oscar or [Peterson’s manager at the time] Norman Granz, who wanted me to work with other artists of his before.” Whatever the genesis of the idea, it makes for a most provocative collaboration. Unlike the pianist’s previous “with strings” records, there is no attempt on Motions & Emotions to cow-tow to the mere cliché of going for pretty or lush. Ogerman doesn’t “cushion” with strings here so much as provide the pianist with effective counterpoint. Peterson, a force of nature on the piano, is not so easily cradled by other sounds. And Ogerman gives the pianist something inspiring to spring forth from with his own ideas, clearly in the jazz realm.

Motions & Emotions represents the true virtuosity of both Oscar Peterson and Claus Ogerman. Despite a recording situation that separated the pianist from his orchestra, this album expresses a true individuality and sensitivity to seemingly opposing natures. As Peterson biographer Richard Palmer correctly notes in his book Oscar Peterson (Spellmount, 1984), “Oscar fronting a large ensemble has always been an exhilarating formula.” The collaboration with Claus Ogerman has added motions and emotions to extend that formula; one that, nearly four decades on, has positively stood the test of time. (Douglas Payne)

Oscar Peterson, piano
Bucky Pizzarelli, guitar
Sam Jones, bass
Bobby Durham, drums

Recorded at the private studio of Hans Georg Brunner-Schwer in March 1969
Recorded and engineered by Hans Georg Brunner-Schwer and Dave Green
Produced by Matthias Kunnecke, Claus Ogerman, Willy Fruth, Hans Georg Brunner-Schwer

Digitally remastered


Oscar Peterson
Der kanadische Pianist und Komponist Oscar Emmanuel Peterson zählt zu den wichtigsten Persönlichkeiten des modernen Jazz-Mainstreams. Am 15. August 1925 als viertes von fünf Kindern karibischer Einwanderer in Montreal geboren, machte er seine ersten musikalischen Erfahrungen am Klavier im Alter von fünf Jahren. Aufgrund einer Tuberkulose-Erkrankung musste er das ursprünglich favorisierte Kornett zur Seite legen und konzentrierte sich, vom ehrgeizigen Vater massiv unterstützt, auf das Piano. Peterson entwickelte schnell eine individuelle Spieltechnik, die das Rhythmusgefühl von Teddy Wilson mit der Geläufigkeit Art Tatums, den Harmonisierungen Erroll Garners und dem swingenden Feeling des frühen Bebops verband. Er ignorierte konsequent die üblichen Fingersätze und passte die Abläufe am Klavier systematisch an seine eigenen motorischen Fertigkeiten an, wobei ihm sein absolutes Gehör dabei half, einen individuellen Zugang zur improvisierenden Musik zu finden. Mit 14 Jahren gewann Peterson einen lokalen Wettbewerb, konnte daraufhin regelmäßig im Radio auftreten und wurde von verschiedenen lokalen Orchestern engagiert. Von 1947 an hatte er einen Job mit eigenem Trio in der "Alberta Lounge" von Montreal, was es ihm ermöglichte, kontinuierlich an seinem Stil zu feilen.

Den internationalen Durchbruch schaffte Oscar Peterson im September 1949, als er im Rahmen der "Jazz At The Philharmonic"-Konzerte (JATP) des umtriebigen Impressarios Norman Granz in der New Yorker Carnegie Hall auftrat und nach diesem spektakulären Debüt Angebote von allen Seiten bekam. Er wurde zu einem der Stars der JATP-Reihe und reiste mit dem Musikertross von 1950 an regelmäßig durch die Welt. Peterson spielte in diesen Jahren unter anderem mit Billie Holiday, Louis Armstrong, Ella Fitzgerald, Dizzy Gillespie, Roy Eldridge, Lester Young, Ben Webster, Lionel Hampton, und begann darüber hinaus eine langjährige Zusammenarbeit mit dem Bassisten Ray Brown. Zu seinen eigenen Formationen gehörte zunächst ein Trio mit Brown und wechselnden Gitarristen wie Barney Kessel und Herb Ellis, später dann mit den Schlagzeugern Ed Thigpen, Louis Hayes und Bobby Durham. Zu den wichtigsten Alben dieser Jahre zählt die Blues-Sammlung "Night Train" vom Dezember 1962 mit Brown und Thigpen, die sich zu einer seiner erfolgreichsten Aufnahmen entwickelte.

So brillant er als Live-Künstler war, so wenig Glück hatte Peterson zunächst mit seinen Plattenaufnahmen. Das von Granz gegründete Label "Verve" hatte aus Finanznöten an der Großkonzern MGM verkauft werden müsse, der sich jedoch wenig um die konsequente Vermarktung der Produkte kümmerte. Durch die deutsche Firma MPS entstanden Ende der Sechziger einige wegweisende Einspielungen wie die Zusammenstellung "Exclusively For My Friends" (1968), von 1973 an war Peterson wieder für Granz und dessen neues Label Pablo aktiv. Er traf auf Musiker wie den dänischen Bassisten Niels Henning Ørsted-Pedersen und den Gitarristen Joe Pass, die beide über Jahre hinweg zu seinen wichtigsten musikalischen Partnern in verschiedenen Konstellationen wurden. Es entstanden wichtige und ungewöhnliche Alben wie die Bearbeitung von Gershwins "Porgy & Bess" (1976) für Gitarre und Clavichord oder auch "Nigerian Marketplace" (1981), mit der Peterson seinen afrikanischen Wurzeln auf der Spur war.

Die achtziger Jahre waren auf der einen Seite von zahlreichen Preisen und Ehrungen wie der Wahl in die Hall of Fame 1984 der Szenezeitschrift Down Beat geprägt, und brachten Peterson auf den anderen Seite mit All-Star-Tourneen weiterhin in die großen Konzertsäle der Hochkultur. Anfang der Neunziger zwang ihn ein Schlaganfall, seine Technik komplett zu überarbeiten und eines seiner Markenzeichen, die rasanten Unisono-Läufe beider Hände, aufzugeben. Dafür wurden seine Kompositionen lyrischer und die Rückkehr auf die Bühne mit dem eigenen Quartett 1993/4 wurde weltweit euphorisch gefeiert. Oscar Peterson bekam 1993 als erster Jazzmusiker den renommierten Glenn-Gould-Preis verleihen und konnte um die Jahrtausendwende 16 Ehrendoktor-Würden, acht "Hall of Fame"-Ernennungen, mindestens sieben Grammys und zahlreiche weitere Ehrungen vorweisen. Sein musikalischer Einfluss auf die Entwicklung des swingboppenden Mainstream-Pianos ist immens, so wie er neben Louis Armstrong und Ella Fitzgerald zu den bekanntesten Jazzmusikern überhaupt gehört. (Quelle: JazzEcho)

Dieses Album enthält kein Booklet

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