[].

Duccio Bertini & Pietro Tonolo


Biographie Duccio Bertini & Pietro Tonolo


Duccio Beverini
ist Pianist mit Schwerpunkt auf Kammerrepertoire und Neue Musik. Schon seit den Studienjahren bei Angela Aloi und Rolando Russo am Conservatorio Statale di Musica in Florenz hat er sich zutiefst für diese zwei Fachbereiche interessiert, die er im Anschluss unter der Leitung der Pianisten Giancarlo Cardini und Pier Paolo Vincenzi spezialisiert hat.

Er ist einer der wenigen Interpreten weltweit, der Stockhausens sämtliche NATÜRLICHE DAUERN 1-24 live aufgeführt hat. Die Einstudierung dieses mehr als zweistündigen Klavierzyklus mit dem Widmungsträger Benjamin Kobler ist von der Stockhausen-Stiftung für Musik betreut und schließlich mit einem Stipendium ausgezeichnet worden. Seit 2020 arbeitet er in engem Kontakt mit dem Mailänder Komponisten Dario Buccino an der Gestaltung dessen großen Klavierwerks Finalmente il tempo è intero. Per duccio beverini e pianoforte.

Seine Tätigkeit mit Stipendien und Förderungen der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien, des Bayerischen Staatsministeriums für Wissenschaft und Kunst und der Thüringischen Sommerakademie ausgezeichnet.

Ausschlaggebende künstlerische Impulse hat er von Musikern wie Francesco Libetta, Sylvano Bussotti, Eduard Brunner, Bruno Canino erhalten.

Unter den Festivals und Veranstaltungsorten, an denen er aufgetreten ist, zählen die Biennale für Musik und Architektur ZeitRäume Basel, das Museo del Novecento in Mailand, das Museo Novecento in Florenz, Palazzo Pitti und das 77. Maggio Musicale Fiorentino.

Pietro Tonolo
wurde 1959 in Mirano (Venedig) geboren und begann 1979 eine professionelle Jazzkarriere, womit er seine bereits vielversprechende Laufbahn als klassischer Geiger aufgab. Nach seinem Umzug nach Mailand im Jahr 1979 arbeitete er dort mit führenden italienischen Jazzmusikern zusammen, darunter Franco D'Andrea, Luigi Bonafede, Gianni Cazzola, Larry Nocella und Massimo Urbani. Von 1981 bis 1986 gehörte er häufig zur Band von Enrico Rava. Im Sommer 1982 spielte er im „Gil Evans Orchestra“ an der Seite von Musikern wie Steve Lacy, Lew Soloff und Ray Anderson; mit diesem Ensemble trat er zudem 1984/85 im New Yorker Club „Sweet Basil“ sowie 1987 beim „Umbria Jazz Festival“ auf.

Ab 1983 trat er sowohl als Bandleader eigener Formationen als auch als Sideman in Jazzclubs, Theatern sowie in nationalen, europäischen und amerikanischen Radio- und Fernsehsendungen auf.

Er arbeitete mit Kenny Clarke, Roswell Rudd, Sal Nistico, Chet Baker (1985 in New York), Lee Konitz, John Surman, George Lewis, Barry Altschul, Joe Chambers, Aldo Romano, Kenny Wheeler, Dave Holland und Tony Oxley zusammen.

Zwei CDs mit einer hochkarätigen Besetzung – Gil Goldstein am Klavier, Steve Swallow am Bass und Paul Motian am Schlagzeug – sorgten zudem durch ihre enorme Lebendigkeit für Aufsehen.

1986 begann eine intensive Zusammenarbeit mit der aus Rom stammenden Pianistin Rita Marcotulli; er spielte sowohl im Duo mit ihr als auch in einem Quartett mit Enzo Pietropaoli und Roberto Gatto – eine Kooperation, die sowohl bei Kritikern als auch beim Publikum großen Anklang fand. Seit 1988 arbeitete er mit Henri Texiers Gruppe zusammen (mit der er in Frankreich, Italien, Mexiko, Kuba und Ägypten auftrat) sowie mit Enrico Pieranunzi und Giovanni Tommaso; zudem leitete er eigene Formationen (mit Piero Leveratto, Sandro Gibellini, Alfred Kramer und Roberto Rossi) und spielte sowie komponierte für die Bigband „Keptorchestra“ und das Saxophonquartett „Arundo Donax“.

Ab 1994 gehörte er dem Lydian Sound Orchestra an, mit dem er die Alben „Duke Ellington’s Timon of Athens Suite“, „Monk at Town Hall & More“, „Back to Da Capo“ und „The Lydian Trip“ aufnahm.

Von 1999 bis 2004 war Tonolo festes Mitglied von Paul Motians Electric Bebop Band.

Er trat bei allen bedeutenden italienischen Jazzfestivals sowie beim „Jazz Festival“ in Berlin, dem „Jazz Jamboree“ in Warschau, der „Grand Parade du Jazz“ in Nizza und bei Festivals in Paris, Montreal, Wien, Amiens, Den Haag, North Carolina, Ankara, Izmir und Tel Aviv auf.



© 2010-2026 HIGHRESAUDIO