Bläser der Wiener Symphoniker & Milan Turković
Biographie Bläser der Wiener Symphoniker & Milan Turković
Milan Turkovic
entstammt einer österreichisch-kroatischen Familie und wuchs in Wien auf, wo er Fagott und Dirigieren studierte. Vor zwei Jahrzehnten begann er seine Solistentätigkeit als Fagottist, die ihn in allen Musikzentren der Welt berühmt gemacht hatte, graduell in eine immer intensiver werdende internationale Tätigkeit als Dirigent umzuwandeln.
Zu den Orchestern, die Turkovic geleitet hat, gehören die Wiener Symphoniker, das ORF-RSO Wien, das Wiener Kammerorchester, die Camerata Salzburg, das Orchestra Sinfonica Verdi di Milano, das Orchestra di Padova e del Veneto, das Orchestra Sinfonica di Roma, das Münchner Rundfunkorchester, das Tokyo Metropolitan Symphony Orchestra, Nagoya Philharmonic Orchestra, Philharmonia Prag, das Prager Kammerorchester, der Wiener Concert-Verein, die Krakauer Philharmonie, die Österreichisch-Ungarische-Haydnphilharmonie, das Orchester der Vereinigten Bühnen Wien u.v.a.
Er war Gast bei Festivals wie etwa dem Haydn-Festival in Eisenstadt, beim Carinthischen Sommer, bei der Mozartwoche Salzburg, beim Moritzburg Festival und beim Kusatsu Festival (Japan). Mit dem Deutschen Ensemble Selmer Saxharmonic erhielt er einen Echo Klassik-Preis. Zu seinen Spezialprojekten zählte die von Turkovic konzipierte Performance "Salieri und Gran Partita", zusammen mit Karl Markovics. Dieses Projekt wiederholte er auch mit den Bläsern des Chicago Symphony Orchestra. Er arbeitete mit zahlreichen Solisten zusammen, so z.B. Michael Schade, Sara Mingardo, Mischa Maisky, Benjamin Schmid, Jan Vogler, Sergei Nakariakov, Gábor Boldoczki, Wolfgang Schulz, Lise de la Salle, Karl Markovics und Erich Schleyer. In der Saison 2014/15 leitete er am Wiener Volkstheater eine Neuproduktion von Weills "Sieben Todsünden" mit Maria Bill als Protagonistin.
Unter den von Turkovic dirigierten CDs befindet sich ein Album mit Symphonien von J. Haydn (mit dem Wiener Konzertverein), Flötenkonzerte mit dem Solisten Wolfgang Schulz, Oboenkonzerte mit Thomas Indermühle, Mozarts "Gran Partita" (Ensemble der Mozartwoche Salzburg) sowie die CD "Flying Saxophone Circus" mit "Selmer Saxharmonic" (ECHO KLASSIK-Preis 2010) sowie "saxophone cinema". Die viel gelesene japanische Musikzeitschrift "ongaku no tomo" hat Turkovic in einer "short list" der zwanzig interessantesten in Tokio aufgetretenen Dirigenten aufgeführt.
Als Solist war Turkovic Gast zahlreicher Orchester (z.B. Wiener Symphoniker, Bamberger Symphoniker, Stuttgarter Kammerorchester, Zürcher Kammerorchester, Camerata Salzburg, Chicago Symphony Orchestra, St. Louis Symphony Orchestra, The English Concert, Tonhalle Orchester Zürich, Münchner Philharmoniker, NHK Symphony Orchestra Tokyo u.v.a. Dabei arbeitete er mit Dirigenten wie Giulini, Sawallisch, Marriner, Harnoncourt, Pinnock, Vegh, Stein, Brüggen, Eschenbach zusammen.
Turkovic war Gründungsmitglied des Ensemble Wien-Berlin, dem er bis 2009 angehörte. Von 1992 bis 2012 war er Mitglied der Chamber Music Society of Lincoln Center, New York. Bis 2012 war er Solofagottist des Concentus Musicus Wien, dem er 1967 beigetreten war. Zahlreiche Komponisten haben Solowerke für ihn geschrieben, unter ihnen Ivan Eröd, Wynton Marsalis und Rainer Bischof.
Turkovic hat unzählige Uraufführungen und Erstaufführungen als Solist bestritten. Hervorzuheben sind Sofia Gubaidulina, Jean Francaix und Thomas Daniel Schlee. Er hat einen großen Teil des Solorepertoires auf CD aufgenommen. Mozarts Fagottkonzert spielte er insgesamt viermal (darunter auch eine Aufnahme mit einem Originalinstrument, mit Harnoncourt), das Konzert von C.M. von Weber zweimal (zuletzt mit N.Marriner).
Zwei Jahre lang war er Präsentator eines Musikquiz im österreichischen Fernsehen. 2013 erschien sein viertes Buch "Wiener Leben. Wien erleben" bei Kremayr & Scheriau. Davor war er als Autor dreier Musikbücher bekannt geworden: "Was Musiker tagsüber tun" (K&S), "Die seltsamsten Wiener der Welt" (auch auf Japanisch erschienen, Residenz Verlag/ Alpha Beta Publishing) und "Hast du Töne" (Residenz Verlag).
