Anu Komsi, BBC Symphony Orchestra & Sakari Oramo
Biographie Anu Komsi, BBC Symphony Orchestra & Sakari Oramo
Anu Komsi
ist eine der bekanntesten finnischen Sängerinnen und auf den internationalen Konzert- und Opernbühnen tätig. Die Koloratursopranistin hat sich durch ihre vielseitige Musikalität, stimmtechnischen Qualitäten und ausdrucksstarken Interpretationen, die mit einem breitgefächerten Repertoire von der Renaissancemusik bis zu modernsten zeitgenössischen Partituren einhergehen, einen Namen gemacht. Indem sie zahlreiche neue Werke in Auftrag gab und viele Uraufführungen sang, erweiterte sie das Repertoire für ihr Stimmfach und widmete sich außerdem dem Belcanto und vergessenen Koloratur-Meisterwerken. 2020 erhielt sie den Madetoja Preis der Finnischen Komponistenvereinigung und war für den Nordic Council's Music Prize nominiert. 2021 wurde sie mit dem renommierten Erik Bergman Preis für ihre besonderen Errungenschaften in der Aufführung und Beauftragung neuer Vokalwerke ausgezeichnet.
Nach den BBC Proms 2026 in Bristol mit György Kurtágs Kafka-Fragmenten op. 24 und Sakari Oramo singt Anu Komsi in der Saison 2026/27 Kaija Saariahos Mirage und Jean Sibelius Luonnotar mit dem Orchestre de la Suisse Romande (Dirigat: Eva Ollikainen) in der Victoria Hall Genf. Weiterhin interpretiert sie Saariahos Saarikoski Songs mit Colorado Springs Philharmonic in den USA (Dirigat: Chloe Dufresne) und Lieder von Heidi Sundblad-Halme mit der Lahti Sinfonia (Dirigat: Sakari Oramo). Alban Bergs Symphonische Stücke aus der Oper Lulu führt sie mit dem BBC Symphony Orchestra im Barbican Centre London sowie die Lulu in Bergs Oper mit dem Gürzenich-Orchester Köln in der Kölner Philharmonie auf – jeweils dirigiert von Sakari Oramo.
Anu Komsi gab ihr Operndebüt 1991 in Ligetis Aventures & Nouvelles Aventures beim Helsinki Festival, dirigiert von Esa-Pekka Salonen. Erste internationale Aufmerksamkeit erhielt sie als Olympia (Hoffmanns Erzählungen) 1993 an der Oper Frankfurt. Unter den 70 Opernpartien, die sie bisher sang, wurde sie u.a. für ihre Interpretationen der Zerbinetta, Lulu, Gilda, Norina, Königin der Nacht und der Schwiegermutter in Kaija Saariahos Innocence 2017 gefeiert. Sie interpretierte die große Koloratursopranpartie der Catherine in der finnischen Premiere von Giacomo Meyerbeers l'Etoile du Nord. Kürzlich war sie auch als Salome, Nannetta, Susanna, Micaela, Rosalinde und Tiresias (Poulenc) zu erleben. 2026 brachte sie die Oper Medusa von Iain Bell am La Monnaie/De Munt in Brüssel zur erfolgreichen Uraufführung.
George Benjamin widmete ihr die Sopranpartie in seiner Oper Into the Little Hill. Seit der Pariser Premiere 2006 hat sie das Werk bereits 50-mal in Europa und den USA aufgeführt, zuletzt 2019 an der Elbphilharmonie Hamburg und Wigmore Hall London. Für die Partie der Eva in Karlheinz Stockhausens Oper Donnerstag aus Licht am Theater Basel wurde sie von der Presse und dem Publikum gefeiert. Anu Komsi ist die einzige Sängerin, die diese Partie der 6-stündigen Oper allein gesungen hat, bisher wurde diese immer von verschiedenen Sängerinnen interpretiert. Sie war u.a. an der Semperoper Dresden, am Staatstheater Stuttgart, bei den Berliner Festspielen, den Salzburger Festspielen, den Wiener Festwochen, am Lincoln Center Festival NYC, beim Lucerne Festival, der Opéra National de Paris, der Opéra National de Lyon, am Teatro La Scala Milan und der Finnish National Opera zu Gast. Sie sang die Uraufführungen großer Werke wie Kaija Saariahos Saarikoski (2013-2020) und Leino Songs (2000-2007), Jonathan Harveys White as Jasmine (2000), Esa-Pekka Salonens Floof (1988) und Wing on Wing (2004) sowie Unsuk Chins Cantatrix Sopranica (2005).
Anu Komsi konzertierte u.a. mit den Wiener und Berliner Philharmonikern, dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, dem Mahler Chamber Orchestra, dem Gewandhausorchester, dem Gürzenich-Orchester, der New York Philharmonic, dem Toronto Symphony Orchestra, der LA Philharmonic, dem Tokyo Symphony Orchestra, dem BBC Symphony Orchestra, dem City of Birmingham Symphony Orchestra, dem Philharmonia Orchestra London, der Tschechischen Philharmonie, dem Orchestre Philharmonique de Radio France, dem Ensemble Intercontemporain Paris, dem Rotterdam Philharmonic Orchestra, dem Oslo Philharmonic Orchestra, dem Orchestra del Teatro alla Scala, der Accademia di Santa Cecilia Rome, dem Gulbenkian Orchestra Lissabon und dem Helsinki Philharmonic Orchestra.
Sakari Oramo
begann seine musikalische Karriere als Violinist und Konzertmeister des Finnischen Radio-Sinfonieorchesters, bevor er sich von Jorma Panula an der Sibelius-Akademie zum Orchesterleiter ausbilden ließ. Heute ist er Chefdirigent des BBC Symphony Orchestra und des Royal Stockholm Philharmonic Orchestra sowie Chefdirigent des Ostrobothnian Chamber Orchestra. Im Jahr 2015 wurde er von der Royal Philharmonic Society als Dirigent des Jahres ausgezeichnet.
Vorherige Posten bekleidete er von 1998 bis 2008 als Musikdirektor des City of Birmingham Symphony Orchestra und von 2004 bis 2018 als Chefdirigent der West Coast Kokkola Opera. Nach einem Jahrzehnt als Chefdirigent des Finnischen Rundfunk-Sinfonieorchesters wurde er 2012 zu dessen Ehrendirigent ernannt.
Als Gastdirigent steht Sakari Oramo am Pult von führenden Orchestern, darunter das New York Philharmonic und das Boston Symphony Orchestra oder die Tschechische Philharmonie. Mit dem Deutschen Symphonie-Orchester Berlin war er zuletzt im Mai 2015 in der Berliner Philharmonie zu erleben.
In der vergangenen Spielzeit 2018 | 2019 kehrte er zu den Berliner Philharmonikern zurück und brachte mit Alban Gerhardt als Solisten das Cellokonzert von Brett Dean zur europäischen Erstaufführung. Zudem gastierte er beim NDR Elbphilharmonie Orchester, der Staatskapelle Dresden, Finnish Radio Symphony Orchestra, Helsinki Philharmonic Orchestra und dem Orchestra dellʼAccademia Nazionale di Santa Cecillia.
Mit dem BBC Symphonic Orchestra setzt er sich fortwährend für die Förderung zeitgenössischer und selten gespielter Musik ein und brachte u. a. Werke von Thomas Larcher und Richard Causton zu Erstaufführungen. Zudem ging er mit dem Orchester und dem Klarinettisten Martin Fröst auf eine Konzerttournee durch Spanien. Gastspielreisen mit dem Royal Stockholm Philharmonic Orchestra führten Sakari Oramo außerdem nach Japan und in die Schweiz.
Zu den Plattenerfolgen gehören der BBC Music Magazineʼs Orchestra award für seine Einspielung der Symphonien Nr. 1 und 3 von Carl Nielsen mit dem Royal Stockholm Philharmonic Orchestra, die 2015 als letzte von drei Aufnahmen den hochgelobten Zyklus aller Nielsen-Symphonien vervollständigte.
