Album Info

Album Veröffentlichung:
2009

HRA-Veröffentlichung:
21.04.2015

Label: ACT Music

Genre: Jazz

Subgenre: Vocal

Das Album enthält Albumcover

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Formate & Preise

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FLAC 88.2 $ 13,50
  • 1Dancing With You04:46
  • 2The Linden05:02
  • 3Calypso Blues04:07
  • 4My Bye04:27
  • 5Jockey Full Of Bourbon03:43
  • 6Voyage06:02
  • 7Please, Don't Be Sad03:47
  • 8Shenandoah04:34
  • 9Come, Come03:32
  • 10Frevo05:19
  • 11Inner Prayer05:07
  • 12India Song05:00
  • Total Runtime55:26

Info zu Voyage

Noch darf eine koreanische Jazzsängerin als exotisch gelten. Wer aber um die enormen Anstrengungen vieler asiatischer Länder bei Ausbildung und Förderung und um die wachsende Gemeinde von Jazzbegeisterten dort weiß, der wird sich eher wundern, warum nicht schon mehr Künstler aus Korea oder Japan in aller Munde sind. Mit Youn Sun Nah hat ACT nun die erste koreanische Künstlerin exklusiv unter Vertrag genommen, und wer ihr ACT-Debüt Voyage (ACT 9019-2) hört, begreift schnell warum.

Die 1969 in Seoul geborene Youn Sun Nah entstammt einer Musikerfamilie. Ihr Vater ist Dirigent, ihre Mutter klassische Sängerin, sie selbst debütiert mit 23 im Musical-Fach. Erst mit 26 aber entscheidet sie sich, die Musik zum Beruf zu machen. Und leitet eine stilistische Wende ein: „Ich hatte französische Literatur studiert und liebte das französische Chanson. Also beschloss ich, nach Frankreich zu gehen. Nach und nach aber bekam ich den Eindruck, dass man Franzose sein muss, um Chansons zu singen, und so konzentrierte ich mich auf den Jazz.“

Schon während des Studiums an der Pariser CIM, der ältesten Jazz-Schule Europas, und am Boulanger Konservatorium gründet Sun Nah mit Kommilitonen ein international besetztes eigenes Quintett. Das macht sich schnell einen Namen, wird auf Festivals in ganz Frankreich eingeladen, spielt in sechs Jahren fünf hoch gelobte Alben ein und beschert Youn Sun Nah parallel dazu auch eine steile Karriere in ihrem Heimatland. Beim ersten Wettbewerb um die „Korean Music Awards“ wird sie 2004 zum „Best Artist“ im Bereich Crossover gewählt, ein Jahr später zum besten Nachwuchskünstler Koreas. Im selben Jahr gewinnt sie in Frankreich den renommierten Grand Prix beim Jazz à Juan Concours.

Ein richtungsweisender Schritt folgt 2007, als Youn Sun Nah in Korea das Pop-Album „Memory Lane“ einspielt. Nicht nur, weil die CD in ihrer Heimat ein Bestseller wird, sondern auch, weil sie den dänischen Pianisten Niels Lan Doky als Koproduzenten gewinnt. Er bringt sie zu Festivals in Dänemark, wo sie den schwedischen Star-Gitarristen und ACT-Künstler Ulf Wakenius trifft. Sie harmonieren so gut, dass beide gemeinsam in Korea auftreten und eine CD planen: „Es sollte eigentlich eine Duo-CD werden. Aber Ulf war so beschäftigt, dass wir einen Produzenten brauchten. Ulf schlug Lars Danielsson vor, den ich schon lange sehr bewunderte“, berichtet Sun Nah. So kam eins zum anderen: Danielsson produzierte nicht nur, sondern übernahm auch den Bass und brachte den norwegischen Trompeter Mathias Eick an Bord. Aus Lan Dokys Band stieß schließlich noch der französische Perkussionist Xavier Desandre-Navarre dazu.

Dieses erlesene Quartett sorgt auf Voyage nicht nur für ein unverkennbar nordisches Element, es war für Youn Sun Nah eine besondere Inspiration, wie sie berichtet: „Mit meiner Band in Paris ging es immer irgendwie ums Experiment. Wir waren ja alle sehr jung im Geschäft, als wir anfingen. Bei der Zusammenarbeit mit Ulf, Lars, Mathias und Xavier aber fühlte ich mich sofort entspannt und geborgen. Ihnen muss man nichts beweisen und wagt gerade deswegen umso mehr.“ Ein Lob, das ihre Begleiter sogleich zurückgeben: „Ihre wundervolle Stimme ist voller Gefühl und Emotionen“, findet Mathias Eick, Lars Danielsson lobt „ihr herausragendes Timing, das man selten bei Sängern findet“ und Xavier Desandre-Navarre fasst zusammen: „Ihre Tonlage ist fantastisch, ganz tight und präzise. Ihre Stimme ist weiträumig und kristallklar. Sie ist ein Sonnenschein.“ Alles andere als eine typische Jazzstimme also, aber umso interessanter, ob sie nun eigenwillig hoch scattet, klassisch ruhig singt oder rhythmischen Sprechgesang anschlägt. Damit verbindet Youn Sun Nah in ihren Songs auf bezwingende Weise die Mystik und Artistik des koreanischen Gesangs mit der Fantasie und Klarheit des französischen Chansons und der Energie und Freiheit des Jazz.

Und wie Youn Sun Nahs Gesang die verschiedensten Elemente vereint, so bündelt auch das Repertoire des Albums diverse Vorlieben. Neben sechs von melancholischen Balladen bis zu vertrackten Uptempo-Nummern reichenden Eigenkompositionen findet sich zum Beispiel auch Egberto Gismontis „Frevo“ als Paradestück für Wakenius oder Nat King Coles „Calypso Blues“, der ihr von einem französischen Freund ans Herz gelegt worden war. Schon seit langem ist Youn Sun Nah ein großer Tom Waits-Fan. „Ich wusste immer, dass ich irgendwann einmal ,Jockey Full Of Bourbon’ singe. Jetzt war es Zeit dafür.“ Und welch wunderbaren Kontrast zum rauchigen Bass des Originals ergibt Youn Sun Nahs ätherische Version. Ganz persönliche Erinnerungen verbindet Youn Sun Nah mit dem amerikanischen Traditional „Shenandoah“: „Das ist ein Song meiner Kindheit. Mein Vater hatte ihn als Leiter des Korean National Choir für vier Stimmen im Repertoire und so begleitete er mich viele Jahre.“

Voyage ist also zugleich eine Reise in die Vergangenheit wie ein Versprechen für die Zukunft. Und eine eindrucksvolle Visitenkarte einer der ungewöhnlichsten Sängerinnen der Gegenwart.

Youn Sun Nah, Gesang
Ulf Wakenius, Gitarre
Lars Danielsson, Kontrabass, Cello, Melodica
Xavier Desandre-Navarre, Percussion
Mathias Eick, Trompete

Recorded, mixed and mastered by Lars Nilsson at Nilento Studios, Gothenburg, Sweden, June 2-4, 2008
Produced by Lars Danielsson
Executive Producer: Jae Jin In


Youn Sun Nah
(geboren 28.08.1969 in Seoul/Korea) wuchs als Tochter eines Dirigenten und einer klassischen Sängerin auf. Mit 23 Jahren debütierte sie als Sängerin bei einem Konzert mit dem Korean Symphony Orchestra. Daran schlossen sich auf nationaler Ebene zahlreiche Auftritte in koreanischen Musicals an, für die sie mehrere Auszeichnungen erhielt. Unter anderem wirkte sie in der koreanischen Fassung des ursprünglich aus Deutschland stammenden Erfolgsmusicals „Linie 1“ mit.

Doch obwohl Youn Sun Nah’s Wurzeln im Musicalfach liegen, wurden ihr die Grenzen dieser künstlerischen Welt schnell zu eng. So entschloss sie sich 1995 nach Paris zu gehen, um dort an der CIM, eine der ältesten Jazzschulen Europas, Jazz und französisches Chanson zu studieren. Darüber hinaus besuchte sie das Staatliche Musikinstitut in Beauvais sowie das Boulanger Konservatorium. Schnell bewies Youn Sun Nah mit ihrem eigenen international besetzten Quintett in den Pariser Clubs ihr großes Talent für den Jazz. Ihr Potential blieb nicht länger unentdeckt und so spielte sie bald mit den renommiertesten Musikern der Pariser Szene. Durch Club- und Festivalauftritte wurde ihr Name in ganz Frankreich zum Begriff. Youn Sun Nah hatte eindrucksvolle Auftritte bei zahlreichen Jazzwettbewerben wie denen von La Défense, St. Maur und Montmartre. Daneben trat sie regelmäßig in Korea auf und so gelang ihr das Kunststück, ihre Karriere gleichzeitig in zwei Ländern in Gang zu bringen.

In den Jahren 2001 bis 2007 spielte Youn Sun Nah fünf Alben ein. Sie tourte durch Frankreich, Europa und ganz Asien einschließlich ihrer koreanischen Heimat. Ihre unermüdliche Aktivität brachte der Sängerin 2004 in Korea die Auszeichnung als „Best Artist“ in der Kategorie „Crossover“ ein. Im selben Jahr wurde ihr Album „So I am...“ vom französischen Publikum wie von der Presse stürmisch gefeiert. Seither wird sie in ihrer zweiten Heimat Frankreich als eine der bemerkenswertesten Sängerinnen ihrer Generation gefeiert. Der Gewinn des renommierten Grand Prix beim Jazz à Juan Concours im Jahre 2005 ebenso wie eine Auszeichnung als beste Nachwuchskünstlerin in Korea war die folgerichtige Konsequenz. Mit dem 2007 erschienenen Album „Memory Lane“, koproduziert von dem bekannten dänischen Pianisten Niels Lan Doky und dem koreanischen Bassisten Kim Jeong Ryul, festigte sie künstlerisch wie kommerziell ihre Position als eine der führenden Jazz-Interpretinnen der asiatischen Musikszene. Auch in den amerikanischen Medien erntete sie nun Anerkennung. Die Einladung zur von Wynton Marsalis geleiteten „Jazz at Lincoln Center“-Konzertreihe sicherte ihr weltweite Aufmerksamkeit.

Wo auch immer sie auftritt und wohin sie ihre vielen erfolgreichen Auftritte in Europa, Australien, Asien und den USA in den letzten Jahren auch geführt haben, Youn Sun Nah gelingt es stets, mit ihrer Musik das Publikum zu berühren. 2009 ist die Sängerin ACT-Künstlerin geworden. Mit den weltberühmten schwedischen Musikern Ulf Wakenius und Lars Danielsson hat sie ihr ACT-Debüt VOYAGE (ACT 9019-2) eingespielt, welches Ende April 2009 erschienen ist.

“Voyage“ war für Viele im Bereich Vokaljazz „Die Entdeckung der Saison” (Süddeutsche Zeitung).

Das Album wurde mit dem „Korean Music Award 2009“ als Jazz und Crossover Album des Jahres und mit dem „CHOC of the Month” vom französischen Jazzman / Jazz Magazine ausgezeichnet. Am 7.10.2009 ehrte das französische Kulturministerium Youn Sun Nah am mit dem „Chevalier de l`Ordre des Arts et des Lettres“, einer Auszeichnung für besondere Verdienste um die Kunst in Frankreich, die vor ihr schon Künstler wie David Bowie, Dee Dee Bridgewater, Leonardo DiCaprio oder Dustin Hoffman erhielten.

Am 17.4.2010 bezauberte Youn Sun Nah die Besucher beim renommieren Münchner BMW Welt Jazz Award und gewann souverän den Publikumspreis. Münchens Oberbürgermeister Christian Ude zeigte sich begeistert: „Man merkt am eigenen Leibe, wie Youn Sun Nah das Publikum mit ihrem Charme und ihrer Ausstrahlung um den Finger wickelt.“

Ende September 2010 erschien mit „SAME GIRL (ACT 9024-2)“ Youn Sun Nah’s zweites Album für ACT. So virtuos wie scheinbar mühelos wechselt sie hier zwischen Chanson, koreanischer Musik, Singer- Songwriter, Jazzstandards bis hin zu einer Neuinterpretation von Metallica’s „Enter Sandman“ und schafft es dabei stets, ganz und gar nach sich selbst und vollkommen unverwechselbar zu klingen. Mit Produzent und Bassist Lars Danielsson, Gitarrist Ulf Wakenius und Schlagzeuger Xavier Desandre-Navarre wird Youn Sun Nah von einer bestens eingespielten Band unterstützt.

Mit „Same Girl“ gelingt Youn Sun Nah der bisher größte Erfolg ihrer Karriere - sowohl in Korea, als auch in Europa. So schaffte es das Album in Frankreich innerhalb kürzester Zeit auf Platz eins der Jazzcharts, hielt sich über 30 Wochen ununterbrochen in den Top 10 und erreichte sogar die vorderen Ränge der Popcharts.

Zum zweiten Mal in Folge gewann Youn Sun Nah den begehrten CHOC Award des französischen Jazzman / Jazz Magazine und wurde vom Jazzmagazin „So Jazz“ zur Entdeckung des Jahres gewählt. Von der französischen Jazz-Akademie erhielt sie dem 'Prix Mimi Perrin du Jazz Vocal“ als Sängerin des Jahres.

Eine besondere Ehre wurde Youn Sun Nah im November 2010 zuteil: Im Rahmen des G20 Gipfels in Seoul, Südkorea, trat sie vor den Staatschefs von über 20 Ländern auf – darunter der amerikanische Präsident Barack Obama und die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel. Im Jahr 2011 setzte sich der große Erfolg von „Same Girl“ fort: In ihrer Heimat Korea gewann Youn Sun Nah im Februar zum vierten Mal dem „Korean Music Award“ in der Kategorie „Jazz und Crossover Album des Jahres“.

Am 30. April 2011 war Youn Sun Nah der Stargast des 25. Jubiläums des Kultmusicals „Linie Eins“ im Berliner GRIPS Theater – einem Stück, mit dessen koreanischer Fassung sie einst ihre Karriere begann.

Der bisherige Höhepunkt in der Erfolgsgeschichte von „Same Girl“ in Deutschland dürfte der Echo Jazz 2011 für als beste Sängerin international sein, den Youn Sun Nah am 17. Juni 2011 erhält. Mit dem Gewinn der Auszeichnung setzte sie sich gegen so prominente Mitbewerber wie Stacey Kent oder Lizz Wright durch.

Dieses Album enthält kein Booklet

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