Same Girl Youn Sun Nah

Album Info

Album Veröffentlichung:
2010

HRA-Veröffentlichung:
03.05.2012

Label: ACT Music

Genre: Jazz

Subgenre: Smooth Jazz

Das Album enthält Albumcover Booklet (PDF)

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Formate & Preise

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FLAC 88.2 $ 13,50
ALAC 88.2 $ 15,80
  • 1My Favorite Things03:58
  • 2My Name Is Carnival04:02
  • 3Breakfast In Baghdad05:56
  • 4Uncertain Weather03:22
  • 5Song Of No Regret03:45
  • 6Kangwondo Arirang04:06
  • 7Enter Sandman04:52
  • 8Same Girl04:14
  • 9Moondog04:10
  • 10Pancake03:36
  • 11La Chanson d'Hélène05:07
  • Total Runtime47:08

Info zu Same Girl

Mögen Stile und Genres von Song zu Song variieren, ist es doch immer das „Same Girl“, das die Stücke in eine unverkennbar eigene Klangwelt überführt: Youn Sun Nah.

Bei ihrem Debüt 2009 im Münchener Jazzclub Unterfahrt erhob sich der Saal entgegen jeder dortigen Gepflogenheit schon zur Pause zu standing ovations; die Süddeutsche Zeitung nannte sie „die Entdeckung der Saison“ und befand, es sei „einem im Jazzgesang lange nichts Schillernderes, Interessanteres und Virtuoseres untergekommen“; sie gewann den Publikumspreis des BMW Welt Jazz Awards und eroberte die Herzen der Jazzfans auf ausgedehnter JazzToday-Tour: Selten hat eine Sängerin Deutschland so im Sturm erobert wie die Koreanerin Youn Sun Nah mit ihrem ACT-Erstling „Voyage“ (ACT 9019-2).

Was Koreaner und Franzosen schon lange wissen - „Voyage“ kam in Frankreich (ihrem Zweitwohnsitz) in die Top Ten der Jazzcharts und erhielt den begehrten „CHOC“ als CD des Monats (Jazzman) - ist nun hier wie weltweit nicht mehr zu übersehen: Mit Youn Sun Nah hat jemand mit Star-Qualität die Musikszene betreten, jemand, der auf einzigartige Weise Brücken schlagen kann. Brücken zwischen Asien und Europa, zwischen Jazz, Chanson und Pop, zwischen höchster technischer Präzision und extremer musikalischer Freiheit, zwischen Minimalismus und Überschwang, zwischen Bekanntem und Unbekanntem.

War schon auf „Voyage“ das Spektrum dieser Brückenschläge enorm, so sprengt der Facettenreichtum ihrer musikalischen Vorlieben nun alle Grenzen, weswegen das neue Album auch demonstrativ „Same Girl“ heißt: Es ist tatsächlich dasselbe „Mädchen“, das hier wieder auf die Reise geht zu auf höchst eigenwillige und unverwechselbare Weise interpretierten Songs, die jeden stilistischen Käfig sprengen. „Ich wollte nicht auf einem spezielles Repertoire festgelegt sein, sondern alle möglichen Momente meines Lebens reflektieren,“ erklärt sie. „Deswegen ist das Album atmosphärisch noch vielfältiger als „Voyage“, wie ich finde. Und es hat auf gewisse Weise mehr Tiefe, porträtiert noch mehr Aspekte meiner Persönlichkeit.“

So ist mit „My Favorite Things“ aus der Feder von Oscar Hammerstein und Richard Rodgers das „Great American Songbook“ vertreten – allerdings auf unerhörte Weise, trägt Youn Sun Nah das Stück doch genau wie Randy Newmans „Same Girl“ - das hier nicht als Titeltrack verstanden wird - nur von sich selbst auf der Kalimba begleitet wie einen asiatischen Meditationsmonolog vor. Wie eine humorvolle Variation oder auch eine rhythmische Antithese der „Favorite Things“ klingt dann Nahs eigene Komposition „Pancake“, das ihr beim von Hunger begleiteten Warten auf einen Auftritt einfiel und das sie als Vehikel für ihre Musiker komponierte. Auch ein koreanisches Volkslied („Kangwondo Arirang“) und eine energiegeladene Komposition von Ulf Wakenius („Breakfast In Bagdad“) dienen ihr zur Demonstration ihrer nahezu unbeschränkten stimmlichen Ausdrucksmöglichkeiten, die von exaktem lautmalerischen Unisono-Gesang zu einem Instrument über expressive Explosionen bis zum hauchzarten und filigran phrasierten Pianissimo reichen. Mit Sergio Mendes‘ „Song Of No Regrets“, Philippe Sardes „La Chanson d’Helene“ und nicht zuletzt dem auf seinen lyrischen Gehalt reduzierten „Enter Sandman“ der Heavy-Metal-Band Metallica unterwirft sie völlig unterschiedliche Regionen der Pop-Musik ihrer Persönlichkeit.

Doch nicht nur zu Stücken der besten und berühmtesten Songwriter schafft Youn Sun Nah neue Zugänge, sie wartet auch mit echten Raritäten auf. Das als Blues angelegte „Moondog“ etwa stammt vom britischen Schlagzeuger Terry Cox, der Mitglied von Folkrock-Bands wie The Pentangle war, für David Bowie und Elton John, aber auch von 1974 bis 1982 für Charles Aznavour trommelte. Dem Vergessen entreißt sie auch den 1999 früh verstorbenen amerikanischen Folksänger Jackson C. Frank, dessen herausragendes, aber von Krankheit und psychischen Problemen zerstörtes, nur auf einem einzigen Album dokumentiertes Talent als Texter sie mit “My Name Is Carnival” wieder ins Bewusstsein ruft.

'Einen besseren Titel hätte man dieser CD wahrlich nicht geben können. Man käme nämlich nicht ohne weiteres auf die Idee, dass es tatsächlich ein- und dieselbe Person ist, die man hier auf den elf Stücken singen hört. Aber: Es ist wirklich das 'Same Girl' (der gleichnamige Randy-Newman-Song befindet sich in einer unorthodox begleiteten Version selbstverständlich auch auf dem Tonträger), das seine unterschiedlichsten musikalischen Vorlieben hier lustvoll virtuos ausleben darf.

Youn Sun Nah, so scheint es, beherrscht alle Idiome des zeitgenössischen weiblichen Populargesangs perfekt: die verschlafene Countryblues-Laszivität einer Norah Jones ('Moondog'), die leicht hysterische Verspieltheit von Coco Rosie ('Pancake'), die Kunst der gepflegten Great-American-Songbook-Adaption ('My Favorite Things' mit – kein Scherz – Daumenklavier), das Liebäugeln mit der Welt des Chansons ('La Chanson d’Hélène', bei dem man dank Roland Brival glaubt, Serge Gainsbourg sei wieder von den Toten auferstanden) sowie der Mut zur mysteriösen Folklore-Weise ('Kangwondo Arirang'). Das ist aber noch lange nicht alles: Mit 'Breakfast in Baghdad', das von ihrem kongenial multifunktionalen Gitarrenbegleiter Ulf Wakenius stammt, beweist Youn Sun Nah, dass sie im Maria-João-Sektor zu bestehen versteht. Und mit 'Enter Sandman' zeigt die in Frankreich zweitbeheimatete Koreanerin, dass sie auch einen Metallica-Song mühelos zu ihrem ganz persönlichen Alptraum machen kann. Das einzige Problem dieser Aufnahme dürfte sein, dass sie eines ebenfalls extrem offenen Zuhörers bedarf. Aber wir wollen uns nicht über zu viel Abwechslung beschweren. Eintönige Sängerinnen gibt es schließlich genug.' (Josef Engels, RONDO Magazin)

Youn Sun Nah, vocals, kalimba, music box, kazoo
Ulf Wakenius, guitars
Lars Danielsson, acoustic bass, cello
Xavier Desandre-Navarre, percussion

Special guest: Roland Brival, narration (track 11)

Produced by Axel Matignon & Lars Danielsson
Executive Producer: Jae Jin In (HUB MUSIC. Inc.)
Recorded at Nilento Studios, Gothenburg, Sweden, April 7-9, 2010
Mixed May 3-5, and mastered June 17, 2010 by Lars Nilsson


Youn Sun Nah
(geboren 28.08.1969 in Seoul/Korea) wuchs als Tochter eines Dirigenten und einer klassischen Sängerin auf. Mit 23 Jahren debütierte sie als Sängerin bei einem Konzert mit dem Korean Symphony Orchestra. Daran schlossen sich auf nationaler Ebene zahlreiche Auftritte in koreanischen Musicals an, für die sie mehrere Auszeichnungen erhielt. Unter anderem wirkte sie in der koreanischen Fassung des ursprünglich aus Deutschland stammenden Erfolgsmusicals „Linie 1“ mit.

Doch obwohl Youn Sun Nah’s Wurzeln im Musicalfach liegen, wurden ihr die Grenzen dieser künstlerischen Welt schnell zu eng. So entschloss sie sich 1995 nach Paris zu gehen, um dort an der CIM, eine der ältesten Jazzschulen Europas, Jazz und französisches Chanson zu studieren. Darüber hinaus besuchte sie das Staatliche Musikinstitut in Beauvais sowie das Boulanger Konservatorium. Schnell bewies Youn Sun Nah mit ihrem eigenen international besetzten Quintett in den Pariser Clubs ihr großes Talent für den Jazz. Ihr Potential blieb nicht länger unentdeckt und so spielte sie bald mit den renommiertesten Musikern der Pariser Szene. Durch Club- und Festivalauftritte wurde ihr Name in ganz Frankreich zum Begriff. Youn Sun Nah hatte eindrucksvolle Auftritte bei zahlreichen Jazzwettbewerben wie denen von La Défense, St. Maur und Montmartre. Daneben trat sie regelmäßig in Korea auf und so gelang ihr das Kunststück, ihre Karriere gleichzeitig in zwei Ländern in Gang zu bringen.

In den Jahren 2001 bis 2007 spielte Youn Sun Nah fünf Alben ein. Sie tourte durch Frankreich, Europa und ganz Asien einschließlich ihrer koreanischen Heimat. Ihre unermüdliche Aktivität brachte der Sängerin 2004 in Korea die Auszeichnung als „Best Artist“ in der Kategorie „Crossover“ ein. Im selben Jahr wurde ihr Album „So I am...“ vom französischen Publikum wie von der Presse stürmisch gefeiert. Seither wird sie in ihrer zweiten Heimat Frankreich als eine der bemerkenswertesten Sängerinnen ihrer Generation gefeiert. Der Gewinn des renommierten Grand Prix beim Jazz à Juan Concours im Jahre 2005 ebenso wie eine Auszeichnung als beste Nachwuchskünstlerin in Korea war die folgerichtige Konsequenz. Mit dem 2007 erschienenen Album „Memory Lane“, koproduziert von dem bekannten dänischen Pianisten Niels Lan Doky und dem koreanischen Bassisten Kim Jeong Ryul, festigte sie künstlerisch wie kommerziell ihre Position als eine der führenden Jazz-Interpretinnen der asiatischen Musikszene. Auch in den amerikanischen Medien erntete sie nun Anerkennung. Die Einladung zur von Wynton Marsalis geleiteten „Jazz at Lincoln Center“-Konzertreihe sicherte ihr weltweite Aufmerksamkeit.

Wo auch immer sie auftritt und wohin sie ihre vielen erfolgreichen Auftritte in Europa, Australien, Asien und den USA in den letzten Jahren auch geführt haben, Youn Sun Nah gelingt es stets, mit ihrer Musik das Publikum zu berühren. 2009 ist die Sängerin ACT-Künstlerin geworden. Mit den weltberühmten schwedischen Musikern Ulf Wakenius und Lars Danielsson hat sie ihr ACT-Debüt VOYAGE (ACT 9019-2) eingespielt, welches Ende April 2009 erschienen ist.

“Voyage“ war für Viele im Bereich Vokaljazz „Die Entdeckung der Saison” (Süddeutsche Zeitung).

Das Album wurde mit dem „Korean Music Award 2009“ als Jazz und Crossover Album des Jahres und mit dem „CHOC of the Month” vom französischen Jazzman / Jazz Magazine ausgezeichnet. Am 7.10.2009 ehrte das französische Kulturministerium Youn Sun Nah am mit dem „Chevalier de l`Ordre des Arts et des Lettres“, einer Auszeichnung für besondere Verdienste um die Kunst in Frankreich, die vor ihr schon Künstler wie David Bowie, Dee Dee Bridgewater, Leonardo DiCaprio oder Dustin Hoffman erhielten.

Am 17.4.2010 bezauberte Youn Sun Nah die Besucher beim renommieren Münchner BMW Welt Jazz Award und gewann souverän den Publikumspreis. Münchens Oberbürgermeister Christian Ude zeigte sich begeistert: „Man merkt am eigenen Leibe, wie Youn Sun Nah das Publikum mit ihrem Charme und ihrer Ausstrahlung um den Finger wickelt.“

Ende September 2010 erschien mit „SAME GIRL (ACT 9024-2)“ Youn Sun Nah’s zweites Album für ACT. So virtuos wie scheinbar mühelos wechselt sie hier zwischen Chanson, koreanischer Musik, Singer- Songwriter, Jazzstandards bis hin zu einer Neuinterpretation von Metallica’s „Enter Sandman“ und schafft es dabei stets, ganz und gar nach sich selbst und vollkommen unverwechselbar zu klingen. Mit Produzent und Bassist Lars Danielsson, Gitarrist Ulf Wakenius und Schlagzeuger Xavier Desandre-Navarre wird Youn Sun Nah von einer bestens eingespielten Band unterstützt.

Mit „Same Girl“ gelingt Youn Sun Nah der bisher größte Erfolg ihrer Karriere - sowohl in Korea, als auch in Europa. So schaffte es das Album in Frankreich innerhalb kürzester Zeit auf Platz eins der Jazzcharts, hielt sich über 30 Wochen ununterbrochen in den Top 10 und erreichte sogar die vorderen Ränge der Popcharts.

Zum zweiten Mal in Folge gewann Youn Sun Nah den begehrten CHOC Award des französischen Jazzman / Jazz Magazine und wurde vom Jazzmagazin „So Jazz“ zur Entdeckung des Jahres gewählt. Von der französischen Jazz-Akademie erhielt sie dem 'Prix Mimi Perrin du Jazz Vocal“ als Sängerin des Jahres.

Eine besondere Ehre wurde Youn Sun Nah im November 2010 zuteil: Im Rahmen des G20 Gipfels in Seoul, Südkorea, trat sie vor den Staatschefs von über 20 Ländern auf – darunter der amerikanische Präsident Barack Obama und die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel. Im Jahr 2011 setzte sich der große Erfolg von „Same Girl“ fort: In ihrer Heimat Korea gewann Youn Sun Nah im Februar zum vierten Mal dem „Korean Music Award“ in der Kategorie „Jazz und Crossover Album des Jahres“.

Am 30. April 2011 war Youn Sun Nah der Stargast des 25. Jubiläums des Kultmusicals „Linie Eins“ im Berliner GRIPS Theater – einem Stück, mit dessen koreanischer Fassung sie einst ihre Karriere begann.

Der bisherige Höhepunkt in der Erfolgsgeschichte von „Same Girl“ in Deutschland dürfte der Echo Jazz 2011 für als beste Sängerin international sein, den Youn Sun Nah am 17. Juni 2011 erhält. Mit dem Gewinn der Auszeichnung setzte sie sich gegen so prominente Mitbewerber wie Stacey Kent oder Lizz Wright durch.

Booklet für Same Girl

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