Rodion Shchedrin: Music from The Lady with the Lapdog, Concerto Dolce & other works Lawrence Power, Turku Philharmonic Orchestra & Olli Mustonen
Album Info
Album Veröffentlichung:
2026
HRA-Veröffentlichung:
06.03.2026
Label: Ondine
Genre: Classical
Subgenre: Concertos
Interpret: Lawrence Power, Turku Philharmonic Orchestra & Olli Mustonen
Komponist: Rodion Schtschedrin (1932-2025)
Das Album enthält Albumcover Booklet (PDF)
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- Rodion Shchedrin (1932 - 2025): Music for Strings, Oboes, Horns and Celesta:
- 1 Shchedrin: Music for Strings, Oboes, Horns and Celesta: I. Andante moderato 04:27
- 2 Shchedrin: Music for Strings, Oboes, Horns and Celesta: II. Allegro 02:52
- 3 Shchedrin: Music for Strings, Oboes, Horns and Celesta: III. Con passione 05:33
- 4 Shchedrin: Music for Strings, Oboes, Horns and Celesta: IV. Allegro moderato 02:55
- 5 Shchedrin: Music for Strings, Oboes, Horns and Celesta: V. Allegro 01:48
- 6 Shchedrin: Music for Strings, Oboes, Horns and Celesta: VI. Con passione 08:02
- Shepherd’s Pipes of Vologda (Hommage à Bartók):
- 7 Shchedrin: Shepherd’s Pipes of Vologda (Hommage à Bartók) 06:26
- Concerto dolce:
- 8 Shchedrin: Concerto dolce 21:04
- The Frescoes of Dionysios:
- 9 Shchedrin: The Frescoes of Dionysios 11:48
Info zu Rodion Shchedrin: Music from The Lady with the Lapdog, Concerto Dolce & other works
Der Komponist Rodion Shchedrin (1932–2025) war eine der führenden Persönlichkeiten der sowjetischen Musik der Nachkriegszeit. Dieses Album des Turku Philharmonic Orchestra unter der Leitung von Olli Mustonen vereint vier seiner Werke, darunter Musik aus seinem Ballett „Die Dame mit dem Schoßhund“ sowie ein Violakonzert, „Concerto dolce“, gespielt von Lawrence Power, einem der größten Bratschisten unserer Zeit. Rodion Shchedrin verstarb, während dieses Album, das ein Denkmal für die einzigartige Freundschaft und künstlerische Zusammenarbeit ist, die Olli Mustonen und Rodion Shchedrin über drei Jahrzehnte hinweg gepflegt hatten, in Vorbereitung war.
Shchedrin bewegte sich frei zwischen verschiedenen Stilen und kombinierte Einflüsse und Materialien aus verschiedenen Quellen. Er bezeichnete sich selbst als „Post-Avantgardisten“ und war im Gegensatz zu vielen Modernisten nicht bereit, sich an streng definierte stilistische Parameter zu binden. Schtschedrins fünf Ballette (1956–1985) nehmen einen besonderen Platz in seinem Schaffen ein und etablierten ihn als vollwertigen Erben der russischen Balletttradition (nach Tschaikowski, Strawinsky, Prokofjew u. a.), während er diese Tradition gleichzeitig entschlossen reformierte. Das letzte Ballett, das Schtschedrin vollendete, war Die Dame mit dem Hündchen (1985), das er zum 60. Geburtstag seiner Frau Maya Plisetskaya schrieb. Kurz darauf adaptierte er dieses 50-minütige Ballett zu einem prägnanteren Konzertstück mit dem Titel Musik für Streicher, zwei Oboen, zwei Hörner und Celesta (1986) – ein zutiefst intensives und emotionales Werk. Es ist sozusagen eine Zusammenfassung des Balletts und steht in enger Verbindung zum Originalballett, da sogar die Instrumentierung dieselbe ist.
„Shepherd’s Pipes of Vologda“ (1995) wurde vom ungarischen Rundfunk in Auftrag gegeben und ist eine Hommage an den ungarischen Meisterkomponisten Béla Bartók. In den frühen 1950er Jahren reiste Shchedrin als Mitglied eines ethnomusikologischen Forschungsteams nach Weißrussland und Wologda, um authentische Volksmusik zu studieren und aufzunehmen. Anklänge an seine Begegnung mit echter Volkstradition sind in diesem Werk zu hören, das über 40 Jahre später fertiggestellt wurde.
Konzerte waren ein wichtiges Mittel für Shchedrins musikalische Ausdrucksweise, wie aus seinem Werkverzeichnis hervorgeht. Obwohl die Solopartien in seinen Konzerten immer anspruchsvoll sind, handelt es sich dabei nicht um virtuose Darbietungen. Der konzertante Aspekt wird durch die Dynamik der Beziehung zwischen Solist und Orchester, zwischen Individuum und Kollektiv, untersucht. Concerto dolce wird von schwebenden Melodien der Bratsche dominiert, die oft dem Dolce des Titels entsprechen, aber auch intensive, schmerzhafte und nervöse Töne enthalten. Die Stimmung des Stückes ist eine ruhige Erzählung, oft intensiv meditativ oder nostalgisch, mit nur gelegentlichen Abweichungen.
Shchedrins Kammermusikwerk „Die Fresken des Dionysios“ (1981) konzentriert sich auf das Sakrale: die orthodoxe Tradition in der Region Wologda, vor allem eine der größten Persönlichkeiten der Moskauer Schule der Ikonenmalerei, Dionysios (ca. 1440–1502). Seine bedeutendsten und am besten erhaltenen Werke befinden sich im Ferapontow-Kloster, das im Jahr 2000 zum UNESCO-Weltkulturerbe erklärt wurde. In diesem Stück versuchte Shchedrin, die strenge, reduzierte, stilisierte und doch fesselnde Stimmung der Fresken einzufangen.
Lawrence Power, Viola
Turku Philharmonic Orchestra
Olli Mustonen, Dirigent
Keine Biografie vorhanden.
Booklet für Rodion Shchedrin: Music from The Lady with the Lapdog, Concerto Dolce & other works
