Genius Loves Company Ray Charles

Album Info

Album Veröffentlichung:
2004

HRA-Veröffentlichung:
31.03.2026

Label: Tangerine Records

Genre: Jazz

Subgenre: Jazz Blues

Interpret: Ray Charles

Das Album enthält Albumcover

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Formate & Preise

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FLAC 44.1 $ 12,90
  • 1 Here We Go Again 03:59
  • 2 Sweet Potato Pie 03:48
  • 3 You Don't Know Me 03:55
  • 4 Sorry Seems To Be The Hardest Word 03:59
  • 5 Fever 03:31
  • 6 Do I Ever Cross Your Mind 04:35
  • 7 It Was A Very Good Year 05:00
  • 8 Hey Girl 05:16
  • 9 Sinner's Prayer 04:25
  • 10 Heaven Help Us All 04:33
  • 11 Over The Rainbow 04:55
  • 12 Crazy Love (Live) 03:43
  • Total Runtime 51:39

Info zu Genius Loves Company

Ray Charles war zweifellos einer der einflussreichsten Musiker des 20. Jahrhunderts. In seiner fast sechs Dekaden umspannenden Karriere veränderte er das Gesicht der populären Musik nachhaltig. Er erfand die Soulmusik, war nach Meinung vieler Kollegen einer der federführenden Architekten des Rock ‘n’ Roll und inspirierte mit seinem einzigartigen Vokalstil praktisch jeden Rock- und Soulsänger: von Steve Winwood über Al Green und Marvin Gaye bis Van Morrison und Joe Cocker. Keith Richards nannte ihn den ersten wahren Crossover-Musiker. Tatsächlich deckte der 13-fache Grammy-Preisträger das gesamte Spektrum der nordamerikanischen Populärmusik ab. Bei seinen über 250 Albumsessions nahm der Sänger und Pianist Gospelsongs auf, Soul, R&B, Blues, Jazz, Pop, Rock, ja sogar Platten mit Country & Western und klang doch immer wie Ray Charles. Hits wie “Georgia On My Mind”, “What’d I Say”, “Hit The Road Jack” und “I Can’t Stop Loving You” avancierten ebenso zu Evergreens wie seine brillanten Versionen der Beatlessongs “Yesterday” und “Eleanor Rigby”. Seine Interpretation von “America The Beautiful” bleibt eine der eindrucksvollsten.

Wie schön wäre es, wenn man “Genius Loves Company” als einen weiteren Meilenstein in der wahrlich umfangreichen Diskographie von Ray Charles ankündigen könnte, vielleicht noch versehen mit dem Hinweis, dass dieses Genie bereits an einem neuen Album arbeitet oder eine große Tournee vorbereitet. Gleichwohl ist dem leider nicht so. Ray Charles Robinson, wie er bürgerlich hieß, starb am 10. Juni 2004 73-jährig in Beverley Hills, knapp drei Monate nach der Fertigstellung des Duett-Albums, an dem er trotz schwerer Krankheit fast ein Jahr gearbeitet hatte.

“Ich dachte, es wäre einfach an der Zeit, Freunde, die ich liebe, und Künstler, die ich bewundere, zu mir ins Studio einzuladen, um mit ihnen live Songs einzusingen, so wie wir das früher in den 50er und 60er Jahren getan haben,” erklärte der Sänger noch im März die Intention von “Genius Loves Company”, kurz nachdem die Aufnahmen des ambitionierten Projekts mit einem bewegenden “Sorry Seems To Be The Hardest Word” von und mit Pop-Maestro Elton John endgültig abgeschlossen waren.

Der erste Freund und Weggefährte, der die Einladung ins Studio annahm, war der Vater des heutigen Blues, B. B. King, der bei dem von Lowell Fulson und Lloyd C. Glenn komponierten “Sinner’s Prayer”, das Ray Charles bereits in den frühen 50er Jahren eingespielt hatte, zur absoluten Höchstform auflief. Die älteste Aufnahme des Albums ist jedoch das mitreißende Duett mit Van Morrison “Crazy Love”, live aufgenommen während der Songwriter’s Hall Of Fame Awards anlässlich Morrisons Aufnahme in die ehrwürdige Ruhmeshalle im Juni letzten Jahres.

Insgesamt liest sich die Liste der Mitwirkenden, die zusammen nicht weniger als 79 Grammies auf die Waage bringen, wie ein Who is Who der besten und erfolgreichsten Künstler aus Gospel, Soul, Jazz, Rock, Country, Blues und Pop. Als Ray Charles' Duettpartner sind neben den bereits genannten dabei: Blue Note Superstar Norah Jones, Country-Ikone Willie Nelson, die R&B-Legende Gladys Knight, Jazz-Chanteuse Diana Krall, der populäre Crooner Johnny Mathis, der weiße Soul-Sänger und Komponist Michael McDonald (ex-Doobie Brothers), die Gitarristin und Sängerin Bonnie Raitt, der Singer/Songwriter James Taylor sowie Soul-Diva Natalie Cole. Mit der Tochter von Nat “King” Cole, der in den 40er Jahren das Idol des jungen Ray Charles war, entstand eine sinnliche Version von “Fever”.

Das Gros der einzelnen Sessions von “Genius Loves Company” nahm jeweils nicht mehr als einen Tag in Anspruch. Aufgenommen wurde meist in Rays eigenem, 1962 eingerichtetem und inzwischen zum historischen Wahrzeichen der Stadt Los Angeles erklärten Studio. Der Kern der Band bestand aus Tom Fowler am Bass, Ray Brinker am Schlagzeug, Randy Waldman spielte Piano, Irv Kramer Gitarre und der unvergleichliche Billy Preston steuerte geniale Hammond B3-Soli bei. Für die Produktion zeichnete neben John Burk, Vize Präsident von Concord Records, der legendäre Grammy-Preisträger Phil Ramone verantwortlich.

Bei den Songs handelt es sich neben einigen Kompositionen der jeweiligen Duettpartner wie “Crazy Love” aus Van Morrisons Albumklassiker “Moondance” und James Taylors “Sweet Potato Pie” in der Regel um All-Time-Favourites, die zum Teil seit Jahrzehnten zum Repertoire von Ray Charles gehörten. Eddie Arnolds alter Country-Hit “You Don’t Know Me”, den Charles 1962 auf seinem Meisterwerk “Modern Sounds In Country & Western” erstmals interpretierte, avancierte im Duett mit Diana Krall zu einer stimmungsvollen Bar-Room-Ballade. Mit Norah Jones an seiner Seite verwandelte er den Country-Song “Here We Go Again” aus seinem Album “Listen” von 1967 in einen kunstvollen Gospel-Blues. “Do I Ever Cross Your Mind”, ein Titel aus Charles' Countryphase der 80er Jahre, erwies sich im Duo mit Bonnie Raitt als Paradebeispiel für die Kombination von Country und Blues. Und Gladys Knights Beitrag zur ergreifenden Gospelode “Heaven Help Us” aus dem von Quincy Jones produzierten Album “A Message From The People” von 1972 weckte nach Ray Charles eigener Aussage Erinnerungen an seine alte Heimat Albany, Georgia, wo er am 23. September 1930 geboren wurde.

Besonders angetan war Ray Charles auch von Michael McDonald. Zehn Jahre zuvor hatte er dessen Version des alten Carole King Hits “Hey Girl” (Bobby Vee und Freddie Scott eroberten damit die Charts) gehört und daraufhin den Song in sein eigenes Konzertprogramm übernommen. Für die Duett-Version im klassischen R&B-Sound der 70er Jahre wechselte das Team auf die Soundstage der Warner Bros. Studios, wo der Song mit Unterstützung eines 63 Mann starken Orchesters mitgeschnitten wurde. In opulenter Pracht schwelgten auch die Streicher beim Treffen mit Willie Nelson auf dem Frank Sinatra-Juwel “It Was A Very Good Year” und im Duett mit Johnny Mathis bei dem Evergreen “Over The Rainbow”, den Ray Charles bereits vor vierzig Jahren auf dem Album “Ingredients In A Recipe For Soul” interpretiert hatte.

Die Kombination Ray Charles & Friends ist nicht neu. Im Laufe seiner Karriere holte er zahlreiche bekannte Künstler wie Guitar Slim, Jimmy Lewis, David “Fathead” Newman, Milt Jackson, George Jones, Chaka Khan, Aretha Franklin und Stevie Wonder als Partner ans Mikrophon. Mit Betty Carter produzierte er 1961 sogar ein ganzes Album, und auf “Friendship” von 1984 standen ihm populäre Country-Sänger wie Willie Nelson, Merle Haggard, Johnny Cash, Chet Atkins und Hank Williams Jr. zur Seite. Aber ein komplettes Album mit wechselnden Duettpartnern aus verschiedenen Genres gab es von ihm bislang nicht. Und auch, wenn es einen Vollblutmusiker seines Kalibers wohl kaum mehr geben wird und die Trauer um den Verlust eines der größten Musiker des vergangenen Jahrhunderts groß ist: Einen würdigeren Schlusspunkt als “Genius Loves Company” mit seinen zwölf kongenialen Duetten hätte Ray Charles kaum setzen können.

Ray Charles




Ray Charles
The name Ray Charles is on a Star on Hollywood Boulevard’s Walk of Fame. The name Ray Charles designates a superstar worldwide. His bronze bust is enshrined in the Playboy Jazz Hall of Fame. There is the bronze medallion that was cast and presented to him by the French Republic on behalf of the French people. In just about every Hall of Fame that has anything to do with music, be it Rhythm & Blues, Jazz, Rock & Roll, Gospel or Country & Western, Ray’s name is very prominently displayed. There are many awards given to him in the foregoing categories as proof.

Probably the strongest element in Ray Charles’ life, and the most concentrated driving force, was music. Ray often said, “I was born with music inside me. That’s the only explanation I know.”

Ray Charles was not born blind. In fact, it took almost seven years for him to lose his sight in its entirety, which means he had seven years to see the joy and sadness of this big wonderful world – a world he would never see again. As a seven year old child, in searching for light, he stared at the sun continuously, thereby eliminating all chances of the modern-day miracle, cornea transplants – a surgery unheard of in 1937.

Perhaps the reason that Ray Charles made music his mistress and fell madly in love with the lady is that music was a natural to him. Ray sat at a piano and the music began; he opened his mouth and the lyrics began. He was in absolute control.

But the rest of his life was not quite so simple. Ray was born at the very beginning of the Great Depression – a depression that affected every civilized country in the world. Ray was born in 1930 in Albany, Georgia, the same year that another Georgia native by the name of Hoagy Carmichael, was already making his mark on the world. In 1930, the year of Ray’s birth, Hoagy recorded a song that became an all-time classic and remains so to this day; a song titled “Stardust.” It’s ironic that these two Georgia natives would someday cross paths again, as they did 30 years later when Ray Charles was asked by the State of Georgia to perform, in the Georgia Legislative Chambers, the song they had selected as their state song. That song was Ray’s version of “Georgia,” written by Hoagy Carmichael. Hoagy, who unfortunately was too ill to attend the event, was listening via telephone/satellite tie-up.

Ray’s mother and father, Aretha and Bailey, were “no-nonsense” parents. Even after Ray lost his sight, his mother continued to give him chores at home, in the rural area in which they lived, such as chopping wood for the wood burning stove in the kitchen in order for them to prepare their meals. Chores such as this often brought complaints from the neighbors, which were met with stern words from Mrs. Robinson. She told them her son was blind, not stupid, and he must continue to learn to do things, not only for himself, but for others as well. Unfortunately, Ray lost the guidance of his mother and the counseling of his father at a very young age. At 15 years old, Ray Charles was an orphan, but he still managed to make his way in this world under very trying conditions; living in the South and being of African-American heritage, plus being blind and an orphan.

Ray refused to roll over and play dead. Instead he continued his education in St. Augustine, at Florida’s State School for the Deaf and Blind. A few years later, Ray decided to move. His choice was Seattle, Washington. It was in Seattle that Ray recorded his first record. It was also in Seattle that the seed was planted for a lifelong friendship with Quincy Jones. More information please visit the Ray Charles homepage.

Dieses Album enthält kein Booklet

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