Julius Berger, Andrei Pushkarev, Pavel Beliaev


Biographie Julius Berger, Andrei Pushkarev, Pavel Beliaev


Julius Berger
Seit mehr als 40 Jahren ist der in Augsburg geborene Cellist Julius Berger aus dem Musikleben nicht mehr wegzudenken. Und das nicht nur weil er ein wunderbarer Interpret ist, den der berühmte Kritiker Wolf-Eberhard von Lewinski nach seiner zweiten Aufnahme der Cello-Suiten von Bach einen „Propheten des Cellos“ nannte. Seine jüngste Aufnahme erhielt den begehrten „Supersonic Award“. Er ist auch als Solist und Kammermusiker international tätig, hat zahlreiche CDs eingespielt und bildet Spitzennachwuchs aus. Zunächst als Professor in Würzburg, Saarbrücken und Mainz, unterrichtete er von 2000 bis 2019 in Augsburg und gibt weltweit Meisterkurse, wie z. B. seit 1992 an der Internationalen Sommerakademie des Mozarteums in Salzburg. Er ist gleichzeitig künstlerischer Leiter der Eckelshausener Musiktage und des Asiagofestivals in Italien, leitete Internationale Wettbewerbe und ist als Jurymitglied weltweit gefragt. Nicht zuletzt widmet er sich mit Hingabe der Erforschung der zum Teil noch unbekannten Cellowerke von Boccherini. Hervorgetreten ist Julius Berger aber auch durch sein großes Engagement für zeitgenössische Musik von Sofia Gubaidulina, Franghiz Ali-Zadeh, Wilhelm Killmayer u.v.a. Mehr als zwanzig Cellokonzerte oder Kammermusikwerke sind ihm gewidmet, durch ihn uraufgeführt und eingespielt.

Julius Berger ist ordentliches Mitglied der Akademie der Wissenschaften und der Literatur in Mainz. Vor kurzem erschien sein Buch „Tautropfen“ mit eigenen Texten, Gedichten und Fotografien.

Andrei Pushkarev
wurde 1974 in einer Musikerfamilie in Kiew geboren. Im Alter von fünf Jahren begann er seine musikalische Ausbildung mit Klavierunterricht. 1980 trat er in die Kiewer Fachschule für Musik ein.

Schon in jungen Jahren begeisterte sich Andrei für Musik und im Alter von 14 Jahren verlagerte sich sein Fokus auf Schlaginstrumente. 1992 wurde Andrei Pushkarev Schüler des Nationalen Konservatoriums Tschaikowsky von Kiew (heute Nationale Musikakademie der Ukraine), wo er seine professionelle Weiterbildung bei Profes- sor Alexander Blinov fortsetzte.

Während seines Studiums am Konservatorium begann Andrei eigene Werke zu komponieren. Er studierte weiterhin Orchesterpercussion, aber das Vibraphon hatte seine Seele erobert. Das Vibra- phon wurde für Andrei viel mehr als ein Lieblingsinstrument, es wurde ein echtes Soloinstrument, das die Zuhörer in eine Welt voller neuer aufregender Klänge und Farben entführen konnte.

1995 gewann Andrei den neu eingerichteten Wettbewerb „Neue Namen der Ukraine“ und spielte bei der Preisverleihung seine eigenen Kompositionen. Zwischen 1995 und 1999 trat Andrei als Solo-Vibraphonist mit vielen Kammerensembles überall in der Ukraine auf.

In dieser Zeit hat Andrei einen weiteren wichtigen Meilenstein seiner Karriere erreicht. 1996 gewann er das Probespiel zum Ersten Pauker der Kiewer Philharmoniker und war mit 22 Jahren jüngster Solopauker eines Sinfonieorchesters in der Ukraine.

1999 erreichte seine musikalische Karriere einen neuen Höhepunkt. Andrei Pushkarev trat dem „Kremerata Baltica Chamber Orchestra“ bei. Bis heute hat er den Status eines anerkannten Solisten sowie eines Hauptpercussionisten dieses Ensembles.

Der weltberühmte Geiger Gidon Kremer gründete das Orchester 1997. Seit 1999 tourte Andrei mit der „Kremerata Baltica“ um die Welt und nahm an unzähligen Konzerten teil. Darüber hinaus nahm er als Mitglied des Ensembles an zahlreichen Aufnahmen für Labels wie Nonesuch, Deutsche Grammophon, ECM usw. teil. Als Solist ist er auf der CD-Veröffentlichung „After Mozart“ zu hören, die 2001 in den USA mit einem Grammy Award sowie in Deutschland mit dem Echo Award 2002 ausgezeichnet wurde.

Im Sommer 1999 trat er erstmals beim Kammermusikfest Lockenhaus (Österreich) auf und nahm danach regelmäßig an diesem Festival teil.

In den folgenden Jahren spielte Pushkarev viele Kompositionen als Solo-Vibraphonist beim Kammer- musikfest Lockenhaus – mit Arrangements von Astor Piazzolla, Richard Rogers, Peter Tschaikowsky usw.

Seitdem hat er etliche Bearbeitungen für das Vibraphon und Violine solo mit und ohne Kammerorchester geschaffen. Zusammen mit Gidon Kremer und der „Kremerata Baltica“ trat er in zahlreichen Konzertsälen auf der ganzen Welt auf, darunter in der Carnegie Hall in New York, in der Albert Hall in London, im Musikverein und im Konzerthaus in Wien, im Concertgebouw in Amsterdam usw.

Gidon Kremer hatte die Idee, Jazz-Arrangements der 15 zweistimmigen Inventionen von J. S. Bach für Solo-Vibraphon zu erstellen. Andrei entwickelte die Idee weiter, da er selbst eine große Leidenschaft für Jazz hat. Schließlich wurde jede der berühmten Werke Bachs im Stil einer Vielzahl von Jazzpianisten umgestaltet und ausgeführt – darunter Oscar Peterson, Dave Brubeck, Chick Co- rea usw. Im Frühjahr 2004 führte Andrei Pushkarev erstmals das Projekt „Bach Vibrations“ in Basel (Schweiz) beim Festival „Les Museiques“ von Gidon Kremer auf.

Im November 2017 inszenierte die Lettische Nationaloper das Ballett „Don Juan“ mit Musik von Mozart und Chopin, arrangiert von Andrei Pushkarev.

Im März 2020 inszenierte das Nationaltheater Brno (Tschechische Republik) das Ballett „Die Kameliendame“ mit Musik von Schubert, arrangiert von Andrei Pushkarev.

Derzeit arbeitet Andrei neben seinen internationalen Auftritten an zahlreichen Arrangements und Kompositionsaufträgen für weltberühmte Orchester, Kammermusikvereinigungen und Solisten.

Pavel Beliaev
wurde 1977 in Minsk, Belarus, geboren.

Er fing mit sieben Jahren an zu musizieren. Sein Studium beendete er an der Belarussischen Nationalen Musikakademie in Minsk sowie an der Hochschule für Musik in Köln (Prof. Christian Roderburg, Andy Gillmann und Mathias Haus).

Pavel Beliaev ist freischaffender Musiker. Neben dem solistischen Spiel gilt seine Leidenschaft vor allem dem Musizieren in kammermusikalischen Formationen. Eine besondere Zusammenarbeit bildet hier die Tournee- und Konzerttätigkeit mit dem weltbekannten Kammerorchester „Kremerata Baltica“ unter der Leitung von Gidon Kremer. Außerdem arbeitet Pavel regelmäßig mit Musiktheatern und Berufsorchestern wie den Dortmunder Philharmoniker, Niederrheinischen Symphonikern, Bergischen Symphonikern, der Neuen Philharmonie Westfalen, der deutschen Oper am Rhein und Musiktheater im Revier zusammen.

Pavel Beliaev ist Preisträger des Musikwettbewerbs der Barmenia Versicherungen.

Er ist ein viel gefragter Kammermusikpartner in fast allen Musikgenres sowie erfolgreich mit seinen Kammermusikformationen „PS: Percussion“ mit Salome Amend und „GRAD percussiond duo“ mit Andrei Pushkarev.



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