Free As A Bird (Remastered 2026) Supertramp

Album Info

Album Veröffentlichung:
1987

HRA-Veröffentlichung:
19.06.2026

Label: A&M

Genre: Rock

Subgenre: Modern Rock

Interpret: Supertramp

Das Album enthält Albumcover

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  • 1 It's Alright (Album Version) (Remastered 2026) 04:57
  • 2 Not The Moment (Album Version) (Remastered 2026) 04:34
  • 3 It Doesn't Matter (Album Version) (Remastered 2026) 04:49
  • 4 Where I Stand (Album Version) (Remastered 2026) 03:38
  • 5 Free As A Bird (Album Version) (Remastered 2026) 04:20
  • 6 I'm Beggin' You (Album Version) (Remastered 2026) 05:27
  • 7 You Never Can Tell With Friends (Album Version) (Remastered 2026) 04:14
  • 8 Thing For You (Album Version) (Remastered 2026) 03:59
  • 9 An Awful Thing To Waste (Album Version) (Remastered 2026) 07:47
  • Total Runtime 43:45

Info zu Free As A Bird (Remastered 2026)

Auf ihrem neunten Album „Free As A Bird“ wandte sich die Band verstärkt synthetischen Dance-Beats und -Rhythmen zu und entfernte sich von ihrem charakteristischen Progressive-Rock-Sound. Es war zudem das erste Supertramp-Album, auf dem der Gitarrist und Sänger Mark Hart zu hören war, der später in den 90er Jahren offizielles Mitglied der Gruppe wurde. Es enthält die Singles „I’m Beggin’ You“, die die US-Dance-Club-Songs-Charts anführte, und „Free as a Bird“. Supertramp legte nach der Tournee zu „Free As A Bird“ im Jahr 1988 eine Pause ein und kam später für das 1997 erschienene Album „Some Things Never Change“ wieder zusammen.

„Brother Where You Bound“ und „Free As A Bird“ reihen sich in eine Reihe weiterer wegweisender Vinyl-Neuauflagen ein, darunter neue Versionen von „Even In The Quietest Moments…“ (1977), „Breakfast in America“ (1979) und „Famous Last Words…“ (1982) Im vergangenen Juli gab die Band die ersten Alben bekannt, die in dieser Reihe erscheinen sollten: „Crime of the Century“ aus dem Jahr 1974 und „Crisis? What Crisis?“ aus dem Jahr 1975. Beide Neuauflagen wurden von der Band und dem Co-Produzenten Ken Scott betreut.

Im vergangenen September verstarb der Gründer, Songwriter, Sänger und Keyboarder der Band, Rick Davies, im Alter von 81 Jahren, nachdem er über zehn Jahre lang gegen das Multiple Myelom gekämpft hatte. „Die Supertramp Partnership muss mit großer Trauer den Tod des Supertramp-Gründers Rick Davies nach langer Krankheit bekannt geben“, hieß es in einer Erklärung. „Wir hatten das Privileg, ihn zu kennen und über fünfzig Jahre lang mit ihm zu spielen. Wir sprechen Sue Davies unser aufrichtiges Beileid aus.“

Rick Davies, Keyboards, Gesang, Timbales
John Helliwell, Saxophon, Blechblasinstrumente
Dougie Thomson, Bass
Bob Siebenberg, Schlagzeug, Percussion
Weitere Musiker:
Mark Hart, Keyboards, Gitarren, Gesang
Marty Walsh, Gitarre, Hintergrundgesang
Lee Thornburg, Trompete, Blechblasinstrumente
Nick Lane, Blechblasinstrumente
Scott Page, Blechblasinstrumente
Lon Price, Blechblasinstrumente
David Woodford, Blechblasinstrumente
Steve Reid, Percussion
Linda Foot, Hintergrundgesang
Lise Miller, Hintergrundgesang
Evan Rogers, Hintergrundgesang
Karyn White, Hintergrundgesang

Digital remastered




Supertramp
Dass Supertramp zu Superstars ihrer Zeit wurden, ist ein mittelschweres Wunder. Bands wie King Crimson oder Jethro Tull hatten die bluesdurchtränkte Rockmusik zu Art-Rock sublimiert und eine Hörerschaft erzogen, die sich beim Tanzen in Woodstock verausgabt hatte und nun aufmerksam (und ganz in Ruhe) elaborierte Soli und virtuose Arrangements verfolgen wollte. Supertramp taten, was sie konnten. „Das war durchaus haarig“, erinnert sich Keyboarder Rick Davies in den Liner Notes. „Ich hatte gerade erst angefangen, Hammond zu spielen, und war mit dem Instrument noch nicht recht vertraut.“ Sein Spiel auf dem ersten, selbstproduzierten Album „Supertramp“ sei, wie er meint, optimierungsfähig gewesen.

Tatsächlich bietet das Frühwerk einige ungeahnte Einblicke. Die Verheiratung von Art-Rock mit Pop erforderte einige Flirts mit der Rhythm&Blues-Tradition und ein vorsichtiges Herantasten an komplexere Song- und Arrangementstrukturen. „Surely“, dem ersten Album entnommen und auf „Retrospectacle – The Supertramp Anthology“ in einer alternativen Version zu hören, steht noch deutlich in der Mersey-Beat-Tradition. Für „Land Ho“, einer der seltenen Songs von Supertramp, gilt dasselbe – allerdings bekommt man es hier mit einem flotten Shuffle zu tun, ein rhythmisches System, das erst unmittelbar zuvor von Led Zeppelin einer ersten Erprobung unterzogen worden war.

Die musikalische Entwicklung von Supertramp nachzuverfolgen, ist ein denkbar dankbares Unterfangen. Gegründet 1969 mithilfe einer Kleinanzeige im „Melody Maker“ („Musiker gesucht“), befanden sich Supertramp umgehend in einer privilegierten Situation. Rick Davies hatte die Bekanntschaft von Stanley August Miesegaes gemacht, einem holländischen Millionär. Sam, wie man ihn nach seinen Initialien nannte, wurde für eine Weile Manager und Gönner der Band, die er komplett finanzierte. So hatte Davies Gelegenheit, Line-ups auszuprobieren und die musikalische Richtung mal behutsam, mal drastisch zu wechseln.

1974 befanden sich Supertramp auf Kurs und nahmen mit der LP „Crime of the Century“ Fahrt auf. Das Line-up bestand nun aus der Doppelspitze Rick Davis (keys) und Roger Hodgon (git), die wechselweise sangen, John Helliwell (sax), Dougie Thomson (b) und Bob Siebenberg (dr). Das Songwriting wurde selbstbewusster, die Stilistik erschien klar konturiert. Supertramp gingen als Headliner auf Tournee, Mund-zu-Mund-Propaganda hatte die Band als heißen Act empfohlen. Supertramp sollten nicht enttäuschen.

Mit „Crisis? What Crisis?“gelang Supertramp 1975 der Sprung nach Amerika. Vom holländischen Millionär hatte man sich da längst getrennt: Miesegaes hatte zwar Geld, verstand aber nichts vom Musikbusiness. Supertramp schon: Für ihre Shows betätigten sie sich als Street-Promoter und verteilten auf offener Straße Konzerttickets an Passanten. Supertramp nahmen das Geschäft in die eigenen Hände – und sicherten sich so ein Höchstmaß an künstlerischer Freiheit.

Wohin die führt, ist auf Stücken wie „Dreamer“, „Crime of the Century“ und „Sister Moonshine“ nachzuhören. Nach „Even in the quietest Moments“ erschien dann 1979 das fulminante Werk „Breakfast in America“. Das brachte den endgültigen Durchbruch und eine ganze Menge Klassiker: „Goodbye Stranger“, „Take the Long Way Home“ und natürlich den „Logical Song“. Letzterer spiegelte den Zeitgeist der Post-Hippie-Epoche und die Herausbildung des Alternativen-Milieus. Die Lyrics finden sich daher in Englischlehrbüchern für die Oberstufe.

Die Entwicklung danach ist besonders spannend. Erst 1985 erschien mit „Brother where you bound“ die nächste Platte: Textlich deutlich politischer, näherten sich Supertramp wieder den Blues-Roots. Supertramp hatten sich vom selbstgeschaffenen Innovationsdruck befreit. Eine Lässigkeit hielt Einzug, die bis heute andauert. Und zu Abgeklärtheit und Bescheidenheit führt: „Wir lernen noch“, sagt Davies. „Wir sind immer noch dabei herauszufinden, wie die Dinge funktionieren.“ Dabei muss man eigentlich nur das von Davies persönlich zusammengestellte „Retrospectacle“ anhören. Dann weiß man, was geht.

Dieses Album enthält kein Booklet

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